Software Competence Center Hagenberg

Software Competence Center Hagenberg GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung, COMET-K1 Zentrum
Gründung 1999
Sitz Hagenberg i.Mkr. (Softwarepark) und an der JKU im OIC
Leitung Markus Manz, Rick Rabiser
Mitarbeiterzahl ca. 130
Branche Forschung
Website www.scch.at

Die Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH) ist ein unabhängiges Forschungszentrum in den Bereichen Software Science und Data Science in Österreich und zählt zu den Beteiligungsgesellschaften der Upper Austrian Research GmbH, der Leitgesellschaft für Forschung des Landes OÖ. Seit der Gründung des SCCH als Spin-off durch die Johannes Kepler Universität (JKU) im Jahr 1999 setzt das COMET K1-Kompetenzzentrum auf anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung im Softwarepark Hagenberg. Im Mittelpunkt stehen Data & Software Science. Die enge Kooperation mit Partnern aus der Wissenschaft, insbesondere mit dem Gründungspartner JKU sowie mit zahlreichen namhaften Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie, macht das SCCH zu einem Paradebeispiel für eine gut funktionierende Ausrichtung entlang der ‚Innovation Chain‘ Bildung, Forschung und Wirtschaft. Das SCCH hat seine Schwerpunkte sowohl in Software für die Produktion, als auch in den Daten, die durch die lernenden Systeme eine immer größere Rolle spielen. Ohne diese Kombination an Schwerpunkten ist Industrie 4.0 nicht denkbar. Das COMET-Zentrum Software Competence Center Hagenberg wird im Rahmen von COMET – Competence Centers for Excellent Technologies[1] durch BMVIT, BMK und Land Oberösterreich gefördert. Das Programm COMET wird durch die FFG abgewickelt.

Geschichte

Das Software Competence Center Hagenberg wurde im Juli 1999 im Rahmen des Kplus Kompetenzzentren-Programms, dem österreichischen Regierungsprogramm für Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft, von fünf Instituten der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) gegründet.

Gründungsinstitute:

  • RISC – Research Institute for Symbolic Computation (Institut für Symbolisches Rechnen, Bruno Buchberger)[2]
  • Institut für Wirtschaftsinformatik (heute Software Engineering, Gustav Pomberger)[3]
  • FLLL – Institut für wissensbasierte, mathematische Systeme und Fuzzy Logic Labor Linz-Hagenberg (Erich Peter Klement)[4]
  • FAW – Institut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (Roland Wagner)[5]
  • Institut für Industriemathematik (Heinz Engl)[6]

Das Software Competence Center Hagenberg befindet sich im Business Campus One in Hagenberg im Mühlkreis.

Organisation und Aufgaben

Das Software Competence Center Hagenberg ist ein Zusammenschluss von Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Wirtschaftsförderung der Landesebene zu einer Forschungseinrichtung in den Bereichen Software Science und Data Science. Die Besitzverhältnisse verteilen sich:[7]

  • Upper Austrian Research GmbH: 33,33 % (Forschungsholding des Landes Oberösterreich)
  • Johannes Kepler Universität Linz: 33,33 %
  • Verein der Partnerfirmen des Software Competence Center: 33,33 %

Wissenschaftliche Vernetzung besteht u. a. mit der Czech Technical University Prag, Universidad de Castilla-La Mancha, FH OÖ Forschungs- und Entwicklungs GmbH, SBA Research, Universität Innsbruck, Universität Klagenfurt, Universität Passau.[8] An der Johannes Kepler Universität Linz besteht enge Vernetzung mit den Gründerinstituten RISC, FLLL, FAW, SWE, und mit den Instituten für Systemsoftware (SSW),[9] und für Bioinformatik[10].

Unternehmenspartner sind etwa voestalpine, TRUMPF Maschinen Austria, Siemens Transformers Austria, KEBA AG, Fronius International GmbH, PKE Holding AG, STIWA Holding GmbH, Track Machines Connected GmbH, KTM Innovation GmbH.[11]

Kompetenzbereiche

Das Software Competence Center Hagenberg konzentriert sich in seiner anwendungsorientierten Forschung auf die beiden Standbeine Data Science und Software Science.

In Data Science werden Daten in Wissen umgewandelt. Dabei wird die datengetriebene Modellierung für datenintensive Anwendungen wie Fehlerdiagnose, Qualitätsprüfung, vorausschauende Wartung, Prozessverständnis und Prozessoptimierung genutzt. Die Forschung in Data Science verwendet maschinelles Lernen in Kombination mit der mathematischen Modellierung – die auf der Signal- und Bildverarbeitung, der Spieltheorie und Optimierung – basiert.

  • Forschungsthemen sind: Computer Vision, Deep Learning, Prognoseverfahren, Machine Learning, Datenanalysen, Künstliche Intelligenz

Software Science am SCCH umfasst Software-Design, Software-Engineering und Software-Analyse zur Software-Wartung und Weiterentwicklung langlebiger, softwareintensiver, nicht herkömmlicher Softwaresysteme, z. B. in der industriellen Automatisierung. Die Methodik, auf der die Forschung basiert ist die Extraktion von Wissen aus Software-Artefakten (z. B. Quellcode, Konfigurationsdateien, Testfälle, Kommentare), statische Programmanalyse und Testautomatisierung.

  • Forschungsthemen sind: Secure Software Analytics, Software Tests, Human-Centered Software Engineering, Code-Extraction, Software-Qualität

Einzelnachweise

  1. Aktuell geförderte COMET-Zentren (K1). ffg.at, abgerufen am 11. Mai 2020.
  2. RISC - Research Institute for Symbolic Computation – JKU
  3. Software Engineering Group @ JKU
  4. Department of Knowledge-Based Mathematical Systems – JKU
  5. Institut Für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung - JKU
  6. Institut für Industriemathematik – JKU
  7. Software Competence Center Hagenberg GmbH in Hagenberg. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  8. Wissenschaftliche Partner. scch.at, abgerufen am 11. Mai 2020.
  9. Institut für Systemsoftware - JKU
  10. Institute of Bioinformatics - JKU
  11. Partnerunternehmen. scch.at, abgerufen am 11. Mai 2020.

Koordinaten: 48° 22′ 8,6″ N, 14° 30′ 50,8″ O