St. Maria (Unterkochen)
Die römisch-katholische Wallfahrtskirche St. Maria ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz. Sie ist die Pfarrkirche von Unterkochen, einem Stadtbezirk der Großen Kreisstadt Aalen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Ostalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Beschreibung
Die Kirche wurde 1764/65 nach einem Entwurf von Johann Michael Keller dem Jüngeren mit Teilen des Vorgängerbaus als Saalkirche errichtet. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen, von Strebepfeilern gestützten Chor im Osten, einem Chorflankenturm an dessen Nordwand und der Sakristei an dessen Südwand. Die Fassade im Westen schließt mit einem Schweifgiebel ab. Das Langhaus musste 1782/83 an den Längsseiten durch kleine Anbauten nachträglich gestützt werden. Außen am Chor befindet sich die Nachbildung eines Heiligen Grabes. Das oberste Geschoss des mit einem spitzen Pyramidendach bedeckten Chorflankenturms enthält den Glockenstuhl.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Muldengewölbe überspannt. Die Deckenmalerei schuf 1768 Johann Anwander.
Die Orgel auf der oberen der beiden Emporen in hinteren Teil der Kirche wurde 1964 von der Giengener Orgelmanufaktur Gebr. Link als Opus 867 gebaut und 1987 überholt und klanglich umgestaltet. Das Instrument mit 27 Registern auf zwei Manualen und Pedal ist die vierte Orgel der Kirche. Unmittelbare Vorgängerin war ebenfalls eine Link-Orgel aus dem Jahr 1891.[1]
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, München 1993, S. 793.
Weblinks
Einzelnachweise
Koordinaten: 48° 48′ 50,6″ N, 10° 7′ 47,7″ O