Sophie Behr

Sophie Elisabeth von Behr-Negendanck (* 7. Januar 1935 in Neubrandenburg; † 21. Februar 2015[1]) war eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin.

Leben

Sophie Behr war die Tochter des mecklenburgischen Gutsbesitzers und gefallenen Oberleutnants der Reserve Hans Jasper von Behr-Negendanck (1901–1944) und dessen Ehefrau Gertrud, geborene von Rumohr (1908–1994). Sie wuchs auf dem väterlichen Rittergut Neverin bei Neubrandenburg auf. Ihre Familie wurde 1945 enteignet und trat die Flucht nach Schleswig-Holstein an. Nach dem Abitur am Ostsee-Gymnasium Timmendorfer Strand studierte sie Englisch, Spanisch, Psychologie und Soziologie.

Sophie Behr arbeitete 16 Jahre lang als Journalistin für den Spiegel, zeitweise als Chefkorrespondentin für München, später auch für Berlin. Danach folgten Arbeiten als freie Publizistin für die Emma, den Rundfunk und weitere feministische Zeitschriften.

Sophie Behr war außerdem Mitbegründerin des Verbandes lediger Mütter, dessen Bundesvorsitzende sie von 1977 bis 1981 war.

Seit 1984 lebte sie im niederbayerischen Ruhstorf an der Rott auf dem Barhof bei Hader. Diesen entwickelte sie auch zur Gedenkstätte an die dort 1944/45 ermordeten 90 Zwangsarbeiterkinder.

Politik

Björn Engholm berief Sophie Behr für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1983 in sein Schatten-Regierungsteam.[2]

Werke

  • mit Helga Häsing: Ich erziehe allein. Problemlösungen und Ermunterungen für die Erziehung ohne Partner. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1980, ISBN 3-940445-90-8.
  • Riecher Innerungen. Eigenverlag, Passau 1991, ISBN 3-499-17373-5.
  • Ida & Laura. Once more with feeling. Roman. Helmer, Königstein/Taunus 1997, ISBN 3-927164-57-7.
  • Reisen, speisen, grausam sein. Erzählung. Helmer, Königstein/Taunus 2007, ISBN 978-3-89741-232-3.
  • Inselgeschichten. Eigenverlag, Ruhstorf 2009, ISBN 978-3-940445-76-6.
  • Barhof. Eigenverlag, Ruhstorf 2007, ISBN 978-3-940445-09-4.
  • Sophie Behr (?). Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2004; abgerufen am 7. April 2015.

Einzelnachweise

  1. Todesanzeige (Memento vom 15. April 2015 im Internet Archive)
  2. Schleswig-Holstein: Quer zum Kurs. In: Der Spiegel. Nr. 10, 1983 (online).