Schweizer Tanzsport Verband

Schweizer Tanzsport Verband
Sportart Tanzen
Gegründet 15. Dezember 1954[1]
Gründungsort Bern[1]
Präsident Walter Vogt
Vereine 17[2]
Mitglieder 864[3]
Verbandssitz Basel[4]
Website dancesport.ch

Der Schweizer Tanzsport Verband (STSV) betreut den Tanzsport (in den Disziplinen Standard und Latein) in der Schweiz. Er hat laut Statuten seinen Sitz am jeweiligen Wohnort des Präsidenten (Stand 2025: Basel).[4]

Der Verband ist laut eigenen Statuten[4] auch unter dem französischen Namen Fédération Suisse de Danse Sportive (FSDS), dem italienischen Namen Federazione Svizzera di Danza Sportiva (FSDS) sowie dem englischen Namen Swiss DanceSport Association (SDSA) bekannt.

Seit Juni 2024 tritt der Verband auch unter der Marke Swiss Dancesport auf.[4][5]

Der STSV ist Mitglied des Tanzsport-Weltverbands World Dance Sport Federation (WDSF)[4][6] sowie Mitglied des Schweizer Dachverbandes Swiss Dance Sport Federation (SDSF).[4][7][8]

Die SDSF (und damit auch der STSV) ist Mitglied von Swiss Olympic (dem Nationalen Olympischen Komitee der Schweiz).[9]

Der STSV, der Deutsche Tanzsportverband (DTV) und der Österreichische Tanzsportverband (ÖTSV) haben ein so genanntes Grenzverkehrsabkommen geschlossen. Darin ist geregelt unter welchen Bedingungen Paare der drei Länder an Turnieren der jeweils anderen Länder (die offen im Grenzverkehr ausgeschrieben sind) teilnehmen dürfen.[10]

Geschichte

Der Verband wurde am 15. Dezember 1954 als Schweizer Amateur-Tanzsport-Verband (SATV) gegründet.[1][11][12]

1966 wurde die Verbandszeitschrift SATV-Kurier ins Leben gerufen, die sechs Mal pro Jahr erschien.[11] 1988 wurde die Zeitschrift in CH-Tanz umbenannt.[11] 2006 fand eine weitere Umbenennung in dancefloor statt und die Zeitschrift erschien vier Mal pro Jahr.[11][13]

1973 wird der SATV in den Schweizerischen Landesverband für Sport (SLS) aufgenommen (heute Swiss Olympic).[1][9]

Zweck

Zweck des STSV ist es, die Mitgliedsvereine zu einem nationalen Sportverband zu vereinigen und deren Interessen gegenüber Dachverbänden, Behörden und Organisationen im In- und Ausland zu vertreten sowie den Tanzsport in der Schweiz zu unterstützen.[4][14]

Zu den Aktivitäten des Verbands und seiner Mitglieder gehört das Organisieren von Turnieren, u. a. der Schweizer Meisterschaften[15] in den Lateintänzen, den Standardtänzen und den Zehn Tänzen.[3]

Der STSV unterstützt ausgewählte Tanzpaare im Rahmen eines Nationalkaders (unterteilt in Elite-Kader und Nachwuchs-Kader).[16][3]

Der STSV wird im Rahmen eines so genannten J+S-Partnerschaftsvertrags durch das Schweizer Bundesamt für Sport (BASPO) in der Kaderbildung sowie der Entwicklung von Sportarten und Disziplinen gefördert.[17]

Struktur

Der Verband hat folgende Organe bestimmt:[4]

  • die Delegiertenversammlung
  • den Vorstand
  • die Präsidentenkonferenz
  • die Rechnungsrevisoren
  • die Geschäftsprüfungskommission

Präsident ist Walter Vogt (Stand 2025).

Vereine

Stand 2024 vertritt der STSV 864 Mitglieder[3] in den folgenden 17 Tanzsportvereinen:[2]

  • Happy Dancers Baden (HDB)
  • Tanzsportclub Basilisk (TSB)
  • Tanz Sport Bern (TSBE)
  • Geneva KapDanse Club (GKDC)
  • Ballroom Dancing Club Genève (BDCG)
  • Tanz-Sport-Club Luzern (TSCL)
  • New Horizon Dance Club (NHDC)
  • Ticino Dance Sport Club (TDSC)
  • Teen Dance Club Frauenfeld (TDC)
  • Académie Lucky Danse Lausanne (ALDL)
  • Tanzsport Club Zug (TSCZ)
  • Dance Unlimited Zürich (DUZ)
  • Tanzgesellschaft Galactic Stars (TGS)
  • Turnier-Tanzsportklub Zürich (TTZ)
  • Dance Sport Academy Ticino (DSAT)
  • Club Danse Azur Sion (CDAS)
  • Unico Dance Club (UDC)

Historisch (ca. 1995) hatte der Verband etwa 3000 Mitglieder in etwa 30 Tanzsportvereinen.[1]

Internationale Erfolge

Mehrere Tanzsportpaare des Verbands wurden im Laufe der Jahre Finalisten bei Europa- und Weltmeisterschaften.[15]

Die größten Erfolge erreichte das Paar Jakob Gerschwiler und Maisie Walker (Weltmeister Standard und Europameister Standard, 1947), sowie das Paar Aldo Crivelli und Edith Crivelli (Europameister Latein, 1949).[15][18][19]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Christoph Burgauner (Hrsg.): Tanzen weltweit: in Kurs und Gruppe, als Sport und Kunst. Kastell Verlag GmbH, München 1995, ISBN 3-924592-53-5, Pierre Feigenwinter: Kleine Schweizer Tanzgeschichte, S. 404–405 (607 S.).
  2. a b Tanzsportvereine. In: STSV. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  3. a b c d Jahresbericht 2024. (PDF; 1,5 MB) In: STSV. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  4. a b c d e f g h Statuten des Schweizer Tanzsport Verbandes (STSV). (PDF; 888 kB) In: STSV. 6. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  5. Swiss Dancesport – die neue Marke. In: STSV. Abgerufen am 19. September 2024.
  6. WDSF Members: Schweizer Tanzsport Verband. In: WDSF. Abgerufen am 23. September 2024 (englisch).
  7. Swiss Dance Sport Federation (SDSF). In: SDSF. Abgerufen am 19. September 2024.
  8. Wegweisende Erweiterung der Swiss DanceSport Federation SDSF. In: dance-mag.com. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  9. a b Mitglieder: Swiss DanceSport Federation. In: Swiss Olympic. Abgerufen am 19. September 2024.
  10. Zusatzvereinbarung zum Grenzverkehrsabkommen zwischen DTV, STSV und ÖTSV. (PDF; 354 kB) In: DTV. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  11. a b c d Vom SATV-Kurier zum dancefloor. In: dance-mag.com. Mai 2009, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  12. Das Jubiläum: 10 Jahre CH-Tanz-Chefredaktion. In: emsbs.ch. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
  13. Neue Tanzzeitung erschienen. In: persoenlich.com. 20. März 2006, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  14. Tanzsport-Verbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In: salsa-und-tango.de. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  15. a b c Schweizermeisterpaare. In: STSV. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  16. STSV-Kaderkonzept. In: STSV. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  17. Zusammenarbeit mit Verbänden im Rahmen von J+S. In: BASPO. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  18. Europameister Einzel. In: DTV. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
  19. Weltmeister Einzel. In: DTV. Abgerufen am 11. Dezember 2025.