Spika

SPIKA, Akronym für VEB Spielewerk Karl-Marx-Stadt, war ein Hersteller von Familienspielen in der DDR. 2016 wurde die SPIKA GmbH gegründet, die alte SPIKA-Brett- und Kartenspiele wieder neu auflegt.

Die Marke SPIKA wurde 1964 eingeführt und arbeitete mit dem Spielwarenkombinat Plasticart zusammen. Zum Verlagsprogramm gehörten unterschiedliche Brett- und Kartenspiele, die oft thematisch aufgebaut waren (Harz, Feuerwehr, Eisenbahn, Sandmännchen) und von denen einige auch europaweit vertrieben wurden.[1]

Beispiele:

Würfelspiele
  • Kreuz und quer durch den grünen Harz
  • An den Ufern der Elbe
  • Fang den Hut
  • „Sandmann, lieber Sandmann“
  • Das Wandern ist des Müllers Lust
  • Strategie auf Schienen
  • „Tatü-tata … die Feuerwehr ist da“
Kartenspiele
  • Unsere kleine Welt
  • Märchen-Quartett
Legespiele
  • Schlaumeier
  • Viele bunte Luftballons

Nach der politischen Wende endete 1993 die Produktion.[2]

2016 gründete der Spielwarenunternehmer Ralf Viehweg in Annaberg-Buchholz die Nachfolgegesellschaft, die einige Spiele aus dem ursprünglichen Programm von Spika als authentische Reproduktion herstellt.[3][4] Markenzeichen des Spieleverlags war das SPIKA-Männchen mit dem charakteristischen spitzen Hut. Es bildete zugleich in verschiedenen Farben die Spielfiguren vieler Brettspiele. Die SPIKA GmbH nutzt die Figur unter dem Spitznamen „Karli“ weiterhin, jedoch mit in der Spitze abgerundetem Hut.[5]

Einzelnachweise

  1. Maren Röger: Kartonierte Möglichkeitsräume – Welten und Grenzen sozialistischer Brettspiele. Abgerufen am 19. November 2025.
  2. Patrick Ziob: Spika: DDR-Spiele wieder da! In: SUPERillu. 6. Dezember 2019, abgerufen am 19. November 2025.
  3. Willkommen beim SPIKA Verlag. Abgerufen am 19. November 2025.
  4. Sebastian Krüger: Spika: Der Erfolg des Olsenbande-Spiels. In: SUPERillu. 26. November 2021, abgerufen am 19. November 2025.
  5. Über SPIKA. Unser Maskottchen Karli. Abgerufen am 19. November 2025.