Socorro Gutiérrez

María del Socorro Gutiérrez Martínez (geboren in Mexiko-Stadt) ist eine feministische Radiomoderatorin[2], Literatur- und Kulturwissenschafterin, Journalistin, Schauspielerin, Produzentin, Drehbuchautorin und Musikproduzentin. Sie war Mitglied der Gruppe „Autónomo de Mujeres Universitarias“ (GAMU)[3] und Gründerin des „Núcleo Feminista“ (Feministischer Kern) derselben Organisation an der Fakultät für Höhere Studien Acatlán der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM). Es gelang ihr, Studiengruppen zum Thema soziale und wirtschaftliche Ungleichheit von Frauen zu initiieren.

Sie begann als Erste im privaten Hörfunk mit der Werbung für die Verwendung von Kondomen und die Prävention des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV), als dieses Thema noch tabu war,[4] und lüftete den Vorhang hinter der 68er-Bewegung, wobei ihre Äußerungen Ende der 1980er Jahre als systemkritisch galten.[2] Beispielsweise führte das erworbene Immunschwächesyndrom in Costa Rica zu Maßnahmen gegen die Menschenrechte.[5]

In den Medien integrierte sie den feministischen Diskurs in ihre Aktivitäten und trug zur Ausbildung von weiblichen Führungskräften im Universitätsprogramm für Gender Studies (PUEG) bei, das heute als Zentrum für Genderforschung und -studien[6] bekannt ist.[7]

Biografischer Überblick

Werdegang und Studium

Tochter von Jesús Gutiérrez Avendaño, Geschichtenerzähler, Künstler und Arbeiter, und Manuela Martínez Ramírez, gebürtig aus dem „Pueblo Mágico“ (magischen Dorf) El Oro, Mexiko. Ihr Interesse an Legenden und urbanen Geschichten führte sie zum Studium der kulturellen Kartografie. Die mündliche Literatur und das Interesse der Forscherin an den Kommunikationsmedien haben ihren Ursprung in den mexikanischen Filandones.

Sie gehört zur letzten Generation von Schülern des Antiguo Colegio de San Ildefonso, Escuela Nacional Preparatoria. Sie schrieb sich an der Fakultät für Höhere Studien Acatlán (UNAM) für den Studiengang Hispanische Sprache und Literatur ein. Sie bestand die staatliche Prüfung für Radio und Fernsehen des Bildungsministeriums und erhielt die Lizenz als Rundfunksprecher. In Spanien absolvierte sie den Master ELE (Master-Studiengang „Unterricht von Spanisch als Fremdsprache“) an der Universidad Internacional Menéndez Pelayo (UIMP). Sie promovierte in Philosophie am Lateinamerikanischen Institut der Freien Universität Berlin (FU Berlin).

Aktiver Feminismus

Die Autonome Gruppe der Universitätsstudentinnen (GAMU) wurde am 19. Februar 1979 mit Kerngruppen in jeder Fakultät der UNAM gegründet. Bald darauf entstanden zahlreiche feministische Mitglieder der GAMU in verschiedenen Bundesstaaten der mexikanischen Republik. Socorro Gutiérrez nahm an der Nationalen Front für die Befreiung und die Rechte der Frauen (FNALIDM) teil, an der die GAMU als konsolidierte Organisation teilnahm.[8]

Im Oktober 1979 gründete sie die GAMU-FES Acatlán. Die Gruppe bestand aus Studentinnen verschiedener Fakultäten; auf den ersten Aufruf hin kamen etwa hundert Frauen zusammen, um die Ungleichheit der Frauen zu analysieren, mit dem Ziel, theoretische Argumente gegen die Diskursen zu entwickeln, die ihre Forderungen negierten. Als Studentinnen schlugen sie eine analytische Sprache aus den Bereichen Wirtschaft, Soziologie, Geschichte und Literatur vor, um die Argumente gegen den Feminismus und das Recht auf freie und freiwillige Mutterschaft zu diskutieren – Rechte, die in anderen Jahrzehnten selbstverständlich waren, in den 1980er Jahren jedoch nicht. Die Theorie war von grundlegender Bedeutung.

