Sinfonieorchester Ōsaka
Das Sinfonieorchester Ōsaka (japanisch 大阪交響楽団, Ōsaka Kōkyōgakudan, engl. Osaka Symphony Orchestra) ist ein professionelles japanisches Sinfonieorchester, das 1980 unter der Bezeichnung Ōsaka Symphoniker in Sakai, Präfektur Osaka gegründet wurde.[1]
Geschichte
Angeregt wurde die Gründung durch Shikishima Hiroko, deren Verdienste um die Kultur 1994 mit einer Auszeichnung gewürdigt wurden.[2] Nach Gesprächen mit dem Violinisten Iwabuchi Ryūtarō fand im August 1980 ein Vorspiel statt, bei dem die Erstbesetzung mit 50 Musikern für die Gründung ausgewählt wurde. Shikishima übernahm bis 1989 auch die Leitung der Ōsaka Symphoniker. 1991 wurde Iue Satoshi, damals Leiter der Firma Sanyo, zum Vorstandsvorsitzenden des Orchesters berufen. Im selben Jahr erhielt das Orchester den Kulturpreis der Präfektur Osaka. 2001 wurde das Orchester erneut umbenannt in Sinfonieorchester der Ōsaka Symphoniker (大阪シンフォニカー交響楽団).[1]
Unterstützt durch ein Programm zum internationalen Kunstaustausch des Amts für kulturelle Angelegenheiten trat das Orchester im Ausland auf, erstmals in Rumänien und ein Jahr später in Hanoi anlässlich des 30. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Vietnam. 2010 erhielt das Orchester dann seinen heutigen Namen. Zudem wurde 2012 in Matsuyama, Präfektur Ehime auf Shikoku ein Zweigstelle des Orchesters eingerichtet. Das Orchester ist ein reguläres Mitglied der japanischen Orchestervereinigung. Gegenwärtig ist Yamashita Kazufumi (* 1961) Dirigent des Orchesters.
Dirigenten
- Shikishima Hiroko, Leiterin bis 1989
- Thomas Sanderling, Gastdirigent 1989, musikalischer Direktor und Dirigent 1992–2000
- Makimura Kunihiko, Dirigent 1991
- Honda Tetsuji, Dirigent
- Soga Daisuke, musikalischer Direktor 2001
- Teraoka Kiyotaka, Dirigent 2004
- Vladimír Válek, Gastdirigent 2004
- Kodama Hiroshi, Chefdirigent und musikalischer Direktor 2008
- Yamashita Kazufumi, Dirigent seit 2022[3]
Diskographie
- 2005: Einspielung aller Sinfonien von Johannes Brahms, 3 CDs, King Record
- 2009: 6. Sinfonie (Dollarsinfonie) von Kurt Atterberg, King Record
- 2010: 5. Sinfonie von Alexander Glasunow, King Record
- 2011: 4. Sinfonie von Sergei Tanejew und 4. Sinfonie von Nino Rota, King Record
Weblinks
- Osaka Symphony Orchestra. dasselbe, abgerufen am 8. Dezember 2025 (japanisch, Webseite des Sinfonieorchesters).
Einzelnachweise
- ↑ a b プロフィール (Profile). Sinfonieorchester Ōsaka, abgerufen am 8. Dezember 2025 (japanisch).
- ↑ 大阪交響楽団の創設者 敷島博子さん 死去. 関西クラシック音楽情報 Music-Kansai, abgerufen am 8. Dezember 2025 (japanisch, Mitteilung zum Tod der Orchestergründerin 2019).
- ↑ 指揮者陣. Sinfonieorchester Ōsaka, abgerufen am 8. Dezember 2025 (japanisch).