Sieben Schmerzen Mariä (Haar)

Die Kirche Sieben Schmerzen Mariä steht in Haar, einer Stadt im oberbayerischen Landkreis München. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Haar als Baudenkmal unter der Nr. D-1-84-123-23 eingetragen. Eigentümer des Gebäudes ist der Bezirk Oberbayern, der es seit April 2023 an die christlich-eritreisch-orthodoxe Kirchengemeinde vermietet hat.[1]

Beschreibung

Der Longitudinalbau im Jugendstil wurde 1910/12 inmitten des Gebäudekomplexes der Heil- und Pflegeanstalt erbaut. Er besteht aus dem Langhaus, dem eingezogenen Chor mit Fünfachtelschluss im Nordosten, einem Vorbau mit dem Portal an der Fassade im Südwesten und dem Glockenturm an der Nordwestwand des Langhauses.

Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Tonnengewölbe überspannt. Die Kirchenausstattung wurde unter Beteiligung von Georg Albertshofer gestaltet.

Orgel

Die Orgel mit 19 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde von Willibald Siemann im Jahr 1912 als op. 280 gebaut. 2006 wurde sie von Orgelbau Vleugels restauriert.[2] Die Disposition lautet:[3]

I Hauptwerk C–g3
Bourdon 16′
Prinzipal 8′
Viola di Gamba 8′
Gedeckt 8′
Dolce 8′
Rohrflöte 4′
Oktav 4′
Mixtur IV–V 223
II Schwellwerk C–g3
Hornprincipal 8′
Harmonieflöte 8′
Salicional 8′
Aeoline 8′
Vox coelestis (aus Salicional u. Aeoline) 8′
Traversflöte 4′
Cornetto III 223
Trompete 8′
Pedal C–f1
Subbaß 16′
Bourdonbaß (aus Subbaß) 16′
Violonbaß 16′
Octavbaß 8′
Cello 8′

Literatur

Commons: Sieben Schmerzen Mariä – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Maria Sieben Schmerzen bekommt neue Gemeinde. In: bezirk-oberbayern.de. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
  2. Referenzliste Orgel-Restaurierungen. In: vleugels.de. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
  3. Christian Vorbeck: Die Orgelbauer Martin Binder und Willibald Siemann. Siebenquart Verlag Dr. Roland Eberlein, Köln 2013, ISBN 978-3-941224-02-5, S. 234–235, 421–422.

Koordinaten: 48° 6′ 48,2″ N, 11° 44′ 26,1″ O