Sie schließt sich der Frauenbewegung an, die den Feminismus an den Universitäten der 1980er Jahre prägt; es beginnt die Zeit der doppelten Mitgliedschaften. Einige Mitglieder der Grupo Autónomo de Mujeres Universitarias (GAMU) gehören einer anderen politischen Partei an,[9] andere keiner. Die Unabhängigkeit der Organisation hat für ihre Mitglieder Priorität. Sie engagiert sich in der Partido Mexicano de los Trabajadores (PMT) zusammen mit dem Ingenur: Heberto Castillo.

Auf die Frage des selbstreflexiven, nicht unterzeichneten Leitartikels der Triple Jornada aus dem Jahr 1999:

„Wo ist all diese Begeisterung geblieben, all diese Energie und diese bedeutende Präsenz, die davon träumte, alles zu erfassen, alles zu verändern? Sind es Jugendträume, die der pragmatische Realismus des ausgehenden Jahrhunderts eingeschränkt und institutionalisiert hat, oder eine noch ausstehende Möglichkeit?“[10]

Gutiérrez beschließt, die Geschichte wieder aufleben zu lassen und die Chronik der Erinnerung zu erzählen. Die Autonome Gruppe der Universitätsstudentinnen war die größte und erfolgreichste Vereinigung der 1980er Jahre. Das Jahr ihrer Gründung wird für die Journalistin fortan ihr Geburtsdatum sein. Zusammen mit ihren Kolleginnen engagierte sie sich im gesamten Universitäts- und Gymnasialbereich und unterstützte die Projekte ihrer Kolleginnen auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

"Nach einem langen Prozess, der die Anstrengungen und Entschlossenheit von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen der Fakultät für Psychologie erforderte und dessen Vorläufer die Gründung der Autonomen Gruppe der Universitätsstudentinnen (GAMU) war, die 1979 ihre Situation analysierte und sich zunächst zum Ziel gesetzt hatte, ein feministisches Bewusstsein zu schaffen, wurde am 9. April 1992 das Universitätsprogramm für Gender Studies (PUEG) in der Koordinationsstelle für Geisteswissenschaften der Universität gegründet.“[11]

Socorro Gutiérrez hat immer und überall gesagt: Solange eine Gamusa lebt, wird es GAMU geben.

Die sogenannten Gamusas, die als die Generation der in der Zeit der Gegenkultur der 1960er Jahre Geborenen katalogisiert wurden, gehörten verschiedenen Universitäten des Landes, Fakultäten, Gymnasien und Mittel- und Hochschulen an und trugen dazu bei, die Ideen des Feminismus sowohl im universitären Bereich als auch in anderen Bereichen der Gesellschaft zu verbreiten. Viele ihrer Namen sind kaum noch in Erinnerung. Die ursprüngliche Idee ihrer Gründung war, dass die Studentinnen nach ihrem Abschluss weiterhin Aktionen zugunsten der Frauenrechte verbreiten und durchführen sollten; sie glaubten, dass sie als Fachfrauen andere Frauen bei der Suche nach Gleichberechtigung beraten und begleiten könnten. Zur wirtschaftlichen Arbeitsteilung kamen noch weitere Bemühungen hinzu: Einige gründeten NGOs, andere beteiligten sich an der Gründung verschiedener sozialer Organisationen. Socorro Gutiérrez verbreitete die Ideen des Feminismus in den Medien, um den Samen zum Blühen zu bringen.[9]

Die Autonome Gruppe der Universitätsstudentinnen war Teil der zweiten Welle der mexikanischen Frauenbewegung; sie förderte die Stärkung und Ausbildung weiblicher Führungskräfte. Die anfänglich kleine Gruppe wuchs. Die politische Bildung fand auf hohem universitärem Niveau statt. Entsprechend dem Studiengang der Teilnehmerinnen war der Diskussionspunkt die Ungleichheit der Chancen in allen Bereichen, ihre Ursachen, ihre Folgen und Möglichkeiten zu ihrer Beseitigung. Die Vision der zukünftigen Fachfrauen und ihre Art, den Feminismus in ihrer Arbeit zu verbreiten, brachte ihnen den Namen „Speerspitze der feministischen Bewegung“ ein. Ironie war nicht angebracht, man verlangte von ihnen, Super Girls zu sein: zu studieren, zu kämpfen, zu arbeiten, einen Abschluss zu machen und die Forderungen der Frauen zu verteidigen. Wenn sie das nicht schafften, galten sie als rückständig, inkonsequent oder unentschlossen.[12]

