Soziologiemagazin
| Soziologiemagazin
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|---|---|
| Beschreibung | Zeitschrift der Soziologie |
| Fachgebiet | Sozialwissenschaften |
| Sprache | Deutsch |
| Verlag | Verlag Barbara Budrich |
| Erstausgabe | 2008 |
| Erscheinungsweise | zweimal jährlich |
| Chefredakteur | Rotationsprinzip |
| Herausgeber | soziologiemagazin e.V. |
| Geschäftsführer | Henrik Erz; Michelle Giez; Lucas Steger; Annabell Lamberth; Catrin Mund; Daniel Bräunling; Marc Blüml[1] |
| Weblink | soziologiemagazin.de |
| ISSN (Print) | 2198-980X |
Das Soziologiemagazin ist eine deutsche Fachzeitschrift im Bereich der Soziologie, die sich vor allem an Nachwuchswissenschaftler richtet.
Geschichte und Gegenwart
Der soziologiemagazin e. V., der 2007 auf dem 1. Studentischen Soziologiekongress gegründet wurde, will eine Brücke schlagen zwischen etablierter Wissenschaft und einer kritischen, studentischen Perspektive. Studierende und Soziologieinteressierte und angehende Akademikerinnen sollen dabei die Möglichkeit erhalten, erste nachwuchswissenschaftliche Artikel zu veröffentlichen. Als Plattform dient dazu das Soziologiemagazin und der soziologieblog. Während auf dem Blog Beiträge frei und ohne Auswahlverfahren gepostet werden können, gibt es für das Magazin ein Call4Papers zu einem Schwerpunktthema. Die hier eingereichten Beiträge werden dann durch die Redaktion und den Wissenschaftlichen Beirat ausgewählt und betreut. Das Soziologiemagazin erscheint als kostenloses eJournal sowie als Print-On-Demand. Die Redaktion besteht aus Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen aus ganz Deutschland, die Redaktionsarbeit läuft größtenteils Online mit einer jährlichen Hauptversammlung in Präsenz.
Seit Oktober 2012 kooperiert der Verein mit dem Verlag Barbara Budrich, weshalb das Magazin nun im VBB verlegt wird. In diesem Zusammenhang entschied die Redaktion die Streichung „Studentisches“ aus dem Namen, sodass das Magazin fortan nur noch „Soziologiemagazin“ heißt. Inhaltliche Änderungen gehen mit der Namensänderung nicht einher.
Publikationsformen
Soziologiemagazin
Das Soziologiemagazin ist die Hauptpublikation des Vereins und erscheint in der Regel zweimal im Jahr. Den Schwerpunkt machen die von der Redaktion in zwei Review-Phasen beutreuten Einsendungen aus. Des Weiteren steuert die Redaktion ein Editorial und Literaturhinweise und Tagungstermine aus der Soziologie bei. Ergänzt wird das Heft durch unterschiedliche weitere Texte wie Interviews, Rezensionen oder Essays.[2]
Soziologieblog
Das Soziologiemagazin stellt den soziologieblog als Plattform zur Verfügung, auf der Studierende oder Nachwuchswissenschaftlerinnen eigene Beiträge veröffentlichen können. Dies können Essays, verschriftlichte Vorträge, Interviews oder kurze Artikel und Rezensionen zu Filmen und Büchern etc., vor allem aber auch eigene Reflexionen und Alltagsbeobachtungen zu soziologischen Themen sein.[3]
Soziologische Fragmente
Die Soziologischen Fragmente sind die Working Paper-Reihe des Soziologiemagazins. Es handelt sich um alleinstehende Publikationen außerhalb der regulären Heftreihe. Sämtliche Publikationen werden via Zenodo (betrieben durch das CERN) publiziert und dadurch zitierfähig archiviert.[4]
Sammelband
Im August 2020 erschien der erste durch das Soziologiemagazin herausgegebene Sammelband “Der lange Sommer der Flucht – 2015 und die Jahre danach”. Herausgeber waren Andreas Schulz und Tamara Schwertel.[5]
Bisherige Ausgaben
Reguläre Ausgaben
- Soziologie – Quo Vadis? (2008)
- Gemeinschaft und Gesellschaft (2009)
- Wahnsinn und Normalität – oder: Der ganz normale Wahnsinn? (2010)
- FreiRäume (2011)
- Tod und Sterben (1/2012)
- Wirtschaft – Arbeit – Märkte (2/2012)
- Sex, Gender, Diversity und Reifikation – (Wozu) brauchen wir (ein) Geschlecht? (1/2013)
- Kriminalität und soziale Normen – Wer weicht hier eigentlich wovon ab? (2/2013)
- Krisen und Umbrüche – Wie wandeln sich Gesellschaften? (1/2014)
- Emotionen – Wie sozial sind unsere Gefühle? (2/2014)
- Soziologie, Reflexion, Gesellschaft – Was soll Soziologie? (1/2015)
- Bildung, Wissen und Eliten. Wissen als Kapital und Ressource? (2/2015)
- Die Gesellschaft von morgen: Utopien und Realitäten (1/2016)
- Gewalt, Macht, Herrschaft – Gesellschaft total? (2/2016)
- Soziologie des Essens – Zubereitung, Konsum und Verteilung in Gegenwart und Zukunft (1/2017)
- Entfremdung – Und wovon eigentlich?! (2/2017)
- Prekäre Lebenswelten – Wie weit ist es nach unten? (1/2018)
- Konsum und Verhalten in postmaterialistischen Gesellschaften (2/2018)
- Rausch und Ekstase – Erkundungen der Spaßgesellschaft (1/2019)
- Parallele Welten – Zwischen alternativen Fakten, Lebensrealitäten und Diskursverschiebungen (2/2019)
