St. Jacobus (Busenberg)
| Katholische Kirche St. Jacobus | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Busenberg | |
| Architekt | Rudolf von Perignon (bei der Erweiterung) | |
| Baustil | Barock | |
| Baujahr | 1760–1767 (ursprünglicher Teil) 1927–1929 (Erweiterung) | |
| Koordinaten | 49° 7′ 50,4″ N, 7° 49′ 45,8″ O | |
St. Jacobus ist eine römisch-katholische Kirche in der Ortsgemeinde Busenberg. Sie liegt im Bistum Speyer und steht unter Denkmalschutz.
Lage
Das Gebäude steht mit der Hausnummer 1 in der Kirchstraße.
Architektur
Die Kirche ist ein flachgedeckter Saalbau aus der Zeit des Barock mit einem Turm aus den 1920er-Jahren.
Geschichte
Die Kirche entstand von 1760 bis 1767 und war zunächst geostet. In den 1920er Jahren fand eine Erweiterung unter der Regie des Architekten Rudolf von Perignon statt, wodurch der ursprüngliche Bauteil zur Seitenkapelle wurde.[1]
Bis Ende 2015 war sie Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei St. Jakobus mit Filiale im benachbarten Schindhard. Seit 2016 bildet sie eine Filiale der in Dahn ansässigen Pfarrei Hl. Petrus.[2]
Ausstattung
Aus der ursprünglichen Barockkirche ist der viersäulige Hochaltar an der Rückwand des Chors erhalten. In einer Muschelnische steht eine Statue des Kirchenpatrons, des heiligen Jakobus des Älteren, darüber im Altarauszug eine kleine Figur des heiligen Sebastian. Weiter vorn im Chor, fast am Chorbogen, stehen der 1985 geweihte Zelebrations- oder Volksaltar und der Ambo. Der aus Bronze gegossene, fast 600 kg schwere Unterbau dieses Altars stellt Stationen aus dem Wirkungsfeld des Jakobus dar, zunächst als Fischer am See Genezareth und zum Schluss in Jerusalem. Auf dem Unterbau liegt die rund 250 kg schwere Altarplatte aus Marmor. Den Ambo bilden zwei übergroße Hände aus Bronze. Altar und Ambo sind ein zusammengehörendes Werk der Dominikanerin Burghildis Roth (* 1932); die Gießerei Dalder in Neuhofen führte den Guss nach dem Gipsmodell der Künstlerin aus.[3]
Die Orgel errichtete 1971 Hugo Mayer Orgelbau aus Heusweiler. Sie hat 1152 Pfeifen für 16 Register auf 2 Manualen und Pedal.[3]
Im Zusammenhang mit einer Renovierung von 1991/92 fertigte die Metallgießerei Becker in Pirmasens nach einem Entwurf des Bildhauers Helmut Schollenberger, Speyer, die Eingangstür. Der rechte Türflügel zeigt in einem Halbrelief den heiligen Jakobus mit Pilgermantel, Hut und Pilgerstab sowie als Türdrücker sein bekanntes Attribut, die Jakobsmuschel. Links ist seine Grabeskirche in Santiago de Compostela in einer Strichzeichnung angedeutet.[3]
Glocken
Für den damals neuen Turm wurden 1926 zwei Glocken gegossen. Zusammen mit einer Glocke von 1837, die im Ersten Weltkrieg nicht hatten abgegeben werden müssen, bildeten sie ein dreistimmiges Geläut. Doch 1942 wurden auch sie für Kriegszwecke eingezogen. 1951 goss Andreas Hamm in Frankental vier neue Glocken, wobei die Glocke von 1837 als Material mitverwendet wurde:
| Name | Inschrift | Ton | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Christkönigsglocke | „Jesus Christus, den König der Könige. Kommt, laßt uns anbeten.“ | fis | 600 kg |
| Marienglocke | „Du Königin, aufgenommen in den Himmel. Bitte für uns.“ | a | 356 kg |
| Jakobusglocke | „Jakobus, der Ältere. Über die ganze Erde dringt ihr Ruf.“ | h | 262 kg |
| Gertrudisglocke | „Der Meister ist da und ruft dich. (Joh 11,28)“ | d | 150 kg |
Am 9. Dezember 1951 wurden die Glocken geweiht.[3]
Literatur
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ St. Jakobus Busenberg Geschichte der Kirchengemeinde. In: heiliger-petrus.de. 24. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ künftige Struktur Bistum Speyer ( vom 10. April 2020 im Internet Archive)
- ↑ a b c d Pfarrkirche heute auf der Website der Pfarrei Heiliger Petrus. Abgerufen am 25. Oktober 2025.