Eine neue Welle brachte mit der Gründung der GAMU eine neue Lebensweise und einen neuen Lebensstil im studentischen und sozialen Bereich mit sich. Die Journalistin Aleyda Aguirre griff Ende der 90er Jahre in einem Artikel die Aussagen von Esperanza Brito, der Direktorin der Zeitschrift FEM, auf, um über die ungelösten Probleme der Gewalt gegen Frauen zu sprechen.

„Socorro Gutiérrez, die Mitglied der GAMU war, stimmte Britos Aussagen zu und fügte hinzu, dass die Frauen in eine 'Unmittelbarkeit' verfallen sind und sich nicht organisieren wollen”.[13]

Die verschiedenen Strömungen des Feminismus und dessen Krise angesichts des Vormarsches des Konservatismus veranlassen sie zu Beginn des neuen Jahrhunderts zu den Worten in Aguirres Zeitungsartikel, die sich mit dem Aufkommen neuer feministischer Gruppen an verschiedenen Universitäten und in anderen Bereichen ändern werden.[14] Zehn Jahre später schrieb sie eine retrospektive literarische Chronik über die GAMU in der Zeitschrift Parteaguas: „Noche de lluvia“ (Regennacht).[15][16] Ein Text voller Nostalgie, der den Zeitgeist widerspiegelt.

„Die Autonome Gruppe der Universitätsstudentinnen ist die Stunde des militanten, universitären, straßenorientierten, wütenden Feminismus, der sich allen Avantgarden verpflichtet fühlt. Die Speerspitze der feministischen Bewegung in den 80er Jahren. Die Avantgarde ohne Gehalt.“[15]

Die literarische Ausbildung der Journalistin und Rundfunksprecherin motivierte sie dazu, Kultur über private Medien zu verbreiten. Sie war der Meinung, dass kulturelle Kreise mithilfe von Musik auf den Rest der jungen Bevölkerung ausgeweitet werden sollten. Die Schriftstellerin und Journalistin Elena Poniatowska erinnert sich in einem Interview mit Socorro Gutiérrez an diese Zeit und spricht über deren Bedeutung.[17]

„Dieses ganze Phänomen der Jugend erreichte die Medien, diese ganze Erfahrung wurde in die Mikrofone übertragen und brachte nicht nur den Feminismus voran, sondern auch die große Welle des Rock, der Poesie und der libertären Frauenrechtsbewegung, die den Núcleo Radio Mil der damaligen Zeit ins Leben rief. So unglaublich es auch scheinen mag, die Werbetreibenden weigerten sich jedoch, Werbung zu schalten, weil sie nicht an ein Projekt glaubten, das nur Frauen und Rockmusik umfasste.“[17]

Das von Frauen moderierte Radio

Die Medien waren für die Fachfrau eine Möglichkeit, feministische Ideen zu verbreiten. 1989, nach einem Interview mit Joaquín Joubert, wurde sie als Moderatorin bei XEPH Espacio 59, Núcleo Radio Mil, während des Booms von Rock en tu Idioma eingestellt, bis kurz nach der Programmänderung und der Umwandlung in: La Pantera. Der Sender wurde am 5. Juli 1987 neu gegründet und wurde am 1. Januar 1990[18] in Radio 590 umgewandelt, bis er am 1. Juli desselben Jahres seinen Namen Pantera zurückerhielt.[19]

„[...] Das Unternehmen plant ein neues Format, und das Einzige, was die Moderatorinnen verstanden haben, war, dass sie sich bei ihrer Arbeit darauf beschränken sollten, Songs anzukündigen, ohne weitere Kommentare oder Credits. 'Das bricht völlig mit der Dynamik, die sich seit einiger Zeit etabliert hatte: frische und jugendliche Inhalte für das Publikum', meint Socorro Gutiérrez, eine professionelle Moderatorin, die bei Radio Educación ausgebildet wurde."[4]

