St. Cäcilia (Nothberg)
Die katholische Nebenpfarrkirche St. Cäcila ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Nothberg, einem Stadtteil von Eschweiler in der Städteregion Aachen (Nordrhein-Westfalen). Sie ist eine Nebenpfarrkirche der katholischen Pfarre „Heilige Zwölf Apostel“ im Pastoralen Raum Eschweiler im Bistum Aachen, die 2026 aus den Pfarren des Stadtgebietes von Eschweiler gebildet wurde.
Geschichte
Als Ersatz der früheren Nothberger Kirche, welche durch Bergschäden seit 1906 nicht mehr nutzbar war und erst im Jahr 1970 abgerissen wurde, ist von 1905 bis 1907 der jetzige neugotische Backsteinbau nach Plänen des Aachener Stiftsbaumeisters Peter Friedrich Peters errichtet worden.[1]
Zum 1. Januar 2010 wurde die Pfarre Nothberg aufgehoben und mit den ebenfalls aufgelösten Pfarreien St. Barbara Pumpe-Stich, St. Antonius Bergrath, St. Marien Röthgen und St. Wendelinus Hastenrath zur neuen Großpfarre Heilig Geist Eschweiler fusioniert. Diese Pfarre wurde wiederum zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgelösten Pfarreien zur Großpfarre Heilige Zwölf Apostel/Eschweiler fusioniert. Seit den Fusionen ist St. Cäcilia keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.[2]
Gnadenbild und Wallfahrt
Aus der alten Pfarrkirche stammt der Gnadenaltar aus der Zeit um 1500, ein spätgotischer Schrein mit Flügelgemälden. Dieser wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erneuert. Im Schrein befindet sich ein Vesperbild aus Lindenholz aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, dessen Fassung erneuert wurde. Dieses Gnadenbild ist eine 1,20 m hohe Pietà aus Lindenholz, einer Darstellung der Gottesmutter Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß. Eine kleine spätgotische Wiederholung des Vesperbildes ist zwischen den Figuren von Johannes und Maria zu sehen. An den Flügeln des Altares sind vier Mariendarstellungen zu sehen.
Erstmals 1382 werden ein „Not-Gottes-Altar“ und ein Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter urkundlich erwähnt, die dem Ort mutmaßlich den Namen gegeben haben. Votivtafeln im Altarraum weisen auf die langjährige Wallfahrt zu diesem Gnadenbild hin, die bis heute besteht. Das Gnadenbild wurde am 22. Dezember 1907 in einer feierlichen Prozession in die neue Kirche übertragen.[3]
Literatur
- Claudia Euskirchen, Olaf Gisbertz, Ulrich Schäfer (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen, Band I: Rheinland. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2005, ISBN 3-422-03093-X.
Koordinaten: 50° 48′ 37,8″ N, 6° 17′ 33,7″ O
Einzelnachweise
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat: Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 209 f.
- ↑ Nr. 136 Dekret über die Errichtung der Pfarrei und Kirchengemeinde Heilige Zwölf Apostel in Eschweiler. In: Kirchliches Amtsblatt des Bistums Aachen Nr. 9.2/2025. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ eschweiler-kirche.de ( des vom 26. Januar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., hl-g.de ( des vom 26. Januar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.