St. Marien (Uffeln)
St. Marien in Uffeln im Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Mauritius (Ibbenbüren). Sie steht unter dem Patrozinium der Gottesmutter Maria und gehört zum Dekanat Ibbenbüren im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Saalkirche mit Dachturm und bietet 220 Gläubigen Platz.
Geschichte
Weil der Weg zur zuständigen Pfarrei St. Mauritius im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren viel zu weit war, wünschten sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Katholiken der Bauerschaft Uffeln ein eigenes Gotteshaus und gründeten 1926 den noch in der Gegenwart existierenden „Interessen-Verein Uffeln“.[1]
Nach den Plänen des Architekten Wilhelm Sunder-Plassmann (Münster) wurde 1928/29 die St.-Marien-Kirche in Uffeln gebaut. Das Gotteshaus ist ein Saalbau mit Korbbogendecke unter Walmdächern. Der Fassadenturm steht im Südwesten. Die eingeschossigen Anbauten unter Walmdächern stehen nördlich und östlich des Chores und umfassen Sakristei und Werktagskapelle. Das Gebäude besteht aus Quadermauerwerk mit roter Dachziegeldeckung.
In den Jahren 1930 bis 1949 fand Gottesdienst nur an Sonn- und Feiertagen statt. St. Marien erhielt 1949 einen ständigen Geistlichen und wurde 1954 ein eigenständiges Pfarrrektorat. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1950 sowie das Pfarrheim von 1988. Nach der Abpfarrung von St. Mauritius (Ibbenbüren) 1985 entstand die selbstständige Pfarrei St. Marien.[2]
Durch Fusion wurde aus den Pfarreien St. Mauritius und St. Maria Magdalena (Laggenbeck) im Jahr 2006 die neue Kirchengemeinde St. Mauritius (Ibbenbüren) gebildet.[3]
Am 22. September 2019 führte der Bischof von Münster, Felix Genn, die zehn Pfarreien der Region Ibbenbüren zu einer Pfarrgemeinde St. Mauritius zusammen und machte dadurch auch St. Marien (Uffeln) zu einer Filialkirche.[4]
Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Reinhildis (Hörstel), St. Mauritius (Ibbenbüren) und Seliger-Niels-Stensen (Lengerich) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich“.[5]
Glocken
Im Turm der St.-Marien-Kirche in Uffeln hängen die folgenden vier Bronzeglocken:
- Glocke 1: Schlagton: a1; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1960
- Glocke 2: Schlagton: h1; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1953
- Glocke 3: Schlagton: d2; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1922
- Glocke 4: Schlagton: e2; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1960[2]
Orgel
St. Marien in Uffeln hatte früher eine elektronische Orgel. Die aktuelle Pfeifenorgel baute die Firma Matthias Kreienbrink (Osnabrück) 1994.[6]
Literatur
- Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-064-68.
- Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5.
- Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Wilfried Kampmann: Katholische Kirchengemeine St. Marien. In: Interessen-Verein Uffeln. 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ a b Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8, S. 318.
- ↑ Bistumsarchiv Münster: Ibbenbüren, St. Mauritius. In: Matricula Online. 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Hartmut Niehues: St. Mauritius, Ibbenbüren. In: Katholische Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck. 2025, abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Marko Marincel: Pastorale Räume. In: Kreisdekanat Steinfurt: Katholische Kirche Bistum Münster. 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Gabriele Böhm: Kirchenführer: Katholische Kirche St. Marien Ibbenbüren-Uffeln. In: Katholische Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck. 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025.
Koordinaten: 52° 19′ 23,2″ N, 7° 37′ 49,5″ O