Anfang der 90er Jahre wurde aufgrund der Bedeutung, die das Radio seit seinen Anfängen im Leben der Menschen eingenommen hatte, ein Radiohörerclub gegründet. Luis del Valle, Mitglied des Clubs, wollte wie der Rest des Publikums an diesem Prozess der freien Meinungsäußerung teilnehmen. Auf demselben Sender, auf dem Socorro Gutiérrez kurzzeitig die Sendung Juntos esta noche (Poesie und Rock) moderierte, leitete Verónica Ortiz die Sendung Palabras sin censura beim Sender Espacio 59.[4] Es war ein Bekenntnis zur Kritik und zur Meinungsfreiheit, das im Núcleo Radio stattgefunden hatte; jedoch änderte sich der Kurs, da man der Meinung war, dass den Moderatorinnen zu viel „Freiheit“ eingeräumt worden war.[4]

Zu Beginn des letzten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts war das Radio in Lateinamerika ein wichtiges Kommunikations- und Organisationsmittel für die Bevölkerung. Radio Venceremos (1980) aus El Salvador war ein Beispiel dafür.[20] In Mexiko feierte La voz de la Montaña (XEZV) des Instituto Nacional Indigenista (INI) anlässlich seines 11-jährigen Bestehens die Erreichung seiner Ziele der offenen Kommunikation und der zweisprachigen Bildung: Nahuatl, Tlapaletco und Mixteco. Die Bemühungen waren lobenswert, wenn man bedenkt, dass die auf dem Markt erhältlichen Radiogeräte eine Frequenz von 1605 kHz im AM-Bereich nicht überschreiten konnten. Am 1. Juli 1990 hätte die Region 2 das Band auf 1705 kHz erweitern können.[21]

Am 8. März 1990 wurde in der Region zum ersten Mal der Internationale Frauentag gefeiert. Das war das erste Mal, dass dieser Tag begangen wurde. Der Sender XEZV strahlte die Sendung „La Voz de las Mujeres“ (Die Stimme der Frauen) aus.[22]

Der Fall der Sender in der Hauptstadt war kein Einzelfall, auch wenn es so schien. Es war die Entwicklung der Kommunikationsräume und der Wunsch nach einer Demokratisierung der Medien.

Es öffneten sich neue Radiokanäle. Zu diesem Phänomen gehörten auch die Stimmen der Kinder bei Radio Rin[23] des Mexikanisches Institut für Rundfunk, unterstützt vom Satélite Morelos. Rosa Martha Jasso war mit ihrer dramatisierten Radioversion davon überzeugt, dass die Radionovela Teil des Programms sein sollte. Radio Educación sendete die Inszenierung des Werks von Ricardo Garibay „La casa que arde de noche“ (Das Haus, das nachts brennt).[24]

Das Team von Espacio 59 bestand ausschließlich aus Frauen, die vor dem Mikrofon standen: Socorro Gutiérrez, Dafne, Cristina Stivalet, Lucy Carbó, Marisol Fragoso, Ana María Mejía, Fernanda Tapia, Aída Luna und Lynn Fainchtein waren unter anderem Teil des Moderatorenteams. Jesús Morán, Rubén Castañeda und Juan Valadez, Techniker im Studio (live-on-air), unterstützten die Moderatorinnen in technischer Hinsicht. Gutiérrez förderte über den Sender die Kultur und machte die Arbeit des Senders an Orten bekannt, die von privaten Radiosendern nicht erreicht wurden, darunter kulturelle Einrichtungen wie das Nationale Institut von Bellas Artes, die Kulturabteilung der UNAM und Verlage. Außerdem wollte sie den Radiohörern Kondome schenken.

Während des Booms des Rocks in deiner Sprache war der wichtigste Sender zweifellos Espacio 59. Ihnen ist ein Großteil der Geschichte des Rocks in spanischer Sprache zu verdanken.

Die Unterstützung junger Menschen und der Musik, die bereits in den Radiosendern entstanden war, in denen Gutiérrez als Moderatorin tätig war, beispielsweise bei Radio Educación (XEEP)[4] und sich für andere engagierte.

