St. Maria Rosenkranz (Düsseldorf-Wersten)

St. Maria Rosenkranz
Baujahr: 1910
Einweihung: Oktober 1910
Architekt: Wilhelm Sültenfuß
Stilelemente: neuromanisch
Lage: 51° 11′ 20,9″ N, 6° 49′ 21,1″ O
Anschrift: Burscheider Straße 20
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Zweck: römisch-katholische Kirche
Gemeinde: St. Maria Rosenkranz, Wersten
Pfarrei: St. Nikolaus Düsseldorf
Bistum: Köln
Webseite: www.meinegemein.de

St. Maria Rosenkranz ist eine katholische Kirche im Düsseldorfer Stadtteil Wersten. Die neuromanische Basilika wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Bis 2025 war sie Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei. Seit 2026 gehört sie zur Pfarrei St. Nikolaus Düsseldorf.

Geschichte

Wersten gehörte bis 1899 zur Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Himmelgeist. Bereits am 1. Januar 1884 wurde ein Kirchbauverein Wersten gegründet, der im Juni 1890 ein Grundstück in Wersten erwarb.[1] 1891 wurde eine Notkirche aus einer erworbenen alten Kesselschmiede errichtet und 1893 geweiht.[2] 1899 wurde dann die Einrichtung einer eigenen Pfarrei in Wersten beantragt, woraufhin am 22. März 1901 die Erhebung zur Pfarrei erfolgte.[1] Von 1907 bis 1910 wurde die neoromanische Basilika St. Maria Rosenkranz vom Architekten Wilhelm Sültenfuß, der mehrere Kirchen im neuromanischen Stil erbaute, errichtet. Im Oktober 1910 erfolgte schließlich die Weihe durch den Bischof.[2] Die Kirche wurde in den beiden letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt, der Wiederaufbau dauerte bis 1955, einige Gewölbegemälde waren nicht wiederherstellbar.[2][1] 1991 erfolgte die jetzige Innenausmalung in den hellen, warmen Gelbtönen.[3]

Architektur

Wie die meisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf und Umgebung errichteten Gotteshäuser wurde auch St. Maria Rosenkranz im neoromanischen Stil erbaut. Vorbild war die romanische Architektur der Stauferzeit. Architekt war Wilhelm Sültenfuß.[2]

Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit Querhaus. Hinter der Vierung befindet sich eine runde Apsis. Der Turm ist Bestandteil des Portals. An den Seiten finden sich frühgotische Strebebögen.[2] Die Rundbogenfenster sowohl in den Obergaden als auch in den Seitenschiffen sind ebenso dem traditionellen Stil der Hochromanik angelehnt wie die Rosettenbänder an der Fassade und die Doppel-Rundbogenfenster im Turm.

Die ursprünglich spätexpressionistischen Fenster überstanden den Zweiten Weltkrieg ebenso wenig wie die Deckengemälde von Hans Kohlschein.[2]

Die Neugestaltung des Innenraumes in den 1950er-Jahren erfolgte durch den Architekten Hans Schwippert.[2] Die heutigen Kirchenfenster gestaltete 1957–59 Anton Wendling.[4]

Internationale Seelsorge

Neben der Ortsgemeinde wird die Kirche auch von aus Vietnam stammenden Katholiken genutzt. Regelmäßig finden katholische Gottesdienste in vietnamesischer Sprache in St. Maria Rosenkranz statt.[5]

Commons: St. Maria Rosenkranz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c www.meinegemein.de – St. Maria Rosenkranz, Wersten (Memento des Originals vom 19. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.meinegemein.de
  2. a b c d e f g Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen. Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf. J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2219-3, S. 91/92.
  3. Kleiner Führer durch St. Maria Rosenkranz Düsseldorf-Wersten 2. Auflage. (PDF; 530 kB) Mai 2007, S. 2, abgerufen am 29. Dezember 2025.
  4. Düsseldorf-Wersten, Kath. Kirche St. Maria Rosenkranz. Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V., abgerufen am 30. Dezember 2025.
  5. Vietnamesische Seelsorgestelle. In: iksebk-host.de. Erzbistum Köln, abgerufen am 29. Dezember 2025.