- Paradigmenwechsel – Nach dem Ende der Geschichte ist vor dem Anfang der Geschichte (1/2020)
- Umwelt und Gesellschaft – Zwischen grenzenlosem Wachstum, Nachhaltigkeit und Artensterben (2/2020)
- Nichts als die Wahrheit – Verschwörungsglaube und konspirationistisches Denken (1/2021)
- Dechiffrierungen von Unterdrückung – Interdisziplinäre Zugänge zu Intersektionalität (2/2021)
- Die Rückkehr des starken Mannes? – Antidemokratische Dynamiken unter Beobachtung (1/2022)
- Auseinanderdriften – Polarisierung, Radikalisierung und Konflikt (2/2022)
- Was kann die Kunst – Soziologische Annäherung an politische und politisierende Potentiale künstlerischer Interventionen (01/2023)
- Gesellschaft durch Körper – Körpersoziologische Perspektiven auf das Soziale (02/2023)
- Mental Health inside Mental Hell (01/2024)
- Macht und Eigentum (02/2024)
Sonderausgaben
- Sonderheft 1: Soziale Teilhabe: Prekarität, Gerechtigkeit und Ungleichheit (2012)
- Sonderheft 2: Komplexe neue Welt. Ausgewählte Beiträge vom 3. Studentischen Soziologiekongress 2011 (2012)
- Sonderheft 3: Fürsorge Relationen. Theoretische und empirische Sichtweisen auf Care (2018)
- Sonderheft 4: Der Krieg und seine Diskurse. Ethnomethodologische Fallstudien (2019)
- Sonderheft 5: “Fördern und Fordern” im Diskurs. Einstellungen der Bevölkerung zu Hartz IV und aktivierender Arbeitsmarktpolitik (2019)
- Sonderheft 6: Von Rätseln, Widersprüchen und Reflexionsblockaden (2021)
- Sonderheft 7: Upside Down. Krisen und Chancen des Raums in der (Post-)Corona-Gesellschaft (2022)
- Sonderheft 8: Trautes Heim, Glück allein? Soziologien des Wohnens heute (2023)
Wissenschaftlicher Beirat
Der wissenschaftliche Anspruch der Redaktion wird durch den wissenschaftlichen Beirat sichergestellt. Diesem Beirat gehören an (2025): Clemens Albrecht, Birgit Blättel-Mink, Philip Dingeldey, Ulrich Bröckling, Aldo Haesler, Hubert Knoblauch, Reinhard Kreckel, Diana Lindner, Kurt Mühler, Yvonne Niekrenz, Harald Ritzau, Cornelia Schadler, Imke Schmincke, Jasmin Siri, Irene Somm, Manfred Stock, Paula-Irene Villa, Sylvia Terpe, Udo Thiedeke, Georg Vobruba, Greta Wagner, Bernhard Weicht und Ernst von Kardorff.[6]
Redaktion
Die Redaktion untersteht einer größeren Fluktuation, da die Redaktionsmitglieder aus mehrheitlich ehrenamtlich arbeitenden Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern besteht. Der Vorstand wird jährlich neu gewählt und besteht aus Vorsitz, stellvertretender Vorsitz und Finanzvorstand. Die jeweiligen Hefte werden von einem Mitglied der Redaktion als Koordinator angeleitet. Hauptaufgaben der Redaktion ist die Betreuung und Lektorat der Einsendung sowie die Gestaltung der Hefte und Heftthemen.
Sonstige Aktivitäten
Das Soziologiemagazin war auf dem 37. Kongress der DGS (Deutsche Gesellschaft für Soziologie) mit dem Thema „Routinen der Krise – Krise der Routinen“ mit einer Ad-hoc-Gruppe mit dem Schwerpunkt „Krise der Kommunikation: Wo bleibt der soziologische Diskurs?“ vertreten.[7] Im März 2017 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung einen Artikel über studentisches Publizieren, in dem neben den Magazinen 360° und dem Geschichtsportal Aventinus auch das Soziologiemagazin vorgestellt wurde.[8] Das Soziologiemagazin kooperiert außerdem auch mit anderen Nachwuchsplattformen. Auf der Tagung „Gefährdete Konstellationen. Unsichere Ordnungen und prekäres Leben“ der Deutschen Nachwuchsgesellschaft für Politik und Sozialwissenschaften (DNGPS) moderierte eine Redakteurin des Soziologiemagazins die Podiumsdiskussion „Prekäres Arbeiten (in) der Hochschule“.[9] Das Soziologiemagazin ist zudem auf den Social-Media-Plattformen „X“' und „Bluesky“ vertreten.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Der Vorstand. Archiviert vom am 24. Oktober 2018; abgerufen am 24. Oktober 2018 (Die Personalien auf der Originalseite werden laufend aktualisiert. Die Angaben im Artikel beruhen auf der archivierten Version.).
- ↑ Soziologiemagazin. In: soziologieblog. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Gastblogger*in werden! In: soziologieblog. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Soziologische Fragmente. In: soziologieblog. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Sammelbände. In: soziologieblog. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ soziologieblog.hypotheses.org. Abgerufen am 20. September 2023.
- ↑ Unser Call4Papers für die Ad-hoc-Gruppe beim DGS-Kongress 2014 zum Thema: „Krise der Kommunikation: Wo bleibt der soziologische Diskurs?“ In: soziologieblog.hypotheses.org. 12. April 2014, abgerufen am 18. Mai 2019.
- ↑ Lisa Hänel: Studentische Fachzeitschriften – Die Retter der Abschlussarbeiten. In: faz.net. 9. März 2017, abgerufen am 29. Oktober 2018.
- ↑ DNGPS e.V.: Programm der 6. Fachtagung der DNGPS. Abgerufen am 29. März 2017.