St. Agatha (Leiberg)
St. Agatha ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Leiberg, einem Ortsteil von Bad Wünnenberg in Nordrhein-Westfalen. Seit 2002 gehört sie dem Pastoralverbund Wünnenberg an.
Geschichte
Eine 1146 im benachbart gelegenen Andepen im Besitz des Klosters Abdinghof bezeugte Pfarrkirche wurde 1390/91 zusammen mit dem Ort, der daraufhin zur Wüstung wurde, zerstört. Erst 1490 erfolgte die Neugründung des Dorfes Leiberg durch Johann Graf von Westphalen, das der benachbarten Pfarrei Wünnenberg eingegliedert wurde. 1703 erhielt der Ort eine Fachwerkkirche, die am 24. Juni 1703 von Abt Gregor Busch des Paderborner Abdinghofklosters geweiht wurde, aber bereits am 6. Mai 1726 durch Brand zerstört wurde. Eine neue, diesmal der Hl. Agatha als der Schutzpatronin gegen Feuersgefahr geweihte Kapelle wurde 1733 erbaut und am 18. März 1740 zur Vikarie erhoben. In den Jahren 1864 bis 1868 entstand nach Plänen des Paderborner Diözesanbaumeisters Arnold Güldenpfennig der heutige Kirchenbau, der am 30. April 1868 durch Bischof Konrad Martin konsekriert wurde. Am 1. September 1921 erfolgte die Erhebung zur selbständigen Pfarrei.
Architektur
Die Leiberger Agathenkirche ist eine in neugotischen Bauformen mit einfachen Maßwerkformen erbaute dreijochige, im Innern kreuzrippengewölbte Saalkirche mit Westturm und einem über schräg gestellten Arkaden eingezogenen Fünfachtel-Chorschluss.
Ausstattung
Die Agathenkirche hat weitgehend ihre ursprüngliche Ausstattung bewahrt, darunter ihren von einem Kruzifix mit den Statuen von Maria und Johannes bekrönten neugotischen Hochaltar.
Orgel
Bei ihrer Fertigstellung 1868 hatte die Kirche zunächst eine Orgel von Carl August Randebrock aus Paderborn erhalten. Sie wurde 1948 durch Johann Otto Sehn aus Lippstadt erneuert. Im Jahre 2002 erhielt die Kirche eine Orgel, die 1900 von Ernst Röver aus Stade für die Christuskirche in Hamburg-Othmarschen erbaut hatte. Sie war 1936 nach Eberswalde verkauft und dort neubarock umdisponiert worden.
Die Übertragung nach Leiberg erfolgte durch Orgelbaumeister Albert Baumhoer aus Thüle. Dabei wurden zwei romantische Register (Vox Coelestis und Harmonieflöte, ursprünglich Salcional und Hohlflöte) aus der Orgel Randebrocks übernommen. Das mit einem Freipfeifenprospekt in zwei Teilen seitlich des Turmfensters aufgestellte Instrument besitzt heute die folgende Disposition:[1]
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- Koppeln: II/I, II/P, I/P, Manual-Oberoktavkoppel
- Spielhilfen: Freie Kombination, Tutti, Zungen ab/an
Weblinks
- Udo Kell: Zur Geschichte der Pfarrei Leiberg auf der Website www.leiberg-online.de
- Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
- ↑ Angaben zur Orgel auf der Website orgel-owl.de
Koordinaten: 51° 31′ 9,7″ N, 8° 39′ 8,2″ O