Sobek (Spiel)

Sobek
Daten zum Spiel
Autor Bruno Cathala
Grafik Mathieu Beaulieu
Verlag GameWorks SàRL
Erscheinungsjahr 2010
Art Kartenspiel
Spieler 2 bis 4
Dauer ca. 45 Minuten
Alter ab 13 Jahren
Auszeichnungen

à la carte: Kartenspielpreis der Zeitschrift Fairplay, Platz: 8 (2011)

Sobek ist ein Kartenspiel von Bruno Cathala, erschienen 2010 im GameWorks Verlag, das die Bau- und Handelstätigkeit im alten Ägypten zum Thema hat.

In diesem Spiel werden Karten gesammelt und in passenden Sätzen ausgelegt, wofür man Siegpunkte erhält. Einige Komplikationen (Bestechung, Ereignischips und Figurenkarten) machen das Spielgeschehen komplexer und vielfältiger.

Spielmaterial

  • 54 Warenkarten, die je eine von sechs Warenarten oder ein Amulett zeigen, 9 davon mit grüner, die übrigen mit beiger Rückseite
  • 9 Figurenkarten mit roter Rückseite
  • 12 Ereignischips
  • Ein Bestechungstopf je Spieler
  • Siegpunktleiste und ein Stein je Spieler

Spielverlauf

Zunächst wählt jeder eine Farbe und erhält den entsprechenden Spielstein und Bestechungstopf. Der Spielstein wird auf das erste Feld der Siegpunktleiste gestellt.

Das Spiel geht über drei Runden, die auf die gleiche Weise durchgeführt werden. Am Anfang jeder Runde werden die Karten mit grüner Rückseite gemischt und an jeden Spieler zwei davon als Handkarten verdeckt ausgeteilt, die übrigbleibenden werden nicht verwendet. Die Karten mit beiger und roter Rückseite werden verdeckt gemischt. Von diesem Stapel werden neun in eine Reihe gelegt, wobei die Warenkarten offen und die Figurenkarten verdeckt gelegt werden. Die Ereignischips werden gemischt und fünf davon zufällig gewählt und verdeckt ausgelegt, die übrigen werden in dieser Runde nicht verwendet.

Die Spieler sind dann reihum am Zug und führen genau eine der folgenden Aktionen aus:

  • Karte aus der Reihe zu seinen Handkarten nehmen
  • Satz auslegen
  • Figurenkarte ausspielen

Man kann nur eine der ersten vier Karten der Reihe nehmen. Alle vor der gewählten Karte liegenden muss man ebenfalls nehmen und als Bestechungskarten unter seinen Topf legen.

Jeder Spieler bildet seine eigene Auslage. Ein auszulegender Satz muss aus drei oder mehr Karten der gleichen Warenart bestehen, und er kann an bereits ausliegende Sätze der gleichen Warenart angelegt werden. Amulette können für eine beliebige Warenart stehen. Jede Figurenkarte ist einer Warenart zugeordnet und kann mit einem Satz ausgelegt werden. Wenn man einen Satz auslegt, sieht man sich die Ereignischips an und wählt einen aus, falls noch nicht alle fünf verbraucht sind. Diese Chips bringen zusätzliche Vorteile. Es gibt:

  • 2 × Wohlstand: wird auf einem Satz der Warenart Weizen, Fische oder Rinder platziert, wodurch dieser mehr Siegpunkte zählt
  • 2 × Fluch: wird einem Mitspieler angehängt und zählt am Rundenende wie zwei zusätzliche Bestechungskarten
  • 4 × Kollegium: man zieht seinen Stein zum nächsten Feld der Siegpunktleiste mit dem auf dem Chip abgebildeten Symbol vor, außerdem wählt man einen Mitspieler, dessen Stein zum nächsten Feld mit diesem Symbol zurückgezogen wird
  • 2 × Flut: man führt gleich anschließend noch einen Spielzug aus
  • 1 × Schurkerei: man zieht auf der Siegpunktleiste um soviele Schritte vor, wie man Bestechungskarten hat
  • 1 × Einbalsamierung: man nimmt alle seine Bestechungskarten zu seinen Handkarten

Jede Figurenkarte hat eine besondere Eigenschaft, die beim Ausspielen wirksam wird, aber nicht, wenn sie als Teil eines Satzes ausgelegt wird:

  • Händler: erlaubt, eine beliebige Karte aus der Reihe zu den Handkarten zu nehmen, wobei man nicht auf die ersten vier beschränkt ist und auch keine Bestechungskarten nehmen muss
  • Schreiber (2 ×): die Mitspieler müssen ihre Handkarten auf sechs reduzieren, indem sie überzählige zu ihren Bestechungskarten legen
  • Königin: man nimmt die obersten drei Karten vom Stapel zu seinen Handkarten.
  • Kurtisane: man kann eine oder zwei Handkarten an einen Satz der passenden Warenart anlegen
  • Hohepriester und Hohepriesterin: man kann alle Karten einer selbstgewählten Warenart aus den Bestechungskarten entfernen (auch Figur, aber keine Amulette)
  • Wesir: man nimmt eine der Bestechungskarten eines Mitspielers (diese darf man ansehen) zu den eigenen Handkarten
  • Dieb: man nimmt einem Mitspieler eine seiner Handkarten ab (ohne diese anzusehen), und nimmt sie zu den eigenen Handkarten

Wenn die letzte Karte der Reihe genommen wurde, werden neun neue Karten vom Stapel zu einer neuen Reihe gelegt (sechs, wenn wegen der Königin nur noch sechs im Stapel sind). Ist der Stapel aber leer, endet die Runde sofort, wonach die Spieler noch beliebig Sätze auslegen können, die dann aber weniger zählen und nicht mehr an bestehende Sätze angelegt werden können. Übrige Handkarten kommen zu den Bestechungskarten.

Am Ende jeder Runde werden die ausgelegten Sätze gewertet und auf der Siegpunktleiste registriert. Auf einem Teil der Warenkarten sind Skarabäen abgebildet, und der Wert eines Satzes ist die Zahl der Karten mal die Zahl der Skarabäen in diesem Satz, wobei ein Wohlstand-Chip wie zwei zusätzliche Skarabäen zählt. Die nach dem Rundenende gelegten Sätze zählen einen Punkt pro Skarabäus. Der Spieler mit den meisten Bestechungskarten muss außerdem einen Punktverlust hinnehmen. Es gewinnt, wer nach drei Runden am meisten Punkte hat.

Sobek kann online auf www.yucata.de (zugbasiert) gespielt werden.