Silke Förschler

Silke Förschler ist eine deutsche Kunsthistorikerin.[1] Sie vertritt an der Hochschule für Bildende Künste Dresden die Professur für Allgemeine Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Vormoderne.[2] 2025 gab sie gemeinsam mit Astrid Silvia Schönhagen den Sammelband Trophäen. Inszenierungen der Jagd in Wohn- und Ausstellungsräumen heraus.[3]

Leben

Förschler habilitierte sich 2022 an der Universität Kassel mit einer Arbeit über Tierdarstellungen. Praktiken und Ästhetiken der Naturgeschichte in der Frühen Neuzeit.[1] Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im LOEWE-Forschungsschwerpunkt Mensch–Tier–Gesellschaft. Ansätze einer interdisziplinären Tierforschung an der Universität Kassel.[1] Lehraufträge und Vertretungen führten sie an die Hochschule Hannover, die Hochschule für Bildende Künste Dresden und die Universität Jena, wo sie im Sommersemester 2023 die Professur für Neuere Kunstgeschichte vertrat.[1] Im Sommersemester 2025 vertrat sie die Professur Kunstgeschichte an der TU Dresden. Seit dem Wintersemester 2025 vertritt sie die Professur für Kunstgeschichte der Vormoderne an der HfBK Dresden.[2]

Wirken

Ein Schwerpunkt der Arbeit Förschlers liegt auf der kulturhistorischen Analyse jagdlicher Trophäen als Machtsymbole, einschließlich ihrer kolonialen und geschlechterpolitischen Dimensionen.[4] Neben dem Band Trophäen. Inszenierungen der Jagd in Wohn- und Ausstellungsräumen (2025) verantwortete sie als Mitherausgeberin Heim/Tier. Tier-Mensch-Beziehungen im Wohnen (2019) und Akteure, Tiere, Dinge. Verfahrensweisen der Naturgeschichte in der Frühen Neuzeit (2017).[3] Im Jahr 2022 rief sie gemeinsam mit Kolleginnen die Tagung Das Jagdzimmer. Wohnstile, Geschlechterkonstruktion und die Aneignung von Natur im Zeichen des erlegten Tieres ins Leben.[5] Der Band Trophäen. Inszenierungen der Jagd in Wohn- und Ausstellungsräumen wurde am 11. Dezember 2025 im Haus der Wissenschaft in Bremen öffentlich vorgestellt.[6] Ihre thematischen Schwerpunkte reichen über Jagd und Wohnen hinaus und umfassen transkulturelle Austauschprozesse, ökologische Perspektiven, postkoloniale Kunstgeschichte sowie Genderkodierungen in den Künsten.[7]

Einzelnachweise

  1. a b c d PD Dr. habil. Silke Förschler — Fachbereich Kunstgeschichte. In: Technische Universität Dresden. 26. März 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  2. a b Organigramm der Hochschule für Bildende Künste Dresden (Stand: Oktober 2025). In: HfBK Dresden. 1. Oktober 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  3. a b Publikationen — Silke Förschler. In: Technische Universität Dresden. 26. März 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  4. Wissenschaftlerin über Jagdtrophäen: „Koloniale Trophäen sind Machtsymbole“. In: taz.de. 10. Dezember 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  5. Das Jagdzimmer. Wohnstile, Geschlechterkonstruktion und die Aneignung von Natur im Zeichen des erlegten Tieres. In: H-Soz-Kult. 18. Oktober 2022, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  6. Trophäen. Inszenierungen der Jagd in Wohn- und Ausstellungsräumen – Vortrag und Buchpräsentation. In: Haus der Wissenschaft Bremen. 11. Dezember 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  7. Forschungsschwerpunkte — Silke Förschler. In: Technische Universität Dresden. 26. März 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.