St. Michael (Dahn)
| Kapelle St. Michael | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Dahn | |
| Baustil | Spätgotik | |
| Baujahr | 15. Jahrhundert | |
| Koordinaten | 49° 8′ 49″ N, 7° 47′ 14,5″ O | |
| Besonderheiten | ||
| * Nach dem Zweiten Weltkrieg in einen neu angelegten Soldatenfriedhof integriert und zu einer Gedenkkapelle für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gestaltet | ||
Die Kapelle St. Michael – teilweise Gedenk-Kapelle oder Gedächtniskapelle genannt – ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk in Dahn. Seit 1952 ist sie dem Andenken der Kriegsgefallenen gewidmet.
Lage
Das Bauwerk befindet sich südöstlich des Siedlungsgebiets der Stadt auf dem Dahner Ehrenfriedhof an der Nordwestflanke des Hochstein.
Geschichte
Die Kapelle ist ein flachgedeckter, spätgotischer Rechteckbau. Nachdem von 1950 bis 1952 um sie herum der Ehrenfriedhof entstanden war, wurde sie renoviert. Dabei wurde ein Stein aus dem Stephansdom eingemauert.
Namenstafel
Innerhalb der Kapelle besteht in Form von Namenstafeln ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Die Tafeln verzeichnen außer den Namen die Dienstgrade der Gefallenen und Vermissten, ergänzt durch den Satz aus der Bibel, mit dem Jesus eine Frau tröstete: »DEIN BRUDER WIRD AUFERSTEHEN JOH.11.K.23.V«
Der unbefangene Betrachter wundert sich zunächst, dass der erste Name auf der Liste mit dem Todesjahr 1938 aufgeführt ist, die Reihe dann mit Gefallenen des Jahres 1940 fortgesetzt wird. Da ein Versehen ausgeschlossen ist – Angehörige hätten gegen ein solches Versehen protestiert und eine Korrektur durchgesetzt – gibt es lediglich eine Erklärung: Die aufgeführte Person ist als Soldat der Wehrmacht im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Westwall zu Tode gekommen.
Literatur
- Kappenberg, Jürgen: Krieger-Ehrenmäler. Denkmale in der Westpfalz für Teilnehmer und Opfer der Kriege der letzten beiden Jahrhunderte – Ein mentalitätsgeschichtlicher Überblick. In: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz. 104. Band. Speyer 2006, S. 342ff.