St. Barbara (Pannesheide)
St. Barbara ist eine römisch-katholische Filialkirche in Pannesheide, einem Stadtteil von Herzogenrath in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen.
Die Kirche wurde in den Jahren 1928 und 1929 nach Plänen von Ferdinand und Josef Heusch erbaut. Sie steht unter dem Patronat der hl. Barbara und gehört zur Pfarre „Christus unser Friede“.
Geschichte
In Pannesheide, das ursprünglich zur Pfarre Richterich gehörte, wurde um das Jahr 1720 eine dem hl. Hubertus geweihte Kapelle erbaut, die bis um 1825 noch bestanden haben muss. 1804 wurden Unterpannesheide der Pfarre Horbach und Oberpannesheide der Pfarre Kohlscheid zugeteilt. 1902 wurde eine neue Hubertuskapelle errichtet.
In späterer Zeit wurde Pannesheide bis 1914 von Franziskanerpatern des Klosters Bleyerheide seelsorglich betreut, was abrupt mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht mehr möglich war.
Am 9. Oktober 1921 gründeten Bürger von Pannesheide den „Kirchenbauverein St. Hubertus“,. Dieser bemühte sich fortan um den Bau einer eigenen Kirche sowie die Anstellung eines eigenen Priesters für Pannesheide und sammelte Gelder.
1928 waren genügend finanzielle Mittel vorhanden, sodass am 26. Juli 1928 der Grundstein der heutigen Kirche gelegt werden konnte. Die Pläne lieferten die Aachener Architekten Ferdinand und Josef Heusch. Das Grundstück hatte der Eschweiler Bergwerks-Verein gestiftet. Ende 1929 war die neue Kirche fertiggestellt. Der erste Gottesdienst verbunden mit der Benediktion fand am 8. Dezember 1929 statt. 1931 wurde Pannesheide zum Rektorat; die Erhebung zur Pfarrei erfolgte am 15. August 1971.
1954 wurde der Glockenturm erneuert und 1985–1986 wurde der Innenraum nach Plänen von Matthias Kleuters umgestaltet.[1]
Die Pfarre St. Antonius wurde zum 1. Januar 2010 aufgelöst und mit den ebenfalls aufgelösten Pfarreien St. Katharina/Kohlscheid, St. Mariä Heimsuchung/Kämpchen, St. Mariä Verkündigung/Bank und St. Matthias/Berensberg zur neuen Großpfarre „Christus unser Friede“ fusioniert.
Baubeschreibung
St. Barbara ist eine einschiffige Saalkirche aus Backsteinen in Formen der Moderne.
Ausstattung
Der am 7. Dezember 1986 konsekrierte Altar ist ein Werk von Matthias Kleusters aus dem Jahr 1986. Im selben Jahr entwarf er auch das Sakramentshaus und den Taufstein. Die als Glasmosaike geschaffenen Kreuzwegstationen sind Werke von Rosel Gülpen-Roye aus 1980. Das Bemalung des Altarraums schuf Ladislaus Sier 1986.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 237.
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 237.
Koordinaten: 50° 50′ 44,3″ N, 6° 4′ 11,4″ O