Störtebeker (1919)

Film
Titel Störtebeker
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1919
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Decarli-Film KG, Berlin
Stab
Regie Ernst Wendt
Drehbuch
Musik Unbekannt
Kamera Carl Hoffmann
Schnitt Unbekannt
Besetzung

Störtebecker (Alternativtitel Claus Störtebeker bzw. Claus Störtebeker, der Schrecken der Meere) ist ein deutscher Historienfilm über Klaus Störtebeker. Der Film wurde von Bruno Decarli produziert, der auch die Hauptrolle besetzte. Die Uraufführung fand im September 1920 in München in den Leo-Lichtspielen statt. Der Film gilt als verschollen.

Handlung

Die Handlung ist bislang nicht bekannt. Aus zeitgenössischen Presseberichten ist zu entnehmen, dass eine Seeschlacht inszeniert wurde und Störtebeker hingerichtet wird.

Produktionsgeschichte

Die Außenaufnahmen fanden auf Rügen und in Braunschweig statt.(The Early German Cinema Database)

Kritik

Die Neue Zürcher Zeitung vom 2. Oktober 1921 lobte die prächtigen Naturbilder; die Darstellung Störtebekers durch Bruno Decarli sei „meisterlich“. Der Film war im Zürcher Cinema-Palace mit dem Titel Claus Störtebeker, der Schrecken der Meere angekündigt worden.(Neue Zürcher Zeitung vom 2. Oktober 1921.)

Auch im Hannoverschen Kurier wurde der Film äußerst positiv rezensiert:

„Es war ein kühnes Unterfangen, das Leben und Treiben des großen Seeräubers im Film darstellen zu wollen. Aber für die Lichtspielkunst gibt es keine Unmöglichkeiten… Man denke nur an die Darstellung einer Enter-Schlacht auf dem Meere zur Zeit des 14. Jahrhunderts. Einige Schiffe mußten für den Zwecke gebaut werden … Überwältigende Massenszenen wetteifern mit packenden Naturaufnahmen und dramatisch belebten Szenen. „Störtebeker“ ist wieder ein Film der die Höhe der Leistungsfähigkeit deutscher Industrie und Kunst zeigt.“

Hannoverscher Kurier vom 11. Januar 1921, S. 6.

Anlässlich der Aufführung des Films in den Elsflether Tivoli-Lichtspielen konstatierten die lokalen Nachrichten für Stadt und Land Elsfleth einen „spannenden, herrlichen Film“, wie er bislang dort kaum gezeigt worden sei.(Nachrichten für Stadt und Land Elsfleth vom 20. Juli 1922.)

Überlieferung

Der Film gilt als verschollen. Die Gründe sind unbekannt. Allerdings wurde der Film 1925 nachzensiert und erhielt ein Jugendverbot. Dies könnte zur Folge gehabt haben, dass er aus dem Verleih genommen wurde. Soweit bekannt, ist auch kein Filmplakat bzw. eine Abbildung davon überliefert.

Literatur

  • Der deutsche Film Vol. 4 No. 6/7
  • lebende Bild (lb) No. 31, 1919
  • Film-Kurier No. 200, 1920
  • Der Kinematograph No. 714, 1920
  • Der Kinematograph No. 733, 1920
  • Filmprüfstelle Berlin, Zulassungkarte vom 19. Dezember 1925; Prüf-Nr. 11933; Bundesarchiv, Signatur BArch R 9346-I/7879.