Squat Jump
Der Squat Jump ist eine in der Sportwissenschaft zur Sprungdiagnostik eingesetzte Sprungform zum Testen der reinen konzentrischen Kraftfähigkeit der Sprungmuskulatur. Normalerweise wird der Sprung dabei aus einer Hocke heraus ausgeführt, aber im Gegensatz zum Counter Movement Jump (CMJ) entfällt die vorherige Abwärtsbewegung, wodurch sich Unterschiede in Sprunghöhe und Muskelaktivierung ergeben.[1] Bereits eine kaum merkliche Abwärtsbewegung aus der Hockstellung nach unten kann die Sprunghöhe bereits positiv beeinflussen; das Ergebnis wird damit jedoch aufgrund des Verbots jeglicher Ausholbewegungen verfälscht.
Für die Ausführung werden die Arme an die Hüften angelegt und sollen während der Bewegung nicht aktiv beteiligt sein. Ziel ist es, so hoch wie möglich zu springen. Aufgrund der fehlenden Ausholbewegungen enthält der Squat Jump keine koordinativen Elemente.
Der Squat Jump dient insbesondere der Messung der Explosivkraft der unteren Extremität. In der Sportwissenschaft wird er sowohl im Leistungssport als auch im Gesundheitskontext eingesetzt, etwa zur Untersuchung der neuromuskulären Leistungsfähigkeit bei Jugendlichen.[2]
Als Leistungsindex wird bei diesem Sprung mindestens die Flughöhe gemessen, meist mit Hilfe von Kraftmessplatten.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Bas Van Hooren, Julia Zolotarjova: The difference between countermovement and squat jump performances: a review of underlying mechanisms with practical applications. In: Journal of Strength and Conditioning Research. Band 31, Nr. 7, 2017, S. 2011–2020, doi:10.1519/JSC.0000000000001913, PMID 28640774 (englisch).
- ↑ Luca Petrigna, Bettina Karsten, Giuseppe Marcolin, Antonio Paoli, Giuseppe D’Antona, Antonio Palma, Antonino Bianco,: A Review of Countermovement and Squat Jump Testing Methods in the Context of Public Health Examination in Adolescence: Reliability and Feasibility of Current Testing Procedures. In: Frontiers in Physiology. Band 10, 7. November 2019, S. 1384, doi:10.3389/fphys.2019.01384 (englisch).