Schule Lindow (Mark)

Die Schule in Lindow (Mark), Mittelstraße 33, ist ein Beispiel für den Aufschwung Lindows. Um 1900 gebaut, ist sie ein Blickpunkt am Kirchplatz.

1574 wurde eine Schule mit Schulmeister in Lindow erwähnt. Beim Stadtbrand 1746 wurde das Schulhaus der lutherischen Gemeinde zerstört und 1755 aufgebaut. 1811 wurde die Schule mit der seit 1690 bestehenden reformierten Schule vereinigt. 1888 wurde ein Schulneubaufonds gegründet und 1893–1895 ein Neubau hinter dem bisherigen Schulhaus nach Entwürfen von Kreisbauinspektor H. Wichgraf und Ausführung durch Maurermeister H. Wieder errichtet. Das alte Schulgebäude wurde 1895 abgerissen und an seiner Stelle ein begrünter Vorplatz angelegt.

Das Gebäude ist ein stattlicher Sichtziegelbau mit historisierendem Fassadenschmuck aus Ziegelfriesen. Die symmetrische Platz- und Hoffront ist jeweils gegliedert von Mittelrisalit mit Eingang und Dreiecksgiebel sowie breiten Segmentbogenfenstern. Die bauzeitliche Innenstruktur ist weitgehend vorhanden. In den Geschossen befinden sich Mittelflure mit beiderseitigen Unterrichtsräumen. Hofseitig ist ein Treppenhaus. Das Gebäude wird nicht mehr als Schule genutzt. Es ist jetzt ein Bürgerhaus.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.[1]

Einzelnachweise

  1. Ulrike Schwarz und Matthias Metzler: Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin. In: Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1. Auflage. Band 13.2. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2003, ISBN 3-88462-191-2, S. 80.

Koordinaten: 52° 58′ 9″ N, 12° 59′ 5,9″ O