Schriftschablone

Schriftschablonen werden für händisches Beschreiben benutzt, wenn ein sauberes Schriftbild gewünscht ist. Hauptanwendungsgebiet sind von Hand erstellte technische Zeichnungen. Die Form der in den Schablonen enthaltenen Schriftzeichen (Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen) entspricht dabei genau der für Technische Zeichnungen gültigen Normschrift.

Die Schablonen sind dünne Scheiben aus durchsichtigem Kunststoff, aus der die Schriftzeichen herausgestanzt sind. Beim Schreiben eines Zeichens wird der Schreibstift in seiner in der Schablone befindlichen Ausstanzung (leere Negativform) geführt. Zum besseren Erkennen der Zeichen sind die Schablonen leicht gefärbt, meist orange oder grün. Die verbleibende Durchsichtigkeit ist erforderlich, um das Schreibergebnis beurteilen zu können.

Auf Technischen Zeichnungen wird mit Tuschestiften geschrieben. Damit die Tusche nicht zwischen Schreibunterlage und Schablone verläuft (Kapillareffekt) und die bereits geschriebenen Zeichen beim Weiterschieben der Schablone nicht verwischt werden, liegt diese nicht direkt auf der Unterlage. Es verbleibt ein kleiner Spalt, indem die Schablone entweder auf der Rückseite kleine Noppen besitzt, oder sie wird mittels oben und unten angebrachten Schienen von der Unterlage entfernt gehalten.

Literatur

  • Susanna Labisch, Christian Weber, Paul Otto: Technisches Zeichnen Grundkurs. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1997, ISBN 978-3-528-04961-4.
  • Hans Irion (Hrsg.): Drogisten-Lexikon. Erster Band, Springer Verlag, Berlin 1955.
  • Paul Böttcher, Richard Forberg, Wolfgang Wehr: Technisches Zeichnen. 23. Auflage, B.G. Teubner Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 978-3-519-36725-3.