Sierndorf (Gemeinde Sierndorf)

Sierndorf (Marktort)
Ortschaft
Katastralgemeinde Sierndorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Korneuburg (KO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Korneuburg
Pol. Gemeinde Sierndorf
Koordinaten 48° 25′ 44″ N, 16° 10′ 4″ Of1
Höhe 190 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1533 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 6,3 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04122
Katastralgemeindenummer 11137

Bahnhof Sierndorf bei Stockerau
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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1533

Sierndorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Sierndorf im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich mit 1533 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Sierndorf liegt nordwestlich der Stadtgemeinde Stockerau und ist über die Landesstraßen L30 und L31 erreichbar. Der Ort wird im Osten vom Göllersbach durchflossen, in den hier der Parschenbrunner Bach einmündet. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 716 Adressen.[2]

Geschichte

Es wurde ein frühbronzezeitliches Metalldepot gefunden. Urkundlich 1268 im Besitz der Herren von Sierndorf. 1544 urkundlich ein Markt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 68 Häusern genannt, der über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Sierndorf besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Leobendorf ausgeübt.[3]

Verbauung

Das Gassengruppendorf entstand um einen kleinen planmäßigen Rechteckplatz in der Nähe vom Schloss Sierndorf, der Platz setzt sich in einer Mittelstraße – Pragerstraße – fort. Die dörfliche Verbauung hat Hakenhöfe, Gassenfronthäuser, Siedlungshäuser, im Ortskern teils traufständig zweigeschoßig mit im Kern barocken Häusern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Sierndorf
  • Katholische Pfarrkirche Sierndorf Mariä Geburt, ehemalige Schlosskapelle

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 159 (SirndorfInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 40, Sektion Göllersdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,8 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 159.
  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Sierndorf, Gemeinde Sierndorf, Schloss, Schlosskapelle und Pfarrkirche Mariä Geburt mit Grundrissdarstellung, Friedhof, Häuser, Ehemalige Mühle an der Einfahrt in den Schlosspark, Kleindenkmäler: Pranger, Mariensäule, Tabernakelpfeiler vor dem Schlosspark, Bildstock westlich des Marktes, Zwei Wegkapellen bei der Dammühle. S. 1087–1090.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 266 (Sierndorf in der Google-Buchsuche).