St. Johann Baptist (Merkstein)
St. Johann Baptist ist eine ehemalige römisch-katholische Filialkirche in Merkstein, einem Stadtteil von Herzogenrath in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen.
Die Kirche wurde zwischen 1961 und 1962 nach Plänen von Emil Steffann erbaut, steht unter dem Patronat des hl. Johannes des Täufers und gehörte zur Pfarre St. Willibrord Merkstein. Die Kirche wurde am 21. Dezember 2025 profaniert und soll abgerissen werden.
Geschichte
Im Verlauf der 1950er Jahre siedelten sich immer mehr Menschen in Merkstein an, wodurch die einzige Kirche St. Willibrord zu klein wurde. Daher bat der damalige Pfarrer von St. Willibrord, Johannes Pelzer, das Generalvikariat des Bistums Aachen mit Schreiben vom 25. Januar 1958 um Zustimmung zum Bau einer zweiten Kirche im Osten von Merkstein. Das Generalvikariat stimmte zu und so wurde der bekannte Architekt Emil Steffann mit der Planung der neuen Kirche beauftragt. Die Grundsteinlegung war am 15. Juli 1961, bereits 1962 war das neue Gotteshaus vollendet. Die feierliche Kirchweihe fand schließlich am 4. Juli 1964 statt.
Zum 1. April 1964 wurde St. Johann Baptist Pfarrvikarie und zum 20. April 1969 selbstständige Pfarre.[1] Diese wurde aber zum 1. Januar 2010 bereits wieder aufgelöst und in die Pfarre St. Willibrord eingegliedert.
Seit ca. 2019 ist die Kirche aufgrund von starkem Schimmel- und Schwammbefall geschlossen und wurde am 21. Dezember 2025 profaniert und soll abgerissen werden.[2]
Baubeschreibung
St. Johann Baptist ist eine einschiffige Saalkirche aus Backsteinen in Formen der Moderne mit Apsis im Osten. Im Süden schließt sich ein Atrium an.
Ausstattung
Der aus Tuffstein gefertigte Altar entstand nach Entwurf von Emil Steffann 1962, die Kommunionbank entwarf ebenfalls Steffann und stammt auch aus dem Jahr 1962. Der Kohlscheider Künstler Peter Bücken schuf 1962 Tabernakel, Osterleuchter, Altarleuchter, Kreuz und den Ambo. Die Buntglasfenster sind Werke von Ludwig Schaffrath.[3]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 232 f.
- ↑ Nr. 272Dekret Entwidmung geweihte Kirche St. Johannes Baptist in Herzogenrath-Merkstein. In: Kirchliches Amtsblatt des Bistums Aachen. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 233.
Koordinaten: 50° 53′ 14,4″ N, 6° 6′ 46,4″ O