Selenanthias
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Selenanthias | ||||||||||||
| Tanaka, 1918 |
Selenanthias ist eine Gattung der Fahnenbarsche (Anthiadidae), die vom südlichen Japan über Taiwan, der Küste von Vietnam und dem Südchinesischen Meer bis an die Küste des nordwestlichen Australiens, bei Guam und im Korallenmeer zwischen Australien und Vanuatu vorkommt. Im Unterschied zu vielen anderen Fahnenbarschgattungen, die in flachen tropischen Korallenriffen leben, leben Selenanthias-Arten in Tiefen von 110 bis 300 Metern.
Merkmale
Sie erreichen eine Standardlänge von 9 bis 13,5 Zentimeter und sind hellrot, rosa oder orange gefärbt. Der Kopf ist relativ hoch und kurz. Abgesehen von den Lippen und dem Bereich vor den Augen ist er vollständig beschuppt. Die Ränder von Präoperculum, Suboperculum und Interoperculum sind gesägt, es gibt jedoch keine nach vorne gerichteten Stacheln am unteren Rand des Präoperculums. Die Kieferzähne sind bürstenförmig. Vorne befindet sich ein Paar kleiner, kurzer und kräftiger Eckzähne, die schräg nach außen und zur Seite ragen, ähnlich wie die unteren Eckzähne der Gattung Pseudanthias. Außerdem gibt es mittig auf jeder Seite ein nach hinten gerichtetes Paar vergrößerter Zähne und im Unterkiefer ein oder zwei stark zurückgebogene Eckzähne. Auf dem Vomer befindet sich ein dreieckiger, bezahnter Bereich. Die Supramaxillare, ein Hautknochen oberhalb des hinteren Endes der Maxillare, ist nur rudimentär ausgebildet. Der hintere Fortsatz des Prämaxillare erstreckt sich zwischen den Frontalia. Die Anzahl der Kiemenrechen auf dem ersten Kiemenbogen beträgt 28 bis 33. Die Rückenflosse wird von 10 Stachelstrahlen und 17 Weichstrahlen gestützt, bei der Afterflosse sind es 3 Stachelstrahlen und 7 Weichstrahlen. Der Einschnitt zwischen dem hartstrahligen und dem weichstrahligen Abschnitt der Rückenflosse ist nicht tief. Die Schwanzflosse ist leicht eingebuchtet, ihr oberster Flossenstrahl ist mehr oder weniger deutlich verlängert.[1][2]
Systematik
Die Gattung Selenanthias wurde 1918 mit der Erstbeschreibung von Selenanthias analis, ihrer Typusart, durch den japanischen Ichthyologen Tanaka Shigeho eingeführt.[3] Der amerikanische Ichthyologe John Ernest Randall nahm 1980 eine nahe Verwandtschaft mit der Gattung Plectranthias an.[4] Aktuelle Forschungen zeigen ein Schwestergruppenverhältnis mit der Gattung Aepysomanthias, deren einzige Art bis November 2025 zu Plectranthias gehörte. Relativ nah verwandt sich auch die Gattungen Caprodon, Lepidoperca und Zalanthias.[5]
Arten
Zur Gattung Selenanthias gehören drei Arten:[6]
- Selenanthias analis Tanaka, 1918
- Selenanthias barroi (Fourmanoir, 1982)
- Selenanthias myersi Randall, 1995
Einzelnachweise
- ↑ Masao Katayama (1960): Fauna Japonica Serranidae (Pisces) viii + 189 p. Tokyo News Service, Ltd., Tokyo.
- ↑ John Ernest Randall: Selenanthias myersi, a new species of anthiine fish (Perciformes: Serranidae) from the Western Pacific. Cybium,
- ↑ Tanaka Shigeho: Figures and descriptions of fishes of Japan. 27–29, 475–538, Daichi Shoin.
- ↑ John Ernest Randall: Revision of the Fish Genus Plectranthias (Serrandidae: Anthiinae) with Descriptions of 13 New Species. Micronesica Vol. 16 Nr. 1 Juni 1980
- ↑ Chi-Ngai Tang, Wei-Jen Chen: A 40-year taxonomic enigma: multigene phylogeny resolves the polyphyly of Plectranthias (Perciformes: Anthiadidae) and supports a revised taxonomy. Zoological Journal of the Linnean Society, Volume 205, Issue 3, November 2025, doi: 10.1093/zoolinnean/zlaf148
- ↑ Selenanthias auf Fishbase.org (englisch)