Seckou Keita
Seckou Keita (* 14. Februar 1978 in Ziguinchor/Region Ziguinchor) ist ein senegalesischer Koraspieler und Schlagzeuger.
Leben
Keita entstammt väterlicherseits der malischen Königsfamilie der Keita und mütterlicherseits der senegalesischen Griotfamilie der Cisshoko. Bereits mit sieben Jahren trat Keita auf Festivals im Senegal auf und begleitete seinen Onkel Solo Cissokho. Mit zwölf Jahren gründete er seine eigene Gruppe, Coute Diomboulou, und tourte mit ihr durch das ganze Land. 1996 trat er mit der Gruppe seines Onkels beim skandinavischen Forde-Festival mit norwegischen, indischen und kubanischen Musikern auf, im Folgejahr beim Global Music Festival in Indien mit dem Geiger und Komponisten L. Subramaniam. 1998 zog er nach Großbritannien und wurde Mitglied der Fusion-Band Baka Beyond, mit der er durch Tschechien, Spanien, Frankreich, Portugal, Griechenland und Großbritannien tourte und u. a. beim Festival von Glastonbury auftrat.
2001 erschien Keitas Album Baiyo, das unter dem Titel Mali wiederveröffentlicht wurde. Als Solokünstler trat er beim Womad- und beim Sacred Music Festival auf und bei der Veranstaltung Africa Night von BBC Radio 3 spielte er im Duo mit dem Valihaspieler Justin Vali aus Madagaskar. Er gründete die Band Jamoral, die als zehnköpfige Band oder akustisches Quartett auftreten konnte, und nahm mit dieser und vier Mitgliedern seiner Familie 2002 das Album Lindiane auf.
Mit dem Kontrabassisten Davide Mantovani, der Perkussionistin Surahata Susso und dem Geiger Samy Bishai gründete er 2004 die multinationale Band Seckou Keita Quartet (SKQ), später kam die Sängerin Binta Susso hinzu.
Die Gruppe nahm mehrere CDs auf und trat u. a. 2008 beim Sauti za Busara Festival und als Vorgruppe von Miriam Makeba beim Brighton Festival, beim Guardian Hay Festival und im Jazz Café in London auf. Mit dem kubanischen Jazzpianisten Omar Sosa nahm er 2017 das Album Tranparent Water und 2021 Suba auf, mit der walisischen Harfenisten Catrin Finch 2013 Clychau Sabon und 2018 SOAR.
Diskographie
- Seckou Keita: Mali, 2002
- Jalikunda: Lindiane, 2003
- Seckou Keita Quartet: Afro-mandinka soul, 2006
- Seckou Keita Quartet: The Silimbo Passage, 2008
- Seckou Keita Quartet: Rewmi, 2012
- Seckou Keita Quartet: Miro, 2012
- Seckou Keita, Catrin Finch: Clychau Dibon 2013
- Seckou Keita: 22 Strings (mit Dawda Jobarteh), 2015
- Seckou Keita, Omar Sosa: Transparent Water, 2017
- Seckou Keita, Catrin Finch: SOAR, 2018
- Seckou Keita, Antonio Forcione, Adriano Adewale: AKA Trio, 2019
- Seckou Keita, Omar Sosa: Suba, 2021
- Seckou Keita: Homeland Part 1, 2024
Quellen
- African Musicians Profiles: Seckou Keita
- Shetland Arts, 8. Oktober 2009: Seckou Keita Quintet Concert
- Discographie de Seckou Keita
Weblinks
- Website von Seckou Keita
- Seckou Keita bei MusicBrainz (englisch)
- Seckou Keita bei AllMusic (englisch)
- Seckou Keita bei Discogs
- Seckou Keita bei IMDb