Sebastian Kobold
Sebastian Kobold (* 26. August 1983[1] in Würzburg) ist ein deutscher Pharmakologe am Institut für Klinische Pharmakologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Er arbeitet zur Tumorimmunologie, insbesondere zur CAR-T-Zell-Therapie bei soliden Tumoren und zur Entwicklung neuer immunpharmakologischer Therapieansätze in der Onkologie.
Leben und Wirken
Sebastian Kobold wuchs im Saarland auf[2] und studierte ab 2001 an der Universität des Saarlandes Medizin, Auslandsaufenthalte führten ihn nach Zürich und Bordeaux. Er erwarb 2010 bei Christoph Renner einen Dr. med. und 2017 an der University of Oxford einen Ph.D. Als Postdoktorand arbeitete er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Ein weiterer Studienaufenthalt führte ihn 2013 an das Dana-Farber Cancer Institute in Boston. 2014 habilitierte er sich im Fachgebiet Experimentelle Innere Medizin. Seine Ausbildung zum Facharzt für Klinische Pharmakologie absolvierte Kobold bei Stefan Endres an der LMU München, an dessen Abteilung er 2019 eine Professur erhielt. 2025 übernahm Kobold die Leitung des neugegründeten Instituts für Klinische Pharmakologie der LMU am Campus Innenstadt des LMU Klinikums.[3]
Kobold hat laut Google Scholar einen h-Index von 54,[4] laut Datenbank Scopus einen von 47[5] (jeweils Stand Januar 2026).
Auszeichnungen (Auswahl)
- 2016 Ernst-Jung-Karriere-Förderpreis für medizinische Forschung[6]
- 2026 Vincenz-Czerny-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie[7]
- 2018 Johann-Georg-Zimmermann-Preis[8]
- 2021 Lisec-Artz-Preis der Universität Bonn[9]
- 2022 Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften[10]
- 2023 Georges-Köhler-Preis[11]
- 2024 Wilhelm-Vaillant-Preis[12]
Weblinks
- Sebastian Kobold und Kobold Lab beim Institut für Klinische Pharmakologie der LMU München (lmu-klinikum.de)
Einzelnachweise
- ↑ Christian Kalberlah: Curriculum Vitae Sebastian Kobold. (PDF) In: dzl.de. Deutsches Zentrum für Lungenforschung, 12. August 2024, abgerufen am 3. Januar 2025.
- ↑ Wer ist... Sebastian Kobold? In: Im Focus Onkologie. Band 20, Nr. 5, Mai 2017, ISSN 1435-7402, S. 67, doi:10.1007/s15015-017-3339-2.
- ↑ Prof. Dr. Sebastian Kobold übernimmt die Leitung eines neuen Instituts am LMU Klinikum München. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft, 10. Dezember 2025, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Sebastian Kobold. In: scholar.google.de. Google Scholar, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Kobold, Sebastian. In: scopu.com. Scopus, abgerufen am 3. Januar 2026 (englisch).
- ↑ 2016 Dr. Sebastian Kobold. In: Jung-Stiftung. Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Vincenz-Czerny-Preis 2016 an PD Dr. med. Sebastian Kobold, München. In: dgho.de. Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Johann-Georg-Zimmermann-Medaille: Chronik der Preisträger seit 1990. (PDF; 204 kB) In: deutsche-hypo.de. 26. Januar 2020, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Auszeichnung für herausragende Krebsforscher. In: ukbnewsroom.de. Universitätsklinikum Bonn, 11. November 2021, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften – gestiftet von der Monika Kutzner Stiftung zur Förderung der Krebsforschung: Preisträger. In: bbaw.de. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Georges-Köhler-Preis für Prof. Dr. Petra Bacher und Prof. Dr. med. Sebastian Kobold. In: dgfi.org. Deutsche Gesellschaft für Immunologie, 27. September 2023, abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Wilhelm-Vaillant-Preis. In: wilhelmvaillantstiftung.de. Abgerufen am 3. Januar 2026.