Sonny Landham

William M. „Sonny“ Landham (* 11. Februar 1941 in Canton, Cherokee County, Georgia; † 17. August 2017 in Lexington, Kentucky[1]) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben

Landham wurde 1941 als Nachfahre von Cherokeeindianern in Canton geboren. Nach seiner Schulzeit trat er in die Armee ein, aus der er nach drei Jahren unehrenhaft entlassen wurde. Landham war dreimal verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.[2]

Am 19. September 2006 wurde er in Ashland, Kentucky bei einem Autounfall so schwer verletzt, dass ihm beide Beine amputiert werden mussten.

Wegen Belästigung seiner Ehefrau – die Ehe war in Scheidung begriffen – verbrachte er von 1998 bis 2001 drei Jahre im Gefängnis.

Landham starb am 17. August 2017 im Alter von 76 Jahren an Herzinsuffizienz.[3][4]

Schauspielkarriere

Landham studierte zwei Jahre lang Schauspiel am Pasadena Playhouse, bevor er 1968 nach New York zog, um dort eine Schauspielkarriere zu verfolgen. Zu Beginn seiner Laufbahn spielte Landham aus finanziellen Gründen in Pornofilmen, unter anderem in Die privaten Nachmittage der Pamela Mann, mit. Anschließend etablierte er sich als Mainstream-Filmschauspieler und wirkte in einer Reihe von Hollywood-Filmen mit, darunter 1979 in Walter Hills kontroversem Bandenkriegsfilm Die Warriors. Hill engagierte ihn einige Jahre später für Die letzten Amerikaner und seinen Erfolgsfilm Nur 48 Stunden. 1987 war er neben Arnold Schwarzenegger im Actionfilm Predator zu sehen. Landham war äußerst muskulös und spielte deshalb vor allem in Actionfilmen mit, unter anderem in Action Jackson (1988) und Lock Up (1989).

Politik

Landham schloss sich der Republikanischen Partei an und kandidierte 2002 für das Amt des Gouverneurs von Kentucky. 2003 verkündete er jedoch seinen Rückzug von der Kandidatur.[5] Ebenfalls erfolglos war sein Bemühen, 2004 in den Senat von Kentucky gewählt zu werden.

Sonny Landham sprach auch 2005 bei einer Versammlung des rassistischen Council of Conservative Citizens. Im Frühjahr 2006 wurde Landham als Ehrenmitglied in die Verbindung Alpha Sigma Phi der American University aufgenommen.

Am 25. Juni 2008 erklärte Landham seine Kandidatur für den US-Senat. Er wollte als Kandidat der libertären Libertarian Party antreten.[6] Am selben Tag forderte er den Genozid an den Arabern, die er als Kamelscheißeschipper, Lappenköpfe und Kameljockeys bezeichnete. Diese antiarabischen und menschenverachtenden Kommentare machte er in einem Interview der Radiosendung The Weekly Filibuster.[7] Drei Tage später stimmten die Libertären Kentuckys einheitlich dafür, Landhams Kandidatur zurückzunehmen, da seine Ansichten nicht mit ihren Wertvorstellungen übereinstimmten.[8]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Erin Nyren: ‘Predator’ Actor Sonny Landham Dies at 76. In: Variety. 18. August 2017, abgerufen am 13. November 2025 (amerikanisches Englisch).
  2. Sonny Landham - Biografie. Abgerufen am 13. November 2025 (deutsch).
  3. Mit 76 Jahren - „Predator“-Star Sonny Landham ist tot. 19. August 2017, abgerufen am 13. November 2025.
  4. Tod von kontroversem "Predator"-Star: Herzversagen mit 76! 19. August 2017, abgerufen am 13. November 2025 (deutsch).
  5. Sage Koontz: Sonny Landham calls for genocide of all Arabs and Muslims. Transkript eines Interviews mit Sonny Landham für The Weekly Filibuster auf Independent Political Report, 26. Juli 2008, abgerufen am 19. August 2017 (englisch).
  6. Mary Grace Lucas: Tough-guy actor eyes Senate seat. CNN, 26. Juni 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2017; abgerufen am 19. August 2017 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/politicalticker.blogs.cnn.com
  7. Sonny Landham calls for genocide of all Arabs and Muslims. Independent Political Report, 19. August 2017, abgerufen am 19. August 2017 (englisch).
  8. Libertarians drop Sonny Landham. Independent Political Report, 28. Juli 2008, abgerufen am 19. August 2017 (englisch).