St. Gertrud (Kraudorf)

Die römisch-katholische Kirche St. Gertrud hat ihren Standort im Ortsteil Kraudorf in der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.[1]

Lage

Die Kirche St. Gertrud steht in der Ortsmitte in Kraudorf 14. Südöstlich schließt der Friedhof an das Kirchengelände an. Das Pfarrhaus liegt in unmittelbarer Nähe.

Geschichte

Die erste Steinkirche in Kraudorf war vermutlich eine Saalkirche aus dem 10./11. Jahrhundert. Sie wurde später erweitert und erhielt Anfang des 17. Jahrhunderts einen Westturm. 1860 war die Kirche baufällig und der Gottesdienst wurde in die Scheune des Pfarrhauses verlegt. Die Planung für den Neubau stammte von Johannes Burkart aus Aachen. Am 17. Oktober 1867 war die Grundsteinlegung. Beim Bau der neuen Kirche blieb der Westturm erhalten. Am 1. August 1873 war die feierliche Weihe. Im Januar 1945 wurde der Kirchturm gesprengt und die Kirche durch Granatbeschuss zerstört. 1950/51 wurde sie nach dem Plan von Architekt Fritz van Well aus Randerath wieder aufgebaut. Am 8. April 1951 wurde der Altar geweiht.

Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde in die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius Geilenkirchen eingegliedert in der alle 11 Pfarreien des Stadtgebietes zusammengefasst sind. Seit Januar 2025 bilden diese Pfarreien den Pastoralen Raum Geilenkirchen, einer von insgesamt 44 Räumen im Bistum Aachen.[2]

Architektur

Bei der Kirche handelt es sich um eine Backsteinhallenkirche in drei Jochen, Kreuzrippengewölbe im breiten Haupt- und den schmalen Seitenschiffen. Hinter dem Triumphbogen das Chorjoch und fünfseitiger Chor. Kirche und Chor besitzen Spitzbogenfenster. Der viergeschossige, glatte Westturm ist vorgebaut und trägt eine achtseitige Haube. An der südlichen Chorwand ist die Sakristei vorgebaut.

Ausstattung

  • Die elektronische Orgel stammt aus dem Jahre 1967 und wurde von der Fa. Dereux gebaut.
  • Im Kirchturm befinden sich Glocken aus dem Jahre 1637 und 1953.
  • Taufstein in Terrazzo und Kupferhaube aus dem Jahre 1959.
  • Buntverglasung[3]

Literatur

  • Bischöfliches Generalvikariat Aachen (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7.
  • Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 8.2: Die Kunstdenkmäler der Kreise Erkelenz und Geilenkirchen. Schwann, Düsseldorf 1904.
  • Helmut Krause: Die Seelsorger der Pfarre St. Gertrud in Kraudorf. März 1991.
Commons: St. Gertrud – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Denkmalliste Geilenkirchen Nr. 7, Eintrag: 2. März 1983.
  2. [1] Pastoraler Raum im Bistum Aachen
  3. Kraudorf, Kath. Kirche St. Gertrud auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V.

Koordinaten: 51° 0′ 6″ N, 6° 9′ 47″ O