Skomvær-Klasse
| Dagfinn Paust
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Die Skomvær-Klasse ist eine Klasse von Rettungsbooten der norwegischen Seenotrettungsorganisation Redningsselskapet.[1]
Geschichte
Der Bootstyp wurde von vom Unternehmen Ola Lillioe-Olsen in Zusammenarbeit mit der Seenotrettungsorganisation entworfen. In den 1980er-Jahren wurden vier Einheiten gebaut. Anfang der 1990er-Jahre wurden zwei weitere Einheiten des Typs gebaut, die auf einem von Amble & Stokke überarbeiteten Entwurf des Typs basieren.
Die mit festangestellten Mitarbeitern des Redningsselskapet besetzten Boote sind an verschiedenen Orten entlang der norwegischen Küste stationiert. Die Besatzungsstärke besteht aus drei Personen.
Beschreibung
Die Boote der Skomvær-Klasse haben teilweise leicht abweichende technische Daten. Die Anfang der 1990er-Jahre gebauten Einheiten des Typs sind mit 21 m Länge[2] etwas länger als die in den 1980er-Jahren gebauten Einheiten, die 19,61 m lang[3] sind.
Die Boote werden von zwei Dieselmotoren angetrieben. Die Motoren wirken über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller. Bei den in den 1980er-Jahren gebauten Booten kamen MAN-Dieselmotoren der Baureihe D2842LE mit jeweils 735 kW Leistung zum Einsatz.[3] Bei den in den 1990er-Jahren gebauten Booten wurden zwei MTU-Dieselmotoren des Typs 16V2000 M70 mit jeweils 1100 kW[2] bzw. zwei Mitsubishi-Dieselmotoren des Typs S12A2MPTA mit jeweils 775 kW[4] Leistung verbaut. Die Boote erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 25 kn. Für die Stromerzeugung stehen zwei Dieselgeneratorsätze zur Verfügung. Auch hier wurden unterschiedliche Dieselmotoren verbaut.
An Bord der Boote stehen drei Einzelkabinen für die Besatzung zur Verfügung. Im Aufenthaltsraum unter Deck stehen Sitzplätze für zwölf Personen zur Verfügung. Auf den Rumpf ist das Steuerhaus aufgesetzt. Hier befinden sich unter anderem vier Sitzplätze für die Besatzung.
Im Vorschiffsbereich wird an Deck ein Beiboot mitgeführt. Hier ist ein Kran installiert, mit dem das Beiboot ins Wasser gesetzt bzw. wieder an Bord geholt werden kann. Der Pfahlzug der in den 1980er-Jahren gebauten Boote beträgt 10 t.[3] Bei den beiden in den 1990er-Jahren gebauten Booten sind davon abweichende Angaben von 15 bzw. 6 t angegeben. Die Reichweite der Boote beträgt 300 Seemeilen beim Typschiff[3] und etwas über 400 Seemeilen bei den Folgebauten.[5] Bei den beiden in den 1990er-Jahren gebauten Booten sind abweichend davon 600[2] bzw. 400 Seemeilen[6] angegeben.
Boote
| Skomvær-Klasse | |||||
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| Bauname | Bauwerft Baunummer |
Kennung | Kiellegung Ablieferung |
Station[7] | Umbenennungen und Verbleib |
| Skomvær III | RS 99 | 1986 |
– | 2013 verkauft[1] | |
| Ægir | Brødrene Aa |
RS 100 | 1988 |
– | 2016 gekentert und anschließend auf Grund gelaufen; Wrack verkauft und später wieder aufgebaut; umbenannt in Rán; 2024 verkauft und als Arbeitsschiff wieder unter dem Namen Ægir in Fahrt[8] |
| Dagfinn Paust | Brødrene Aa 192 |
RS 103 | Dezember 1987 Mai 1988 |
Andenes | |
| Oscar Tybring IV | RS 104 | 1988 |
– | 2021 außer Dienst gestellt[9] | |
| Knut Hoem | Båtservice Industrier 1 |
RS 107 | März 1990 Januar 1991 |
Egersund | |
| Kaptein Buhre | Båtservice Industrier 5 |
RS 108 | Januar 1991 September 1991 |
Myre | |
Die Boote sind in Oslo registriert.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Skøyteklassene, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ a b c RS 107 Knut Hoem, Redningselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ a b c d RS 99 Skomvær III, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ RS 108 Kaptein Buhre, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ RS 100 Ægir, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ RS 108 Kaptein Buhre, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Redningsskøyter og stasjoner, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Dag Erlandsen: «Ægir» har fått nytt liv, Kyst og Fjord, 31. Mai 2024. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ RS 104 Oscar Tybring IV, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.