St. Mariä Himmelfahrt (Düsseldorf-Unterbach)

St. Mariä Himmelfahrt ist die einzige katholische Kirche im Düsseldorfer Stadtteil Unterbach. Die Kirche wurde 1963 von Josef Lehmbrock errichtet. Inzwischen fusionierte die gleichnamige Pfarrei mit St. Johannes der Täufer in Erkrath.[1]

Geschichte und Architektur

Der Stadtteil Unterbach entstand aus dem Gut Unterbach, die geistige Fürsorge ist ab dem 15. Jahrhundert durch eine Hofkapelle nachgewiesen. Ab 1897 war Unterbach eigenständige Pfarrei.[2]

Am Rande Unterbachs wurde ab 1957 die neue Siedlung Wittenbruchplatz nach den Plänen Lehmbrocks errichtet, in der der Architekt selbst viele Jahre lebte.[2] Während die Siedlung jedoch überwiegend aus Backsteinhäusern besteht, wurde für die Kirche Sichtbeton als Baumaterial gewählt, nach Art des Brutalismus.[2] Der Grundriss der Kirche ist ebenso wie der daneben freistehende Kirchturm achteckig[3], an das Achteck ist ein Anbau mit Chorraum und Sakristei seitlich angefügt. Die Kirche ist komplett aus Sichtbeton gefertigt – auch die Decke, die von vier Stützpfeilern im Innern der Kirche getragen wird und das Zelt Gottes unter den Menschen symbolisieren soll.[2] Sie ist mit Lichtöffnungen, die zwischen Zelt und Kuppel sitzen, durchbrochen. Der Hauptaltarraum ist in einer halbkreisförmigen Sichtbetonschale eingefasst hinter der sich kleiner Nebenaltar verbirgt. Vier Raumecken sind mit raumhohen Fenstern aus Strukturglas versehen.

Die Kirche wurde in den Jahren 1963 bis 1964 erbaut und in den Jahren 1981 bis 1982 renoviert. Kirchweihe war am 16. Juni 1983.[2]

Unweit des heutigen Standortes existierte von 1883 bis 1967 eine Vorgängerkirche gleichen Namens.[4]

St. Mariä Himmelfahrt ist die einzige katholische Kirche auf dem Stadtgebiet Düsseldorfs, die nicht deren Stadtdekanat zugeordnet ist. Die zugehörige gleichnamige Pfarre bildete mit St. Johannes der Täufer in Erkrath vom 1. Januar 2010 bis zur Fusion eine Seelsorgegemeinschaft[5] im Kreisdekanat Mettmann[6] des Erzbistums Köln.

Personen

Joachim Vobbe, der spätere Bischof und damit höchste Repräsentant der Altkatholischen Kirche in Deutschland wirkte bis zu seinem Übertritt in St. Mariä Himmelfahrt.[7][8]

Kantor und Musikpädagoge in dieser Kirchengemeinde war Mathias Baumeister.[9]

Commons: St. Mariä Himmelfahrt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pastorale Einheit Erkrath/Haan/Hilden. Erzbistum Köln, 30. Mai 2025, abgerufen am 14. Januar 2026.
  2. a b c d e Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen – Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf, J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, S. 83f.
  3. http://maps.google.de/maps?q=unterbach&hl=de&ie=UTF8&ll=51.202911,6.899495&spn=0.00121,0.002411&sll=52.593676,9.126042&sspn=4.805833,9.876709&hnear=Unterbach,+D%C3%BCsseldorf&t=h&z=19
  4. http://www.unterbach.net/historisch/alte_kirche/akkirche_neu.html
  5. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 29. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.katholisch-erkrath-unterbach.de
  6. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.erzbistum-koeln.de
  7. Gemeinde Leben, Nummer 22, März-April 2010, Seite 18@1@2Vorlage:Toter Link/www.katholisch-erkrath-unterbach.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. http://www.hubertus-unterbach.de/presse/presse2003/pr002.html
  9. Mathias Baumeister. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2021; abgerufen am 16. April 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirchenmusik-kreismettmann.de

Koordinaten: 51° 12′ 10,2″ N, 6° 53′ 57,8″ O