„Das erste Mal kam ich mit 'Las Flores de Metal' bei Radio Educación in Kontakt (…). Sie kamen zum Interview gerannt und nachdem sie sich eine Weile unterhalten hatten, damit das Publikum sie kennenlernen konnte, legten sie eine Kassette mit mehreren Stücken ein; ein grober Fehler, denn die Aufnahme war so amateurhaft, wie man es sich nur vorstellen kann. Der Sound war katastrophal; man konnte kaum glauben, dass eine so gute Gruppe begeisterter und mitreißender Mädchen, die bei ihren Auftritten sofort die Aufmerksamkeit auf sich zogen und zum Tanzen animierten, eine so schreckliche Aufnahme hatten. Wir, die wir an der Live-Sendung beteiligt waren, hatten den Impuls, nur das Interview und nicht die Musik zu spielen, aber dieses falsche Gefühl der Solidarität mit den unabhängigen mexikanischen Bands und Musikern setzte sich durch. Am Ende gab es einige, die ihnen ihre Unterstützung anboten, um die Tonqualität in den Aufnahmestudios des Senders zu verbessern – eine Haltung, die bei den Mitarbeitern von Radio Educación immer lobenswert ist."[25]

Beim Mexikanisches Institut für Rundfunk (IMER) moderiert und begleitet sie den Maestro Juan S. Garrido in dessen Musiksendungen und moderierte die Rubrik Bibliofilía beim IMER, in der literarische Werke aus Mexiko vorgestellt wurden. Bei Radio 13, XEDA, produziert und moderiert sie „Sexo-Sentido“, eine Kulturzeitschrift im Radio. Im Rahmen ihrer Aktivitäten schuf sie die erste Sendung: „Juntos esta noche“ (Heute Abend zusammen) beim Sender XEGEM-AM Radio Mexiquense. Ihre parallelen Anfänge im Rundfunk waren als Sprecherin bei XHGEM-TV, Televisión Mexiquense und bei Radio Educación.

Er trug dazu bei, Themen wie Menschenrechte, die Situation der Frauen und indigene Völker in der Radioserie „Bevölkerung und Entwicklung“ für die lateinamerikanische Sektion von United Nations Radio (UN Radio) mit Sitz in New York City durch Drehbücher und Recherchen hervorzuheben, weshalb sie verschiedene Länder Lateinamerikas besuchte. Die im UN-Hauptquartier in den Amtssprachen der Organisation – Arabisch, Chinesisch, Spanisch, Französisch, Englisch und Russisch – aufgezeichneten Serien werden an zahlreiche Radiosender auf der ganzen Welt verteilt und ausgestrahlt.

Aktivitäten in Tageszeitungen

1989 begann sie ihre Mitarbeit in der Kulturrubrik der mexikanischen Zeitung La Jornada unter der Leitung von Arturo García Hernández. Außerdem schrieb sie für Entremes, eine kurzlebige Kulturzeitung. Die Figuren Madonna oder die Königin des Punk trugen die Handschrift feministischer Kritik.[26]

Nina Hagen ist mehr als ein lebender Skandal, eine Punk-Hure oder eine verrückte Mystikerin, die UFOs liebt; sie ist ein Mensch, der sich um die Ökologie sorgt, um die ungerechte Behandlung von Tieren, verzweifelt über die menschliche Dummheit, die Kriege und Konflikte hervorruft."[27]

Im Bereich des Printjournalismus arbeitete sie allein für die Zeitungen El Día und El Sol de México, zusammen mit der Schriftstellerin Yolanda Sierra, Autorin des Buches Geisterführer von Mexiko-Stadt, und für die Zeitschrift Activa mit einem Interview in der Rubrik Mujeres Activas (Aktive Frauen) mit der Psychologin Lorenia Parada-Ampudia, Mitbegründerin des Universitätsprogramms für Gender Studies im Jahr 1992.[28]

Bildungs- und Forschungsaktivitäten

Das Interesse an musikalischen Ausdrucksformen der Studierenden der Zhejiang International Studies University veranlasst sie, Forschung und Universitätsleben in Hangzhou, China, mit gemeinnütziger Arbeit zu verbinden. Im Jahr 2018 engagiert sie sich ehrenamtlich als Deutschlehrerin für Kinder an der Foreign Language Primary School und als freiwillige Geschichtenerzählerin im Kindergarten. Das Erzählen von Geschichten ist wichtig für ihr Leben und ihre kulturellen Forschungen, ebenso wie das Unterrichten von Spanisch, eine Tätigkeit, die sie an der Universität Potsdam ausgeübt hat.[29] Die Wissenschaftlerin war Professorin an der Universität Nanjing.

