Slick! – Live at Oil Can Harry’s

Slick! –Live at Oil Can Harry’s
Livealbum von Grant Green

Veröffent-
lichung

21. April 2018

Aufnahme

5. September 1975

Label(s) Resonance Records

Format(e)

2 LP, CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

7

Länge

1:05:14

Besetzung

Aufnahmeort(e)

Oil Can Harry’s, Vancouver

Chronologie
Funk in France: From Paris to Antibes (1969–1970)
(2018)
Slick! –Live at Oil Can Harry’s

Slick! – Live at Oil Can Harry’s ist ein Musikalbum von Grant Green. Die am 5. September 1975 im Nachtclub Oil Can Harry’s in Vancouver entstandenen Aufnahmen erschienen am 21. April 2018 als Doppel-LP auf Resonance Records.

Hintergrund

Der (nur schwach besuchte) Auftritt des Gitarristen Grant Green im kanadischen Vancouver wurde von der lokalen Rundfunkstation CHQM-FM aufgezeichnet. Green gastierte dort mit einer vierköpfigen Begleitband, bestehend aus Emmanuel Riggins (E-Piano), Ronnie Ware (E-Bass), Greg Williams (Schlagzeug) und Gerald Izzard (Perkussion). Es ist die letzte bekannte Live-Aufnahme des 1979 verstorbenen Musikers.[1] Das Kernstück von Slick! stellt das über 30-minütige Funk-Medley dar, mit Stanley Clarkes „Vulcan Princess“, „Skin Tight“ von den Ohio Players, Bobby Womacks „Woman’s Gotta Have It“, Stevie Wonders „Boogie On Reggae Woman“ und „For the Love of Money“ von den O’Jays.

Ebenfalls am Record Store Day wurde Greens Kompilation Funk in France: From Paris to Antibes (1969–1970) veröffentlicht; die CD-Ausgabe erschien am 25. Mai 2018.

Titelliste

  • Grant Green: Slick! –Live at Oil Can Harry’s (Resonance Records HLP9034)[2]

A Now’s the Time (Charlie Parker) 8:16
B How Insensitive (Insensatez) (Antonio Carlos Jobim, Norman Gimbel, Vinicius de Moraes) 26:02
C Medley (Part One): (14:20)

  1. Vulcan Princess (Stanley Clarke)
  2. Skin Tight (Leroy Bonner, Ralph Middlebrooks, Marvin Pierce, Clarence Satchell, Marshall Jones, James Williams)
  3. Woman’s Gotta Have It (Bobby Womack, Darryl Carter, Linda Cooke)

D Medley (Part Two): (17:36)

  1. Boogie on Reggae Woman (Stevie Wonder)
  2. For the Love of Money (Kenneth Gamble, Leon Huff, Anthony Jackson)

Rezeption

Der Mitschnitt aus dem Oil Can Harry’s im kanadischen Vancouver sei ein Spiegelbild aus der letzten Karrierephase eines der am meisten unterschätzten Jazzgitarristen, meint Reinhard Köchl in Jazz thing. Das Album würde zwischen Jazz traditioneller Prägung („Now’s the Time“) und elegischen, manchmal auch ein wenig schrullig-spacigen Funk-Episoden mäandern, wie im 32-minütigen Medley, in dem Songs von Stanley Clarke, Bobby Womack, den Ohio Players oder Stevie Wonder für Greens neue musikalische Stoßrichtung stünden. Dies sei „das Dokument einer Sinnsuche; brillant, spannend und irgendwie unvollendet“.[1]

Der Gitarrist Grant Green sei bei den Jazzkritikern in Ungnade gefallen, als er Ende der 1960er-Jahre begann, Funk zu spielen, merkte Andrew Cartmel (London Jazz News) an. Ironischerweise sei es aber genau diese Abkehr gewesen, die schließlich zu seiner Wiederbelebung beigetragen habe, als Rapper ab den 1980er-Jahren begannen, sich bei Funk-Künstlern für ihre Samples zu bedienen. Grant Greens Biografin Sharony Andrews Green würde hervorheben, dass es (neben James Brown und George Clinton) „die entspannten, funkigen Jazz-Tracks waren, die Green und andere wie Lou Donaldson und Horace Silver aufnahmen, die Rapper und DJs in der sogenannten Acid-Jazz-Bewegung begeisterten. Es sei vor allem jene funkigere Seite von Grant Greens Karriere, die Resonance Records mit einer Welle limitierter und aufwendig produzierter Vinyl-Veröffentlichungen (insgesamt fünf LPs) feiere. Die Vinyl-Ausgabe von Slick! – Live at Oil Can Harry’s entspreche mit 180 Gramm bei einer rauschfreien und präzisen Pressung audiophilen Standards.[3]

Einzelnachweise

  1. a b Reinhard Köchl: Slick! – Live At Oil Can Harry's. In: Jazz thing. 8. Oktober 2018, abgerufen am 2. Januar 2026.
  2. Grant Green – Slick! - Live at Oil Can Harry’s. In: Discogs. Abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  3. Andrew Cartmel: LP REVIEW: Grant Green – Slick! Live at Oil Can Harry’s. In: London Jazz News. 18. April 2018, abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).