St. Johannes Bosco (Ibbenbüren)
St. Johannes Bosco in Ibbenbüren im Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Mauritius (Ibbenbüren). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Johannes Bosco und gehört zum Dekanat Ibbenbüren im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Saalkirche mit separatem Turm und bietet 400 Personen Platz.
Geschichte
Weil die Einwohnerzahl von Ibbenbüren nach dem Zweiten Weltkrieg stark anstieg, wurde der Bau einer zusätzlichen Kirche im damaligen Neubaugebiet Langewiese notwendig. Nach den Plänen des Architekten Albert Brenninkmeyer (Aachen) entstand 1962–1964 in Ibbenbüren die St.-Johannes-Bosco-Kirche aus heimischen Bruchsandstein mit Schieferdeckung. Auf dem Vorplatz erhebt sich der freistehende Glockenturm mit einem steilen Pyramidendach und einer Schieferspitze mit Kupferkreuz.[1]
Das Gebäude ist ein Saalbau mit gestaffelter Giebeldecke unter einem Satteldach. Die Seitenschiffe haben Flachdächer. Die nordwestlichen Giebelflächen sind verglast. Der Ostchor ist eine integrierte Altarinsel und östlich davon wurde die Sakristei angebaut. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1965, das Pfarrheim von 1972 und der Kindergarten von 1970. Nach der Abtrennung von St. Ludwig (Ibbenbüren) entstand 1964 ein selbstständiges Pfarrrektorat und 1965 die eigenständige Pfarrei St. Johannes Bosco.[2]
Durch Fusion wurde aus den Pfarreien St. Mauritius und St. Maria Magdalena (Laggenbeck) am 17. April 2006 die neue Kirchengemeinde St. Mauritius (Ibbenbüren) gebildet.[3] Am 22. September 2019 führte der Bischof von Münster, Felix Genn, die zehn Pfarreien der Region Ibbenbüren zu einer Pfarrgemeinde St. Mauritius zusammen und machte dadurch auch St. Johannes Bosco zu einer Filialkirche.[4] Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Reinhildis (Hörstel), St. Mauritius (Ibbenbüren) und Seliger-Niels-Stensen (Lengerich) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich“.[5]
Glocken
Im Turm von St. Johannes Bosco in Ibbenbüren hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Gussstahl:
- Glocke 1: Schlagton: fis1; Ø 118 cm; Gießerei: Bochumer Verein; Gussjahr: 1966
- Glocke 2: Schlagton: a1; Ø 102 cm; Gießerei: Bochumer Verein; Gussjahr: 1964
- Glocke 3: Schlagton: h1; Ø 93 cm; Gießerei: Bochumer Verein; Gussjahr: 1966
- Glocke 4: Schlagton: cis2; Ø 82 cm; Gießerei: Bochumer Verein; Gussjahr: 1966.[2]
Orgel
Für St. Johannes Bosco in Ibbenbüren baute die Firma Franz Breil (Dorsten) 1989 eine Pfeifenorgel mit 21 Registern und mechanischen Trakturen.[2]
Literatur
- Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8.
- Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5.
- Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gabriele Böhm: Kirchenführer: Katholische Kirche St. Johannes Bosco Ibbenbüren. In: Katholische Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck. 2025, abgerufen am 7. November 2025.
- ↑ a b c Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8, S. 310–311.
- ↑ Bistumsarchiv Münster: Ibbenbüren, St. Mauritius. In: Matricula Online. 2025, abgerufen am 7. November 2025.
- ↑ Hartmut Niehues: St. Mauritius, Ibbenbüren. In: Katholische Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck. 2025, abgerufen am 7. November 2025.
- ↑ Marko Marincel: Pastorale Räume. In: Kreisdekanat Steinfurt: Katholische Kirche Bistum Münster. 2025, abgerufen am 7. November 2025.
Koordinaten: 52° 16′ 31,8″ N, 7° 40′ 53,1″ O