Selenyj Jar (Berdjansk)

Selenyj Jar
Зелений Яр
Selenyj Jar
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast: Oblast Saporischschja
Rajon: Rajon Berdjansk
Höhe: 85 m
Fläche: 1.33 km²
Einwohner: 156 (2001)
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71240
Vorwahl: +380 6140
Geographische Lage: 47° 6′ N, 35° 58′ O
KATOTTH: UA23020150100063128
KOATUU: 2325580504
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Verwaltung
Adresse: вул. Шкільна 3
71240 с. Богданівка
Selenyj Jar
i1

Selenyj Jar (ukrainisch Зелений Яр; russisch Зелёный Яр Seljony Jar) ist ein Dorf im Rajon Berdjansk der ukrainischen Oblast Saporischschja und geht auf das russlandmennonitische Dorf Mariawohl der Kolonie Molotschna zurück.

Am 31. Oktober 2016 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Siedlungsgemeinde Tschernihiwka[1], bis dahin war es ein Teil der Landratsgemeinde Bohdaniwka (Богданівська сільська рада/Bohdaniwska silska rada) im Südwesten des Rajons Tschernihiwka.

Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Berdjansk[2].

Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.

Mariawohl

Das Dorf wurde 1857 am Südufer des Apanlee als eines der letzten in der Kolonie Molotschna angelegt. Die Bauernhöfe reihten sich entlang der einzigen Dorfstraße, die parallel zum Fluss verlief. In der Mitte des Dorfes befand sich die Schule. Der Dorfname bezieht sich auf Zarin Marie von Hessen-Darmstadt. 1908 wohnten hier 38 Menschen und es gab eine Windmühle und einen Holzverarbeitungsbetrieb.

Nikolaidorf

Der nach Selenyj Jar eingemeindete Orte Mykolajiwka (ukrainisch Миколаївка) geht auf das mennonitische Nikolaidorf zurück. Dieses wurde 1851 am Ufer des Apanlee angelegt. Die Dorfstraße, parallel zum Fluss, war beiderseits von Bauernhöfen gesäumt. Die Schule wurde 1857 erbaut. 1908 lebten hier 245 Personen, und es gab ein Lebensmittelgeschäft, und zwei Windmühlen.

Paulsheim

Das nicht mehr existente Dorf Paulsheim wurde 1852 von Familien aus anderen Orten der Kolonie Molotschna gegründet und lag am Südufer des Apanlee. 1869 hatte der Ort 25 Vollwirtschaften, zwei Halbwirtschaften und 10 Kleinwirtschaften. Offenbar wurde der Ort beim Rückzug der deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg zerstört und nie mehr wiederaufgebaut.

Literatur

  • Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 386, 395, 404.

Einzelnachweise

  1. Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Запорізькій області у Чернігівському районі Чернігівська селищна, Богданівська, Верхньотокмацька, Владівська, Ільїнська, Новоказанкуватська, Новомихайлівська, Новополтавська, Обіточненська, Просторівська, Стульневська та Широкоярська сільські ради рішеннями від 12 і 31 жовтня 2016 року
  2. Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"