2017 fand das erste Internationale Kulturfestival der Universität für Internationale Studien von Zhejiang statt. Die Akademikerin unterstützte die Studenten aus Äquatorialguinea. Im selben Jahr feierte sie die chinesische Studentin, die Fight Song von Rachel Platten interpretierte, indem sie Rap-Passagen mit dem englischen Liedtext mischte und eine perfekte Darbietung lieferte. Die Universität fördert die Beziehungen zwischen den Nationen durch kulturelle Elemente der verschiedenen Länder, indem sie verschiedene musikalische und handwerkliche Aktivitäten bekannt macht. Ihr Interesse an traditioneller Handwerkskunst führte sie 2014 zu anderen Schulen und Handwerksbetrieben in Shandong, was sie in ihren Schriften über kulturelle Kartografie verarbeitete. Im selben Jahr wurde sie vom Konfuzius-Institut in Barcelona zum Geburtstag von Konfuzius in die Provinz Shandong Quzhou eingeladen, zusammen mit dem ältesten Spross der langen Generationenreihe: Herrn Konfuzius. Ihre akademischen Forschungsinteressen sind die Beobachtung der Grundelemente der Kommunikation mit Mandarin-Chinesisch, die Höflichkeit und kulturelle Etikette der Sinologen und der Spanischunterricht in Asien.[30]

Um vom Anderen zu lernen, besucht Gutiérrez Städte wie Wuzhen. Hangzhou in der Provinz Zhejiang, die Stadt, die Geld abschaffen und nur noch elektronische Karten verwenden wollte, hat ihre Türen geöffnet; die Angebote des Ostens ziehen eine große Zahl junger Menschen an. Musik, Wirtschaft und kulturelle Kartografie bilden die Verbindung zu den Studierenden in ihrer akademischen Arbeit an verschiedenen Universitäten, darunter die Hankuk University of Foreign Studies in Seoul. Die Forscherin setzt ihre Aktivitäten mit Blick auf die Rechte der Frauen fort.

Konferenzen

Socorro Gutiérrez hat verschiedene Szenarien für die Ausbildung von Führungskräften geschaffen. Die Wissenschaftlerin gibt Kurse über Höflichkeit und Etikette im Geschäftsleben an der Universität für Internationale Studien in Zhejiang und beschäftigt sich mit verschiedenen Kartografien, beispielsweise über Cristina Fernández Cubas an der Autonomen Universität Barcelona, Spanien, und auf dem VII. Internationalen Kongress für fantastische Literatur des Zentrums für Literaturstudien Antonio Cornejo Polar (CELACP) in Peru,[31] um nicht nur das literarische Werk und den Sexismus in menschlichen Beziehungen zu analysieren, sondern auch die Möglichkeiten, eine neue Dynamik zwischen den Geschlechtern zu fördern. In ihren Vorträgen richtet sie ihr Augenmerk auf junge Menschen: Männer und Frauen, über die kulturelle Bedeutung der Erinnerung. Mit diesem Ziel nahm sie an der Hommage an Luis Mateo Díez und José María Merino an der Universität Alcalá und der Saint Louis University teil. Das Thema: das kollektive Gedächtnis bei Clara Sánchez, Universität von Kastilien-La Mancha, und die kulturelle Kartografie von Alicia Kozameh, Autonome Universität Madrid und Saint Louis University, Spanien, sind ihre ständige Neigung.

Theaterstücke

Die Geschichte wurde zuvor am Institut für Darstellende Kunst mit Miguel Córcega in der Calle de Bucareli während ihrer Zeit vor dem Studium und in EuripidesDie Troerinnen“ unter der Regie von Pablo Salinas geschrieben, wo sie als Schauspielerin auftrat. Dort entstand ihr Interesse für die menschliche Stimme und für die Kurse des Stimmlabors. Das Studium der Dramaturgie in Mexiko bei dem Schauspieler und Kameramann René Pereyra, einem direkten Schüler von Lee Strasberg, im Forum der Methodenschauspieler bestärkte sie in ihrem Bestreben, mit Jugendlichen und Kindern zu kommunizieren, und sie beschloss, am Sozialpädagogischen Institut Berlin Pädagogische Theaterregie zu studieren. Mit ALLES WUNDERLAND von Lewis Caroll's Alice in Wonderland im Theater Aufbau Kreuzberg führt sie eine musikalische Recherche durch und beteiligt sich an der Aufführung als Teil ihrer Ausbildung im pädagogischen Theater.[32]

