Sonja Mikkelsen

Sonja Alice Dahl Mikkelsen (* 20. Juni 1955 in Bedsted, Thy) ist eine dänische Politikerin der Socialdemokraterne, die unter anderem von 1981 bis 1984, von 1987 bis 1988 sowie von 1990 bis 2001 Mitglied des Folketing sowie zwischen 1998 und 2000 Verkehrsministerin und 2000 Gesundheitsministerin war.

Leben

Sonja Alice Dahl Mikkelsen, Tochter des Arbeiters Kristian Mikkelsen und der Haushaltshilfin Margith Mikkelsen, begann nach dem Besuch der Bedsted Centralskole und des Thisted Gymnasiums 1975 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Aarhus, welches sie 1981 beendete. Während des Studiums begann sie ihr politisches Engagement in der Sozialdemokratischen Jugendorganisation DSU (Danmarks Socialdemokratiske Ungdom) und war von 1976 bis 1977 zuerst Schatzmeisterin und daraufhin zwischen 1978 und 1980 Vorsitzende der DSU der Aarhus Kommune. Zeitgleich gehörte sie zwischen 1976 und 1980 verschiedener nationalen Ausschüsseb als Mitglied an und fungierte von 1977 bis 1978 als Reisesekretärin des nationalen Verbands der DSU. Außerdem arbeitete sie zugleich von 1979 bis 1981 als Büroassistentin in der Kulturverwaltung der Aarhus Kommune und gehörte zwischen 1979 und 1987 dem Repräsentantenrat des Verbandes der Handels- und Bürokaufleute HK (Handels- og Kontorfunktionærernes Forbund) in Aarhus an.

Sonja Mikkelsen wurde am 8. Dezember 1981 für die Sozialdemokratische Partei (Socialdemokraterne) erstmals Mitglied des Folketing und vertrat bis zum 9. Januar 1984 den Wahlkreis „Århus Amtskreds“. Daneben engagierte sie sich zwischen 1982 und 1987 als Mitglied des Vorstands des Krisenzentrums für weibliche Gewaltopfer (Krisecentret for Voldsramte Kvinder) in Aarhus und von 1983 bis 1991 als Mitglied des Hauptvorstands der Genossenschaftlichen Arbeiter-Wohnungsbaugesellschaft AAB (Arbejdernes Andels-Boligforening), deren Vorsitzende sie zwischen 1988 und 1991 war. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Parlament arbeitete sie von 1984 bis 1988 als Assistentin und Angestellte im Wirtschaftsbüro sowie 1988 als Angestellte in der Finanzverwaltung der Aarhus Kommune wurde. Als Vertreterin von Lissa Mathiasen[1] war sie vom 29. März bis zum 4. April 1985 sowie als Vertreterin von Svend Auken[2] zwischen dem 5. November und dem 9. Dezember 1985 für den Wahlkreis „Århus Amtskreds“ jeweils stellvertretendes Folketing-Mitglied.

Sie war als Vertreterin von Christian Kelm-Hansen[3] vom 26. Mai bis zum 1. Juni 1986 und erneut zwischen dem 26. Mai und dem 2. Juni 1987 für den Wahlkreis „Århus Amtskreds“ abermals stellvertretendes Folketing-Mitglied. Am 8. September 1987 wurde sie für den Wahlkreis „Århus Amtskreds“ wiederum Mitglied des Folketing, dem sie nunmehr bis zum 9. Mai 1988 angehörte. Gleichzeitig gehörte sie von 1987 bis 1988 dem Eisenbahnrat (Jernbanerådet) als Mitglied an.[4] Sie vom 5. Oktober bis zum 30. Oktober 1989 als Vertreterin von Karl Hjortnæs[5] für den Wahlkreis „Århus Amtskreds“ erneut stellvertretendes Folketing-Mitglied. Am 12. Dezember 1990 wurde sie für den Wahlkreis „Århus Amtskreds“ wieder Mitglied des Folketing, dem sie jetzt bis zum 20. November 2001 angehörte. 1991 schloss sie ein Diplomstudium der Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre an der Aarhus School of Business ab und fungierte sie zwischen 1993 und 1998 als forschungs- und IT-politische Sprecherin der Sozialdemokraten und war von 1993 bis 1997 Mitglied sowie im Anschluss zwischen 1997 und 1998 stellvertretendes Mitglied des Straßenverkehrsrates (Vejtransportrådet). Darüber hinaus war sie von 1993 bis 1998 stellvertretendes Mitglied des Personenverkehrsrates (Persontrafikrådet ) sowie von 1994 bis 1997 Mitglied des Repräsentantenrates und zwischen 1997 und 1998 Vorstandsmitglied von SAS Scandinavian Airlines Danmark.

Im Anschluss wurde Sonja Mikkelsen am 23. März 1998 als Verkehrsministerin (Trafikminister) in die Regierung Poul Nyrup Rasmussen IV berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 23. Februar 2000, woraufhin Jacob Buksti[6] ihre Nachfolge antrat. Im Rahmen dieser Regierungsumbildung löste sie wiederum am 23. Februar 2000 Carsten Koch als Gesundheitsministerin (Sundhedsminister) ab und verblieb auf diesem Posten bis zum 21. Dezember 2000.[7] Sie ist seit 2001 Vorstandsvorsitzende der Egmont Højskolen, eine Volkshochschule mit besonderer Ausrichtung für Menschen mit Behinderungen in der Odder Kommune, und des Weiteren seit 2012 auch Vorstandsvorsitzende des Skanderborg-Odder Zentrums für Bildung (Skanderborg-Odder Center for Uddannelse).

Veröffentlichung

  • Forskningens politik, („Forschungspolitik“), Mitautorin, 1984

Einzelnachweise

  1. Lissa Mathiasen (S). In: Folketing. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (dänisch).
  2. Svend Auken (S). In: Folketing. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (dänisch).
  3. Christian Kelm-Hansen (S). In: Folketing. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (dänisch).
  4. Der Eisenbahnrat war ein Beratungsgremium, das unter anderem Stellungnahmen zu Vorschlägen für neue Eisenbahnen in Dänemark abgab sowie von 1886 bis 1893 und erneut von 1915 bis 2001 bestand.
  5. Karl Hjortnæs (S). In: Folketing. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (dänisch).
  6. Jacob Buksti (S). In: Folketing. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (dänisch).
  7. Regeringen Nyrup Rasmussen 4 (Memento vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)