St. Matthias (Günhoven)

St. Matthias ist eine römisch-katholische Filialkirche und Grabeskirche in Günhoven, einer Honschaft des Stadtteils Rheindahlen-Land in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Die Kirche steht unter dem Patronat des hl. Apostels Matthias und wurde zwischen 1947 und 1949 nach Plänen von Peter Salm errichtet.

Geschichte

In Günhoven gab es ursprünglich nur die 1844 erbaute Nikolauskapelle und gehörte zur Pfarre Rheindahlen. 1907 gründeten die Bewohner der Honschaften Günhoven, Genhülsen und Voosen einen Sammelverein zwecks Bau einer eigenen Kirche. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Wunsch der Bevölkerung nach einer Kirche erfüllt werden. 1947 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche nach Plänen des Aachener Architekten Peter Salm begonnen, 1949 war die Kirche fertiggestellt. Die erste Heilige Messe mit Benediktion fand im Dezember 1949 statt. Die Kirchweihe folgte am 31. August 1952. Zugleich wurde Günhoven zum Rektorat erhoben, zum 1. Januar 1968 erfolgte die Erhebung zur Pfarrei und damit Verbunden die Abtrennung von Rheindahlen. Zum 1. Januar 2010 wurde die Pfarre Günhoven aufgelöst und wieder der Mutterpfarre Rheindahlen zugeschlagen.[1]

Aufgrund der abnehmenden Zahl der Gottesdienstbesucher wurde 2010 entschieden, in die Kirche ein Kolumbarium zu integrieren. 2012 folgte die Teilprofanierung, der Altarraum blieb geweiht. 2012 bis 2013 erfolgte der Umbau zur Grabeskirche nach Plänen des Mönchengladbacher Innenarchitekten Willi Theelen. Zwischen 2016 und 2017 wurde an der Nordseite ein Anbau zur Schaffung weiterer Urnenplätze erbaut, die Pläne dazu stammen ebenfalls vom Theelen.[2]

Baubeschreibung

St. Matthias ist eine einschiffige, flachgedeckte Saalkirche in Formen der Nachkriegsmoderne und rechteckigem Chor im Westen, über dem sich der Chorturm erhebt.

Ausstattung

Die Buntglasfenster im alten Teil sind Werke der Aachener Künstlerin Maria Katzgrau aus dem Jahr 1949.[3] Die Fenster im Anbau entwarf der Nettetaler Künstler Jürgen Drewer.

Pfarrer

Folgende Priester wirkten bis zur Auflösung der Pfarre als Pfarrer an St. Matthias[4]

  • 1952–1981: Franz Wellner
  • 1982–2006: Leo Eißen
  • 2007–2010: Harald Josephs
Commons: Grabeskirche St. Matthias (Günhoven) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe Aachen 1994, S. 1073.
  2. St. Matthias | Grabeskirche Mönchengladbach. In: Internetseite Zukunft Kirchen Räume. Abgerufen am 11. November 2025.
  3. Mönchengladbach-Günhoven, Kath. Kirche St. Matthias. In: Internetseite Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V. Abgerufen am 1. September 2024.
  4. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1073.

Koordinaten: 51° 9′ 1,3″ N, 6° 23′ 17,2″ O