Sphaeropeltarion edentatum

Sphaeropeltarion edentatum

Sphaeropeltarion edentatum

Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Trichopeltarioidea
Familie: Trichopeltariidae
Gattung: Sphaeropeltarion
Art: Sphaeropeltarion edentatum
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Sphaeropeltarion
Tavares & Cleva, 2010
Wissenschaftlicher Name der Art
Sphaeropeltarion edentatum
Tavares & Cleva, 2010

Das Sphaeropeltarion edentatum ist eine Art der Krabben in der Familie Trichopeltariidae und einziger Vertreter der Gattung Sphaeropeltarion.[1] Die Art wurde im französischen Überseegebiet Wallis und Futuna in einer Wassertiefe von etwa 600 m erstmals nachgewiesen. Der Gattungsname leitet sich von altgriechisch σφαῖρα sphaîra, latinisiert zu sphaer ‚Kugel‘ und peltari (Verkleinerungsform von πέλτη péltē, deutsch ‚Schild‘) ab und nimmt auf den kugelförmigen Körper Bezug. Der Artname edentatus ‚zahnlos‘ bezieht sich auf die Reduktion der Seitenzähne auf einen einzelnen Höcker.[2]

Merkmale

Gattung

Der Carapax ist rundlich, leicht längs verlängert und transversal stark gekrümmt. Die Oberfläche ist spärlich granuliert und vollständig samtig. Die branchiokardiale Region ist schlecht abgegrenzt, die Magengruben seicht und eng benachbart. Der hepatische sowie erste und zweite Epibranchialzahn sind zu sehr kleinen, glatten, abgerundeten Höckerchen reduziert. Der hintere Seitenrand ist schlecht abgrenzbar und mit wenigen Körnern ornamentiert. Die Stirn trägt drei gleich große, flache Zähne. Die Augenhöhle wird oben durch zwei Zähne, seitlich vom Exorbitalzahn und unten vom Unteraugenzahn sowie den Antennengliedern 2 und 3 begrenzt. Exorbital- und Unteraugenzahn sind durch eine tiefe breite Lücke getrennt, Unteraugenzahn und zweites und drittes Antennenglied ebenfalls. Die Augenhöhle ist tief ausgehöhlt, der lange, dünne und verkalkte Augenstiel ist frei beweglich und vollständig zurückziehbar. Die Cornea ist klein und nicht pigmentiert, die Ommatidien sind schwer auszumachen. Das erste Antennenglied ist leicht zur Seite gebogen, zweites und drittes sind ohne erkennbare Grenze verschmolzen und kaum beweglich. Die Antennenglieder 2+3 bis 5 sind zylindrisch und etwa gleich lang, die Geißel ist kurz. Borsten sind um die ganze Antenne ausgebildet. Sie bilden mit denen der gegenüberliegenden Seite einen Kanal. Die Palpe der Mandibel ist zweigliedrig, erstes und zweites Glied sind vollständig, ohne sichtbare Grenze und unbeweglich verschmolzen.[2]

Die Grenze zwischen Endostom und Epistom ist undeutlich. Die Kante des Pleuralkanals ist gut entwickelt. Das Pleon der Weibchen besteht aus sechs Somiten und dem Telson. Ein Arretiermechanismus ist funktionstüchtig. Zum Hinterleib der Männchen stand kein Material zur Verfügung.[2]

Art

Der weibliche Holotyp ist 44,2 × 39,4 mm groß. Das thorakale Sternum ist eiförmig, glatt und länger als breit. Am breitesten ist es im fünften Segment. Das dritte Segment weist zwei seitliche Erweiterungen auf, das vierte trägt eine Querreihe kräftiger Borsten in Höhe der Coxa des Scherenbeins. Die beiden Scherenbeine sind ungleich, das rechte ist gewöhnlich größer. Dactylus, Propodus, Carpus und Merus (zu den Gliedmaßenabschnitten siehe den Artikel Spaltbein) sind bis auf spärliche Körnchen glatt und mit kräftigen Borsten besetzt. Die Schneidekanten der Chela sind mit niedrigen Zähnen versehen. Die Schreitbeine sind glatt mit kräftigen Borsten. Die Dactyli sind deutlich länger als die Propodi und samtig, die des letzten Schreitbeins haben zusätzlich bauchseitig lange Borsten. Ober- und Unterkante des Merus haben lange Haare.[2]

Commons: Sphaeropeltarion edentatum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sphaeropeltarion edentatum Tavares & Cleva, 2010. In: marinespecies.org. Abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  2. a b c d Marcos Tavares, Régis Cleva: Trichopeltariidae (Crustacea, Decapoda, Brachyura), a new family and superfamily of eubrachyuran crabs with description of one new genus and five new species. In: Papéis Avulsos de Zoologia. Band 50, 2010, ISSN 0031-1049, S. 97–157, doi:10.1590/S0031-10492010000900001 (englisch, scielo.br).