Seán McGarry

Seán McGarry (* 2. August 1886 in Dundrum, Dublin; † 9. Dezember 1958 in Dublin) war ein irischer Politiker der Sinn Féin und der Cumann na nGaedheal. Er war vom August 1921 bis zu seinem Rücktritt im Oktober 1924 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem Unterhaus des irischen Parlaments (Oireachtas).

McGarry war aktives Mitglied der Irish Republican Brotherhood (IRB). Von November 1917 bis Mai 1919 war er Präsident der Bruderschaft. Für seine Mitgliedschaft wurde er durch die britische Obrigkeit mehrfach verhaftet. Beim Osteraufstand 1916 war er Adjutant von Thomas James Clarke. McGarry wurde wegen seiner Beteiligung zu acht Jahren Haft verurteilt. Er wurde vorzeitig freigelassen und reorganisierte die IRB gemeinsam mit Michael Collins. Im Mai 1918 wurde McGarry beschuldigt, am sog. „German Plot“ beteiligt gewesen zu sein. Er wurde nach England verbracht. Am 3. Februar 1919 gelang es ihm gemeinsam mit Éamon de Valera und Seán Milroy, aus dem Gefängnis in Lincoln auszubrechen und mithilfe von Michael Collins und Harry Boland nach Irland zurückzukehren. Im irischen Unabhängigkeitskrieg befehligte er eine IRA-Einheit. Er wurde bei den Wahlen 1921 im Wahlkreis Dublin Mid für die Sinn Féin in den Dáil gewählt. Als Befürworter des Anglo-Irischen Vertrages wurde er bei den Wahlen 1922 wiedergewählt und trat dann der Cumann na nGaedheal bei. Im Dezember 1922 wurde sein Haus durch Gegner des Vertrages angezündet. An den Folgen des Brandes starb sein siebenjähriger Sohn Emmet. Bei den Wahlen 1923 wurde er dann im Wahlkreis Dublin North in den Dáil gewählt. Nach der Meuterei in den Streitkräften trat McGarry aus Unzufriedenheit zurück.[1] Er wurde dann Mitglied der kurzlebigen National Party.

McGarry hatte mit seiner Frau Tomasina drei Kinder.

Einzelnachweise

  1. Electionsireland.org: Seán McGarry