Anerkennungen

Die Unterstützung der Ausbildung weiblicher Führungskräfte (Workshop) und die Ausweitung der Beteiligung junger Männer und Frauen hat ihr die Dankbarkeit von Generationen von Studierenden eingebracht; ihr Umgang mit der Bühne und ihre Sicherheit, sich in verschiedenen Foren oder Unternehmen zu äußern, haben ihr die Anerkennung peripherer Universitäten wie der Technologischen Universität Nezahualcóyotl im Jahr 1999 oder internationaler Universitäten wie der Universität Nanjing im Jahr 2014 eingebracht.

Veröffentlichungen

Jahr Titel Ort Verlag ISBN / ISSN / DOI Genre
2022 La puesta en escena en el aula de enseñanza del español como lengua extranjera (ELE) Mexiko Magazine DECIRES, Vol. 22, núm. 27, enero de 2022, Universidad Autónoma de México, pp. 7–28. ISSN 1405-9134, DOI:10.22201/cepe.14059134e.2021.22.27.317 Artikel
2021 Journeys between the realities of the unusual in: Cristina Fernández Seoul, Südkorea Magazine Estudios Hispánicos, núm. 100, pp. 243–267. ISSN 1738-2130, DOI:10.21811/EH.100.247 Artikel
2020 La recepción en China: Como agua para chocolate (la novela, la película). Mexiko En S. M. Sánchez, (coord.), Miradas Interdiscipinarias de Cine y Literatura, Editorial Fontamara, pp. 159–177. ISBN 978-607-736-648-5 Artikel
2010 Entre la historia y la ficción: nacionalsocialismo en España.Memoria colectiva de la infamia: Lo que esconde tu nombre, Clara Sánchez Seoul, Südkorea Magazine Estudios Hispánicos, Vol. 12-2, núm. 57, pp. 315–327 ISSN 1229-9111 Artikel
2009 Noche de lluvia Aguascalientes, Mexiko En: revista Parteaguas, año 4, núm. 15, Instituto Cultural de Aguascalientes, pp. 42–44. 950-895-188-5 Chronik der feministischen Bewegung in den 1980er Jahren
2009 Transfiguración cartográfica de la memoria en Alicia Kozameh Madrid, Spanien En A. Encinas y C. Valcárcel (Hrsg.): Escritoras y compromiso. Literatura española hispanoamericana de los siglos XX y XXI, Editorial Visor Libros, pp. 937–949. ISBN 978-84-9895-111-0 Artikel
2005 Más de lo personal político: Panorama a la distancia Argentinien En M. L. Femenias (comp), Perfiles del feminismo Iberoamericano, Catálogos S.R., pp. 69–82. ISBN 950-895-188-5 Chronik-Interview
2003 Entrevista con Friedrich Katz Goiás, Brazil Magazine Estudos Humanidades of the Catholic University of Goiás, Vol. 30, núm. 11, pp. 2465–2470. ISSN 0103-0876 Interview
2003 Amor es... cuando todos haces huelga [Liebe ist... wenn alle streiken (alemán)] Goiás, Brazil Magazine Estudos Humanidades of the Catholic University of Goiás, Vol. 30, núm. 11, pp. 2551–2558 ISSN 0103-0876 Artikel

