St. Jakobus (Hambach)
| St. Jakobus | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Hambach an der Weinstraße | |
| Architekt | Johann Georg Stahl | |
| Baustil | ursprünglich Gotik, ab Mitte des 18. Jahrhunderts nach Umbau spätbarocker Saalbau | |
| Baujahr | vor 1221; Umbau 1747–1751 | |
| Koordinaten | 49° 20′ 5,5″ N, 8° 7′ 46,7″ O | |
| Besonderheiten | ||
| * Gebäude erhielt seine jetzige Form Mitte des 18. Jahrhunderts, als das Kirchenschiff neu errichtet wurde | ||
Die Kirche St. Jakobus ist ein Mitte des 18. Jahrhunderts errichtetes römisch-katholisches Gotteshaus in Neustadt an der Weinstraße, das jedoch einen älteren Kern besitzt. Es steht unter Denkmalschutz.
Lage
Die Kirche steht im Stadtteil Hambach an der Weinstraße am Jakobusplatz 1 auf einem Ausläufer des Heidelbergs. Der Bereich wird oft als Oberhambach bezeichnet.
Geschichte
Das Bauwerk war einst eine Wehrkirche, deren erste Erwähnung ins Jahr 1221 zurückgeht. Der Chorturm wurde 1274 gebaut; in ihm befinden sich Wandmalereien, die mit der Jahreszahl 1350 bezeichnet sind.
Mitte des 18. Jahrhunderts fand ein grundlegender Umbau der Kirche statt. In diesem Zuge erhielt sie ein neues Schiff im Stil eines spätbarocken Saalbaus, der 1750 und 1751 errichtet wurde. Architekt waren der fürstbischöfliche Baumeister Johann Georg Stahl und dessen Bruder Johann Leonhard. In das Bauwerk einbezogen wurde der gotische Chorturm des Vorgängerbaus, der dafür bereits von 1747 bis 1750 aufgestockt worden war.
Bis 2015 bildete die Kirche eine eigenständige Pfarrei innerhalb des Dekanats Bad Dürkheim und gehörte zur Pfarreigemeinschaft Neustadt. Seit 1. Januar 2016 ist sie eine Filiale der Pfarrei Hl. Geist, Geinsheim.
Innenausstattung
Im Inneren der Kirche befindet sich Wandmalerei, die ins Mittelalter zurückgeht. Die Ausstattung an sich ist im Stil des Rokoko gehalten.
Umgebung
Auf dem Kirchhof steht eine barocke Kreuzigungsgruppe, die mit 1731 bezeichnet ist und von J. J. Weber junior aus Herxheim stammt. An der Außenwand stehen Grabsteine aus dem 15., 18. und 19. Jahrhundert.
Literatur
- Michael Huyer (Bearbeiter): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 19.2: Stadt Neustadt an der Weinstraße. Ortsbezirke Diedesfeld, Duttweiler, Geinsheim, Gimmeldingen, Haardt, Hambach, Königsbach, Lachen-Speyerdorf, Mußbach. Werner, Worms 2008, ISBN 3-88462-265-X.
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße (PDF; 0,3 MB). Mainz 2017.
Weblinks
- Informationen zur Kirche auf der Website der Pfarrei