Silvia Hallensleben
Silvia Hallensleben (* 1956) ist eine deutsche Filmkritikerin und Journalistin. Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Dokumentarfilm sowie auf politisch und gesellschaftlich relevanten Themen des Kinos.[1]
Leben und Wirken
Hallensleben arbeitet als freie Autorin, unter anderem für epd Film, den Tagesspiegel, die Taz, die Jüdische Allgemeine.[2][3][4]
Sie begleitet seit vielen Jahren das Internationale Forum des jungen Films und gilt als profunde Beobachterin dokumentarischer Formen. Neben den großen Feuilletons publiziert Hallensleben auch in Film-Fachzeitschriften wie black box – Filmpolitischer Informationsdienst. Hallensleben ist Mitglied des internationalen Kritikerverbandes FIPRESCI.[5][6]
Publikationen (Auswahl)
Hallensleben verfasst Kritiken, Essays und Reportagen, die sich häufig mit dokumentarischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen befassen. Beispiele sind, Memory Wars – Elizabeth Loftus und die Macht der Erinnerung (2023), Kommunale Kinos: Kampf dem Kommerz, Das Porträt Werner Ružickas, dem langjährigen Leiter der Duisburger Filmwoche.[7][8][9]
Hallenslebens Kommentar zu "Regarding Susan Sontag" von Nancy Kates: "Sechs Jahre hat Kates an „Regarding Susan Sontag“ gearbeitet, dementsprechend beeindruckend dicht gestrickt und aussagekräftig ist das zusammengetragene Material. An Budget hat es nicht gemangelt, im Gegenteil: Auch diese HBO-Produktion leidet an dem Horror Vacui, der viele gediegene amerikanische Dokumentarfilme zu überladenen Wimmelbildern macht – mit dem Zwang, jedes ursprünglich nicht bewegte Bild mit künstlichen Animationen und dramatisierenden Soundeffekten aufzumotzen. Bei Erläuterung der Frage, ob solche Instrumentalisierung von Originalmaterial mehr als nur ein ästhetisches Ärgernis ist, kann vielleicht Thomas Elsaessers Eröffnungsvortrag zur „Ethik der Aneignung“ helfen."[10]
Übersetzungen
- Kate Banks: Wenn der Mond sprechen könnte. Übersetzt aus dem Französischen von Silvia Hallensleben. Oetinger Verlag, Hamburg 2002, ISBN 978-3-7891-6337-1.
Jurytätigkeiten
- 2011: Mitglied der FIPRESCI-Jury bei der 61. Berlinale – Internationale Filmfestspiele Berlin[11]
- 2014: Jurymitglied des Verbandes der deutschen Filmkritik für die Jahrespreise des VdFK[12]
- 2019: Mitglied der FIPRESCI-Jury beim International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film (DOK Leipzig)[13]
- 2022: Jurymitglied beim IDFA – International Documentary Film Festival Amsterdam[14]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Silvia Hallensleben – epd Film. In: epd Film. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben – Tagesspiegel. In: Tagesspiegel. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben – taz. In: taz. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben – Jüdische Allgemeine. In: Jüdische Allgemeine. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben – FIPRESCI. In: FIPRESCI. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben – epd Film. In: epd Film. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Filmkritik: Memory Wars. In: epd Film. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Kommunale Kinos – Kampf dem Kommerz. In: epd Film. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben: Porträt Werner Ružicka: Beharrlichkeit als Sekundärtugend. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 23. September 2025]).
- ↑ Silvia Hallensleben: Kulturelles Gedächtnis als Markt. 11. September 2014, abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ 61st Berlinale – Berlin International Film Festival. In: FIPRESCI. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Preisträger 2014. In: VdFK. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Silvia Hallensleben – FIPRESCI Jury. In: FIPRESCI. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ IDFA Awards and Juries. In: IDFA. Abgerufen am 23. September 2025.