Seán Liddy
Seán Liddy (* 20. September 1890 in Cooraclare, County Clare; † 30. März 1965 in Dublin) war ein irischer Politiker der Sinn Féin. Er war von August 1921 bis zu seinem Rücktritt im Dezember 1922 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem Unterhaus des Oireachtas (irisches Parlament).
Biografie
Liddy war wie sein Freund Michael Collins aktiv im irischen Unabhängigkeitskrieg. Bei den Wahlen 1921 im Wahlkreis Clare wurde er ohne Gegenkandidat in den Dáil gewählt. Er gehörte zu den Befürwortern des anglo-irischen Vertrages. Am 21. Oktober 1921 wurde er vor einem Kriegsgericht angeklagt, weil er 26.000 Pfund (mit einem heutigen Wert von 1,22 Millionen Euro [2025]) aus der Kasse des Clare County Council unterschlagen haben sollte. Der Ausgang des Prozesses blieb unklar. Bei den Wahlen 1922 konnte er seinen Sitz verteidigen. Er gehörte zu den Gründern der Garda Síochána.[1] Am 18. Dezember 1922 trat Liddy als Teachta Dála wegen der Meuterei eines Teils der Garda im Mai 1922 zurück. Später wurde Liddy Superintendent der Garda Síochána.
Im September 1922 heiratete er Anna Breen. Liddy starb am 30. März 1965 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Er war in seinen späten Jahren Präsident der Garda-Pensionisten gewesen. Zu seinen Ehren wird die Liddy-Medaille (Liddy Medal) an Mitglieder der Garda verliehen, die wegen einer Dienstverletzung aus dem Dienst ausscheiden mussten.