St. Alexander (Iggenhausen)
St. Alexander ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Iggenhausen, einem Ortsteil von Lichtenau im Kreis Paderborn (Nordrhein-Westfalen).
Geschichte
Für das Jahr 1239 ist die dem Hl. Alexander Carbonarius geweihte Pfarrkirche von Iggenhausen erstmals urkundlich belegt. Ein in den heutigen Bau übernommenes spätestgotisches Portal mit Profilüberkreuzungen zeigt die Datierung 1568, ein zweites, barockes, die Jahreszahl 1689. 1888 legte der Paderborner Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig einen Erweiterungsplan der bestehenden Kirche vor, deren Schiff gewölbt werden sollte. Aus Kostengründen entschloss sich die Gemeinde für einen vollständigen Neubau der Kirche. In Absprache mit dem Provinzial-Konservator Albert Ludorff sollte dabei der alte Kirchturm erhalten bleiben, der jedoch nach Abbruch der alten Kirche einstürzte, so dass der Kirchenbau nicht mehr in seinem 1899 erschienen 7. Band der Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen aufgenommen wurde. Die Bauausführung durch den örtlichen Maurermeister Anton Wächter erfolgte 1892, die Einweihung am 10. Juni 1896 durch Bischof Hubert Theophil Simar. Die Kirchenfenster fertigte der Glasmaler Heinrich Stengel, die Altäre der Bildhauer Anton Hellweg.
Architektur
Die Alexanderkirche von Iggenhausen stellt eine kreuzförmige Saalkirche mit zweischiffigem Querhaus, abgeschlossen durch eine in fünf Seiten des Achtecks schließende Apsis und einem Turmbau dar. Schiff und Querhaus sind kreuzgrat-, die Apsis kreuzrippengewölbt, die Gurtbögen sind wie in der romanischen Lippoldsberger Schule über Viertelkreiskonsolen abgekragt.
Ausstattung
Die Alexanderkirche hat weitgehend ihre ursprüngliche Ausstattung bewahrt, darunter ihren neugotischen Hochaltar mit den Reliefdarstellungen der Geburt Christi und der Darstellung im Tempel.
Orgel
1914 erhielt die Alexanderkirche eine Orgel der Orgelbauanstalt Eggert & Feith, Paderborn. 1979 erfolgte ein Neubau durch den Orgelbau Simon in Muddenhagen als Schleifladenorgel mit elektrischer Spiel- und Registertraktur. Von der Vorgängerorgel wurde vier Register übernommen.[1]
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- Koppeln: II/I, I/P, II/P
- Spielhilfen: 2 freie Kombinationen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Angaben zur Orgel auf der Website der Kirchengemeinde.
Koordinaten: 51° 39′ 36,9″ N, 8° 53′ 36,4″ O