Sonja Dinner
Sonja Dinner (* 25. Oktober, Geburtsjahr unbekannt, in Basel) ist eine schweizerische Unternehmerin und Philanthropin. Sie ist Gründerin und Präsidentin der Stiftung The DEAR Foundation sowie der Schwesterstiftung The DEAR Foundation – Solidarité Suisse. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Förderung von Frauen und Kindern in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Selbstbestimmung sowie auf Armutsbekämpfung in der Schweiz und weltweit.[1][2]
Leben
Sonja Dinner stammt aus Basel und ist Bürgerin von Hedingen (ZH).[3] Sie lebt in Rudolfstetten-Friedlisberg (AG).[3] Nach einer Tätigkeit als IT-Unternehmerin wechselte sie 2006 in die philanthropische Arbeit.[2]
Unternehmerische und philanthropische Tätigkeit
PC Consult WKP
Dinner führte in den 90er-Jahren die PC Consult WKP AG (WKP stand für Wickert Kleeb & Partner) und verkaufte sie im Januar 2001.[4]
The DEAR Foundation
Im Jahr 2006 gründete Dinner die gemeinnützige Stiftung The DEAR Foundation in Affoltern am Albis.[2] Die Stiftung zählt zu den grösseren Vergabestiftungen der Schweiz und fördert Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen, Kindern und Menschen mit Behinderungen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Russland und im Nahen Osten.[2]
Für ihr Engagement erhielt sie 2013 den „International Teddy Kollek Award“.[5]
DearYou.org (vormals DearMamma)
Nach dem Tod einer engen Freundin an Brustkrebs im Jahr 2006 initiierte Dinner das Präventionsprojekt DearMamma, mit dem Ziel, Frauen weltweit über Brustkrebs aufzuklären und Früherkennung zu fördern.[2] Das Projekt nutzt eine mehrsprachige App und richtet sich gezielt auch an Frauen ohne Lesefähigkeit mittels Audio- und Bildinformationen.[2]
Im Herbst 2025 wurde die App DearMamma überarbeitet und zur App für Frauengesundheit mit einem Perioden-Tracker und Stimmungstracker erweitert.[6]
The DEAR Foundation – Solidarité Suisse
Im Zuge der COVID-19-Pandemie gründete Dinner 2020 die Stiftung The DEAR Foundation – Solidarité Suisse, um Menschen und Unternehmen in der Schweiz zu unterstützen, die durch die Krise in finanzielle Not geraten waren.[3][7] Die Stiftung bietet Soforthilfe, unterstützt Umschulungen – etwa in Pflegeberufen – und arbeitet mit Berufs- und Branchenverbänden zusammen.
Positionen
Dinner fordert, dass Entwicklungszusammenarbeit unternehmerisch, effizient und langfristig gestaltet wird.[2] Sie kritisiert kurzfristige Hilfsprogramme und spricht sich für «Hilfe zur Selbsthilfe» aus. Zudem thematisierte sie die moralische Verantwortung von Führungskräften und forderte mehr Integrität in Wirtschaft und Politik.[8]
Weitere Mandate
Im Jahr 2023 wurde Dinner in den Vorstand der American Friends of Hand in Hand: Center for Jewish‑Arab Education in Israel berufen.[9]
Auszeichnungen
- International Teddy Kollek Award (2013), verliehen von der Jerusalem Foundation in Anerkennung ihres Engagements für Frieden und Zusammenleben in Jerusalem.[10]
Weblinks
- Website The DEAR Foundation
- The DEAR Foundation bei Solidarité Suisse
- Website DearYou-App
- Interview Sonja Dinner bei Blick.ch, 13. Oktober 2020.
Einzelnachweise
- ↑ Profil von Sonja Dinner. In: LinkedIn. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ a b c d e f g Sonja Dinner – Herausforderungen bezüglich Migration und Entwicklungshilfe. In: Xecutives.net. 5. November 2018, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ a b c Eintrag «Dinner, Sonja, von Hedingen …» In: Zefix. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Sonja Dinner kauft Heyde Schweiz zurück. In: Swiss IT Media GmbH. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Annual Report 2013. In: Jerusalem Foundation. 2013, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Health starts with you. In: Dear You. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Die Charitylady kämpft für die Schweiz. In: Schweizer Illustrierte. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Sonja Dinner: «Manche Topmanager leben in einer Parallelwelt». In: Kath.ch. 28. Januar 2022, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Sonja Dinner – American Friends of Hand in Hand Board of Directors. In: Hand in Hand. 2023, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Greer Fay Cashman: Grapevine: Growing legacy. In: The Jerusalem Post. 11. April 2013, abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).