Schweizer Portal für Recherche im Internet
| SPRINT
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| Basisdaten
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| sprint.informationswissenschaft.ch, im Internet Archive, Stand 2020 |
Das Schweizer Portal für die Recherche im Internet (SPRINT) war ein umfassendes Informations- und Lehrmittel für Internetrecherche. Die im Januar 1997 gestartete Seite umfasste kommentierte Verzeichnisse von Suchmaschinen, ausführliche Grundlagentexte über Recherche im Allgemeinen und Information Retrieval im Speziellen und methodisch aufgebaute E-Learning-Module.
Geschichte
Auf Grund zweier 1996 publizierter Artikel über Suchverfahren, Suchmaschinen und Suchkataloge in den Fachzeitschriften Nachrichten für Dokumentation und iX Magazin erstellte an der Universität Konstanz im Januar 1997 der damals als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellte Bernard Bekavac die ersten Inhalte zur Websuche, damals noch unter dem Namen WWW-Suchseiten der Informationswissenschaft.[1]
Bis 2013 wurden diese Seiten regelmässig unter Mithilfe von Studenten der Informationswissenschaft erweitert. Im Jahre 2004 erfolgten eine grundlegende Überarbeitung und ein markanter inhaltlicher Ausbau.[2] Danach war SPRINT unter dem neuen Namen bekannt und beim Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur angesiedelt. Seit 2009 umfasste das Angebot auch Module für E-Learning und Schulungsunterlagen für Dozenten. Und nach der letzten Revision wurde die Webseite mit der Rubrik "Wissenschaftliche Suche" ergänzt.[3]
Inhalte
Im Teil Allgemeine Suche im Internet wurde erläutert, wie Suchverfahren, Operatoren und Methoden funktionieren und wie bei einer Recherche am besten vorgegangen wird. Unter Suchmaschine erhielten User einen Überblick über die verschiedensten Suchmaschinen.
Der Bereich Wissenschaftliche Suche im Internet war der neueste Teil von SPRINT. Er bot Informationen über die Funktionsweise wissenschaftlicher Suchmaschinen. Eine Besonderheit hierbei waren die ausführlichen Steckbriefe ausgewählter Dienste. Sie sollten die Entscheidung erleichtern, ob die Suchmaschine für den jeweiligen User mit seinem Informationsbedarf geeignet ist. Weiter wurden in diesem Teil auch andere Quellen für die wissenschaftliche Literaturrecherche im Internet dargestellt.
Methodisch aufgearbeitete Module für E-Learning erleichterten das Selbststudium. Das Gelernte konnte in einem Quiz oder mit Fallbeispielen überprüft werden. Hintergrundinformationen rund um das Internet, die Geschichte der Open Source Bewegung sowie aktuelle Studien fand man in der Rubrik Hintergrundwissen. In einem passwortgeschützten Bereich standen Schulungsunterlagen zur Verfügung. Mit diesem Angebot sollten vorwiegend Dozenten und Lehrkräften aus dem Tertiärbereich angesprochen werden.
SPRINT war ein Produkt der HTW Chur (ab 2019 Fachhochschule Graubünden). Das Portal wurde durch ein umfangreiches Glossar abgerundet.[4]
SPRINT lief auf TYPO3, einer freien Software. Seine Inhalte unterstanden einer benutzerfreundlichen Creative Commons-Lizenz.[5]
Kritik
Das Portal richtete sich an Studenten und Dozenten im Allgemeinen und solche der Informationswissenschaft im Speziellen. Durch diese klare Zielgruppenorientierung waren die Inhalte sehr kompakt gefasst. Für Benutzer aus anderen Kreisen waren die Texte teilweise schwer verständlich.[6]
Weblinks
- Website Sprint im Internet Archive, Stand 2020
Quellen
- ↑ Willkommen zum neuen SPRINT. Chur: HTW, 2009. (=Foliensatz).
- ↑ Hochschule für Technik und Wirtschaft, HTW Chur: SPRINT: Entstehung und Entwicklung. Archiviert vom am 22. April 2021; abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ Archivierte Kopie ( vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive) (12. Februar 2011).
- ↑ Archivierte Kopie ( vom 27. Juli 2015 im Internet Archive) (12. Februar 2011).
- ↑ Archivierte Kopie ( vom 24. September 2013 im Internet Archive) (12. Februar 2011).
- ↑ Marketingkonzept SPRINT. Chur: HTW, 2009.