Italienische Waldspitzmaus

Italienische Waldspitzmaus
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Soricinae
Gattung: Rotzahnspitzmäuse (Sorex)
Art: Italienische Waldspitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Sorex samniticus
Altobello, 1926

Die Italienische Waldspitzmaus (Sorex samniticus) ist ein in Italien endemisches Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Das Typusexemplar stammt aus der Region Molise.[1]

Taxonomie

Untersuchungen der DNA-Sequenzen ergaben, dass die Art die Schwestergruppe zu zwei Artengruppen ist, die nach der gewöhnlichen Waldspitzmaus und der Tundra-Rotzahnspitzmaus benannt sind.[2]

Merkmale

Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 68 bis 78 mm, einer Schwanzlänge von 33 bis 45 mm und einem Gewicht von 6,5 bis 10 g ist diese Spitzmaus ein großer Gattungsvertreter. Es sind 11 bis 13 mm lange Hinterfüße vorhanden. Auf dem gesamten Rumpf kommt kastanienbraunes Fell vor, das unterseits etwas heller ist. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 52 Chromosomen (2n=52). Die Anzahl der Autosomen liegt bei 25 Paaren.[2]

Verbreitung und Lebensweise

Diese Spitzmaus ist fast auf der gesamten Apenninhalbinsel verbreitet, wo sie nur auf Salento fehlt. Sie lebt im Hügel- und Bergland zwischen 300 und 1150 Meter Höhe. Das Tier wird häufig in Buschländern, auf Waldschneisen, in der Nähe von Wasserläufen, in Straßengräben, an Zäunen, an Sümpfen und bei Steinhaufen, die Schatten und Feuchtigkeit spenden, gefunden. Dichte alte Wälder und Trockengebiete werden umgangen.[3][2]

Zwei Weibchen mit aktiven Zitzen sind aus dem Mai bekannt. Im selben Monat wurde ein selbstständiges Jungtier gefunden. Zwei andere Weibchen waren im Juni mit drei beziehungsweise sechs Embryos trächtig. Zur Nahrung, zu Aktivitätszeiten und zum sozialen Verhalten ist nichts bekannt.[2]

Gefährdung

Vermutlich wirken sich intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden negativ aus. Die IUCN listet die Art aufgrund der weiten Verbreitung als nicht gefährdet (least concern).[3]

Einzelnachweise

  1. Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Sorex samniticus).
  2. a b c d Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8 - Insectivores. Lynx Edicions, 2018, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 403 (englisch, Sorex samniticus).
  3. a b Sorex samniticus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: Amori, G. & Gazzard, A., 2023. Abgerufen am 10. Dezember 2025.