Serbisch-montenegrinische Fußballnationalmannschaft (U-21-Männer)
Die serbisch-montenegrinische U-21-Fußballnationalmannschaft war eine von 1996 bis 2006 bestehende Fußballauswahlmannschaft, die nach dem Untergang des Staates Jugoslawien den Fudbalski savez Srbije i Crne Gore als nationalen Verband des nachfolgenden Staatenbundes auf der U-21-Ebene repräsentierte. Zunächst trat sie bis zur Umbenennung des Staates 2003 als U-21-Fußballnationalmannschaft der Bundesrepublik Jugoslawien an. Ab 2006 erfolgte ein getrennter Spielbetrieb der montenegrinischen respektive serbischen U-21-Nationalmannschaften.
Geschichte
Die jugoslawische U-21-Auswahlmannschaft nahm ab 1976 auf der Altersstufe am Spielbetrieb teil, zuvor gab es Auswahlspiele auf U-23-Ebene. Bei der Erstaustragung einer U-21-Europameisterschaft 1978 gelang der einzige Titelgewinn in der Geschichte der Mannschaft, die bei der U-21-EM-Endrunde 1990 nochmals die gegen die Sowjetunion verlorenen Endspiele erreichte.
Zunächst waren die Auswahlmannschaften der Bundesrepublik Jugoslawien während der Jugoslawienkriege bis zum Abkommen von Dayton im November 1995 vom Spielbetrieb suspendiert. Ab 1996 trat die U-21-Nationalmannschaft dann im Rahmen der Qualifikation für die U-21-Europameisterschaft 1998 an, das erste Pflichtspiel war am 1. Juni des Jahres ein 1:0-Erfolg über Malta. Erstmals konnte sich die Mannschaft beim U-21-EM-Turnier 2004 für eine Endrunde qualifizieren und zog unter Trainer Vladimir Petrović dort direkt ins Endspiel ein, in dem sich Italien mit einem 3:0-Erfolg deutlich durchsetzte. Beim folgenden Turnier 2006, dem letzten vor dem Auseinanderbrechen Serbien-Montenegros, gelang nochmals der Halbfinaleinzug. Die Niederlage gegen die Ukraine im Elfmeterschießen (Boško Janković und Milan Purović vergaben ihre Strafstöße) war das letzte Spiel einer serbisch-montenegrinische U-21-Fußballnationalmannschaft. Das letzte Tor aus dem Spiel heraus hatte Branislav Ivanović beim 2:0-Erfolg im Gruppenspiel gegen Portugal wenige Tage zuvor erzielt.
Turnierteilnahmen
- 1978: Teil von Jugoslawien (Sieger)
- 1980: Teil von Jugoslawien (Halbfinale)
- 1982: Teil von Jugoslawien (nicht qualifiziert)
- 1984: Teil von Jugoslawien (Halbfinale)
- 1986: Teil von Jugoslawien (nicht qualifiziert)
- 1988: Teil von Jugoslawien (nicht qualifiziert)
- 1990: Teil von Jugoslawien (Finale)
- 1992: Teil von Jugoslawien (nicht qualifiziert)
- 1994: nicht teilgenommen
- 1996: nicht teilgenommen
- 1998: nicht qualifiziert
- 2000: nicht qualifiziert
- 2002: nicht qualifiziert
- 2004: Zweiter
- 2006: Halbfinale