St. Hedwig (Celle)
St. Hedwig ist die römisch-katholische Kirche im Celler Stadtteil Neustadt/Heese. Sie gehört heute zur Celler Pfarrgemeinde St. Ludwig im Dekanat Celle des Bistums Hildesheim.
Geschichte
Durch die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa infolge des Zweiten Weltkriegs war die Zahl der Katholiken in Celle so stark angestiegen, dass der Bau einer zweiten katholischen Kirche erforderlich wurde, um den sich Dechant Herbert Höbbel bemühte. Auf die Flucht aus Ostdeutschland verweist auch das Patrozinium St. Hedwig, der Schutzpatronin von Schlesien.
1955 begann im Südheesegebiet der Bau der St.-Hedwigs-Kirche, der durch großzügige Spenden der Frauen im Bistum Hildesheim sowie aus dem Bistum Brügge (Belgien) unterstützt wurde. Am 26. August 1956 wurde die Kirche durch Emil-Jozef De Smedt, den Bischof von Brügge, geweiht.
1958 begann der Bau des Pfarrheimes, das 1959 durch Bischof Heinrich Maria Janssen eingeweiht wurde. Nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils erfolgte eine Neugestaltung des Altarraumes nach Entwürfen von Claus Kilian.
War St. Hedwig anfangs eine Kuratie der Celler St.-Ludwigs-Kirche, wurde sie 1971 zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Am 31. Oktober 2006 wurde sie mit den Pfarrgemeinden St. Ludwig, St. Raphael in Lachendorf, St. Marien in Nienhagen und St. Barbara in Wathlingen aufgelöst und am 1. November 2006 zur neuen Großpfarrei St. Ludwig vereint.[1]
Lage, Architektur und Ausstattung
Die Kirche steht im Südwesten von Celle auf dem Grundstück Marienwerder Allee 10, am Rand des Celler Waldfriedhofs.
Sie entstand nach Plänen von Diözesanoberbaurat Josef Fehlig. Vor der Kirche steht ein 1978 errichtetes Kreuz.
Ein Buntglasfenster stellt den Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi dar. Den Kreuzweg schuf 1986 der Künstler Josef Hauke. Der großzügige Altarraum wird durch das Kreuzmosaik an seiner Rückwand geprägt, das von Claus Kilian entworfen wurde. Der Altar selbst besitzt einen Quarzstein an seiner Seite mit dem Wort „PAX“ (lat., „Frieden“).
Kolpingfamilie
Von Anbeginn wirkten Mitglieder der Kolpingfamilie bei Arbeitseinsätzen für Bau-, Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen oder beim Aufbau der Weihnachtskrippe mit, ebenso in kirchlichen Gremien.[2]
Siehe auch
Literatur
- 25 Jahre St. Hedwig in Celle. Festschrift, Celle 1981.
- Kirche in Celle. Beiträge zur Kirchengeschichte. Celle 1992, S. 77–79.
- Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 122–123.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bistum-Hildesheim.de.
- ↑ https://vor-ort.kolping.de/kolpingsfamilie-celle-sthedwig/ueber-uns/profil/
Koordinaten: 52° 36′ 30,3″ N, 10° 2′ 36,3″ O