Simi Bedford

Simi Bedford ist eine nigerianische Schriftstellerin, die mit ihrem Debüt Yoruba Girl Dancing (1991) und dem historische Roman Not With Silver (2007) bekannt wurde.[1][2] Ihre Bücher thematisieren Migration und Identität sowie vorkoloniale westafrikanische Gesellschaften und die Versklavung.[1][2]

Leben und Wirken

Bedfords ist seit den frühen 1990er-Jahren als Romancierin tätig, als Yoruba Girl Dancing veröffentlicht wurde.[1] Spätestens mit Not With Silver meldete sie sich 2007 mit einem viel diskutierten Roman in der britischen Presse zurück.[2][3] Yoruba Girl Dancing wurde 1992 in der Washington Post als „wunderschön geschrieben… gleichsam bissig und berührend, schmerzlich ehrlich in Bezug auf die Kosten von Auswanderung und Anpassung“ gewürdigt und brachte Bedford den Durchbruch als wichtige Schriftstellerin zum Themenfeld von Migration und Zugehörigkeit.[1] Ein Auszug aus Yoruba Girl Dancing ist in Margaret Busbys Anthologie New Daughters of Africa (2019) enthalten; Busby verweist dabei auf Bedfords Schilderung der Erfahrung, als Afrikanerin ein britisches Internat zu besuchen.[4] Not With Silver entfaltet ein Panorama des westafrikanischen 18. Jahrhunderts und konterkariert koloniale Stereotype.[2] Kritiken betonten die gründliche Recherche und moralische Ernsthaftigkeit; The Spectator sprach von einem „unerbittlich ehrlichen … [und] unbequemen Liebesarbeit“.[3]

Bibliografie (Auswahl)

  • Not With Silver. Chatto & Windus, 2007, ISBN 978-1-856-19235-4. (englisch)
  • Yoruba-Mädchen, tanzend.... Unionsverlag, Zürich 1998, ISBN 978-3-293-21024-0.
    • Yoruba Girl Dancing. Heinemann, 1991, ISBN 978-0-434-05557-9. (englisch)
    • la danse yoruba. EDL, 1992, ISBN 978-2-211-03028-1. (französisch)

Einzelnachweise

  1. a b c d England Through Young African Eyes. In: The Washington Post. 26. September 1992, abgerufen am 28. Oktober 2025 (englisch).
  2. a b c d Not With Silver, by Simi Bedford. In: The Independent. 31. August 2007, abgerufen am 28. Oktober 2025 (englisch).
  3. a b Pity the oppressed; fear the oppressed. In: The Spectator (Archiv). 10. November 2007, abgerufen am 28. Oktober 2025 (englisch).
  4. From Ayòbámi Adébáyò to Zadie Smith: meet the New Daughters of Africa. In: The Guardian. 9. März 2019, abgerufen am 28. Oktober 2025 (englisch).