Sieden (Borstel)
Sieden Gemeinde Borstel
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|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 40′ N, 8° 55′ O | |
| Fläche: | 8,39 km²[1] | |
| Einwohner: | 158[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 27246 | |
| Vorwahl: | 04276 | |
Lage von Sieden in Niedersachsen
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Sieden ist ein Ortsteil der Gemeinde Borstel im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.
Geographie
Das kleine Dorf Sieden liegt etwa drei Kilometer westlich des Dorfs Borstel. Die Siede bildet die westliche Grenze des Ortsteils, zu dem auch der Weiler Schamwege gehört.
Geschichte
Sieden gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Nienburg in der Grafschaft Hoya des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zum Kanton Liebenau des Departements Wesermündung. 1814 fiel Sieden an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Nienburg. Die Gemeinde Sieden fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Nienburg. Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Borstel, die gleichzeitig in den Landkreis Grafschaft Diepholz wechselte, der am 1. August 1977 im Landkreis Diepholz aufging.[2]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 122 | [3] |
| 1845 | 198 | [4] |
| 1871 | 240 | [5] |
| 1895 | 246 | [6] |
| 1910 | 233 | [7] |
| 1925 | 253 | [8] |
| 1939 | 211 | [8] |
| 1950 | 422 | [9] |
| 1961 | 254 | [9] |
| 1970 | 264 | [9] |
Bau- und Naturdenkmale
Ein Fachwerkstall und ein Fachwerkspeicher sind geschützte Baudenkmale in Sieden. Eine Ulme südlich der Bundesstraße 214 ist ein Naturdenkmal.
Kultur
Ein Träger des lokalen Brauchtums ist der Schützenverein Sieden.[10]
Einzelnachweise
- ↑ a b Daten und Karte der Gemarkung Sieden
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
- ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 111 (google.de).
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 62 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1895
- ↑ Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
- ↑ a b Michael Rademacher: Nienburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Vereinsliste Borstel