Einzelnachweise

  1. María del Socorro Gutiérrez Martínez | AEPE - Asociación Europea de Profesores de Español. 11. April 2023, abgerufen am 17. Oktober 2025 (spanisch).
  2. a b Tesis. Ruiz Hernández, María del Carmen: Ella existió como en un sueño: reportaje sobre Espacio 59. In: 132.248.9.195. 1994, S. 120, abgerufen am 14. April 2022 (spanisch).
  3. Hierro: Casi veinte años de feminismo en la UNAM. Del GAMU al PUEG. In: Revista FEM. Nr. 192, 1999, S. 33 (spanisch, unam.mx [PDF; abgerufen am 14. April 2022]).
  4. a b c d e Ana María González: Fue pretencioso hacer otro modelo de radio con Espacio 59 Cultura, 4. Januar 1990, S. 26 (spanisch). 
  5. Agence France-Presse: El gobierno de Arias reprime a homosexuales a causa del SIDA, 16. April 1990, S. 28 (spanisch). 
  6. CIEG
  7. Socorro Gutiérrez: Reconocimiento de mujeres a Ramona, 11. November 1996, S. 17 (spanisch). 
  8. Antecedentes del CIEG. Más de 25 años trabajando por la igualdad en la UNAM. (spanisch).
  9. a b Marta Lamas: Gracias a GAMU. In: Revista FEM. Nr. 192. México 1999, S. 35 (spanisch, unam.mx [PDF; abgerufen am 14. April 2022]).
  10. GAMU: cuando lo realista era pedir lo imposible. In: Triple Jornada. México 1. März 1999 (spanisch, com.mx [abgerufen am 15. Januar 2022]).
  11. Crean Programa Universitario de Estudios de Género. (spanisch).
  12. Cristina González: Autonomías y Alianzas. PUEG; Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko 2001, S. 132.
  13. Aleyda Aguirre: Del GAMU al PUEG, 20 años de feminismo en la UNAM, 15. März 1999. Abgerufen am 15. Januar 2021 (spanisch). 
  14. Gutiérrez: Pilar Muriedas una experiencia fructificadora. In: Revista FEM. Nr. 135, Mai 1994, S. 15 (spanisch, unam.mx [abgerufen am 1. März 2022]).
  15. a b Gutiérrez: Noche de lluvia. In: Revista Parteaguas. Nr. 15. Instituto Cultural de Aguascalientes, Aguascalientes, México 2009, S. 42 (spanisch).
  16. Socorro Gutiérrez: Noche de lluvia. In: Biblioteca Rosario Castellanos del Centro de Investigaciones y Estudios de Género. Abgerufen am 16. November 2024 (spanisch).
  17. a b Poniatowska: Militancia em el feminismo. In: Periódico La Jornada. 17. Dezember 2023 (spanisch, com.mx [abgerufen am 16. November 2024]).
  18. Gabriel Sosa Plata: Días de radio. Historia s de la radio en México. Secretaría de Cultura, Mexiko 2016, S. 123.
  19. Gabriel Sosa Plata: Días de radio. Historia s de la radio en México. Secretaría de Cultura, Mexiko 2016, S. 127.
  20. Ana María Gónzalez: Radio Venceremos, voz de la lucha del pueblo salvadoreño Artemis Rosales, 18. März 1990 (spanisch). 
  21. Ana María González: Problemas técnicos impiden en México la ampliación de fecuencias en AM, 4. Juli 1990, S. 21 (spanisch). 
  22. Ana María González: Positivo el balance de la XEZV: Othón Salazar, 14. März 1990, S. 31 (spanisch). 
  23. Ana María González: Destinarán millones a la radiodifusión infantil, 27. April 1990, S. 35 (spanisch). 
  24. Ana María González: La radionovelas no deben relegarse del cuadrante, 19. Februar 1990, S. 34 (spanisch). 
  25. Socorro Gutiérrez: Flor de Metal. Cielo Azul, 24. Dezember 1990, S. 24 (spanisch). 
  26. Fernanda Tapia: Sueño Número 9, 14. September 1990, S. 48 (spanisch). 
  27. Socorro Gutiérrez: Nina Hagen un acetato del singular Rap and roll, 17. Juni 1990, S. 26 (spanisch). 
  28. Hierro: Historia del PUEG. In: Revista FEM. Nr. 121, 1993, S. 32–33 (spanisch, unam.mx [PDF; abgerufen am 8. März 2022]).
  29. puls.uni-potsdam.de
  30. Erika Ehnis Duhn: DECIRES no. 27 por sus autoras (ab 0:03:26) auf YouTube
  31. Universos distópicos en América Latina y Narrativa fantástica escrita por mujeres. Siglos XX-XXI. (spanisch).
  32. Alles Wunderland..