Soléa Garcia-Fons
Soléa Garcia-Fons (* 1993) ist eine französische Schauspielerin und klassische Sängerin, Komponistin und Liedtexterin.
Leben und Wirken
Garcia-Fons, deren Vater der Kontrabassist Renaud Garcia-Fons ist, begann im Alter von fünf Jahren mit Hornunterricht am Konservatorium von Marseille, bevor sie mit zwölf Jahren in die Chorschule des Konservatoriums eintrat. Zwischen 2006 und 2011 absolvierte sie eine Ausbildung in traditioneller, Welt- und zeitgenössischer Musik an der Musikschule Les Glottes Trotters in Paris bei Martina A. Catella. Bereits als Jugendliche wirkte sie an zahlreichen Konzerten traditioneller Musik mit, unter anderem mit Esma Redzepova, Lucilla Galeazzi, Angélique Ionatos und Titi Robin. 2011 trat sie außerdem vor der Europäischen Kommission in Brüssel auf. Parallel dazu absolvierte sie über viele Jahre eine Ausbildung in klassischem, zeitgenössischem, Jazz- und Flamenco-Tanz. Von 2010 bis 2018 studierte sie Gesang am Konservatorium des 18. Arrondissements von Paris bei Sophie Hervé und von 2018 bis 2020 am Conservatoire de Gennevilliers, wo sie das DEM (Diplom für Musikalische Studien) erwarb. Von 2011 bis 2014 studierte sie zudem Theaterwissenschaften an der Universität Paris VIII, wo sie mit dem Bachelor abschloss.[1]
Garcia-Fons trat mehrfach in Theaterstücken und Opern auf, unter anderem als Adela in „Das Haus von Bernarda Alba“ von García Lorca, als Frasquita in Georges Bizets „Carmen“ und als Gretel in Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Sie war als Solosängerin in verschiedenen Theaterproduktionen zu erleben, etwa in Saverio La Ruinas Stück „Arrange-toi“ am Théâtre National Populaire in Villeurbanne und in dem Stück „D’où je vois le monde“, sowohl am Théâtre de la Madeleine in Troyes als auch auf Tournee durch mehrere französische Städte. Für dieses Stück komponierte sie gemeinsam mit Uriel Barthélémy die Bühnenmusik.[1] Mit ihrem Vater trat sie 2025 zusammen in dessen Programm Blue Maqam (wie auch auf der gleichnamigen CD) auf und steuerte auch Liedtexte bei.[2][3][4]
2014 komponierte und sang Garcia-Fons den Titelsong für den Film „Être“ von Fara Sene.[1] Auch ist sie als Solistin im Titelsong der Radiosendung „Les racines du ciel“ auf France Culture sowie auf den Alben Canta Frida Kahlo von Angélique Ionatos und Cinematic Double Bass von Renaud Garcia-Fons[5] zu hören.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Solea Garcia-Fons. In: spectable.com. Abgerufen am 17. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Sophie Chambon: Renaud et Solea Garcia-Fons dans Blue Maquam à St. Rémy de Provence. In: Jazz Magazine. 19. September 2025, abgerufen am 17. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Happy Time : Junior Mance, Solea Garcia-Fons, Eric Bibb, Majid Bekkas et d'autres. In: Radio France. 14. Januar 2025, abgerufen am 17. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Bernard Lefèvre: Renaud Garcia-Fons Blue Maquam. In: jazzhalo.be. 2025, abgerufen am 17. Dezember 2025 (niederländisch).
- ↑ Werner Stiefele: Cinematic Double Bass Renaud Garcia-Fons. In: Rondo. 31. Dezember 2013, abgerufen am 17. Dezember 2025.